
Sicherlich würde der TSV Elstorf im Falle eines Sieges eine Vorentscheidung im Titelrennen der Bezirksliga Lüneburg 2 abmoderieren. Trotzdem bietet das bevorstehende Gipfeltreffen mit dem VfL Westercelle (So., 23.11., 14 Uhr) an der Schützenstraße den Grün-Weißen mindestens eine große Möglichkeit, sich von seinem ärgsten Verfolger deutlich abzusetzen. Doch auch die Gäste treten die Auswärtsreise nach Elstorf mit einem klaren Vorhaben an.
Die Elstorfer sind nach einem heißen Transfersommer mit Vorschusslorbeeren in die laufende Spielzeit gestartet. Bislang wird die Mannschaft von Neu-Coach Michel Welke ihrem Favoritenstatus gerecht: Der TSV ist ungeschlagener Herbstmeister und stellt sowohl die beste Defensive und Offensive. Den Balance-Akt, den qualitativhochwertigen Kader in seiner vollen Breite bei Laune zu halten, meistert der Ligaprimus bravourös.
„Es ist eine Luxussituation, derzeit 26 Spieler zur Verfügung und eine komplette Elf auf der Bank zu haben, die auch in jedem Bezirksliga-Spiel auflaufen könnte“, schwärmt Welke, aus dessen Kader sich bereits 15 unterschiedliche Akteure in die Torschützenliste eingetragen haben. „Wir bereiten uns gut auf das Spitzenspiel vor und freuen uns auf die Trainingswoche vor dem Aufeinandertreffen.“
Auf der anderen Seite verspürt der VfL Westercelle eher Anspannung vor dem direkten Duell mit seiner Nemesis. Nachdem der VfL im Vorjahr gar nicht mit der klaren Zielsetzung der Landesliga-Rückkehr in die Runde gestartet war, stärkte die Vizemeisterschaft im Vorjahr den Mut für die eigene Zielsetzung. „Für uns“, sagt Trainer Sebastian Zich vor dem Showdown in Elstorf, „ist ein Sieg eigentlich Pflicht, um eine minimale Chance zu haben, nochmal heranzukommen.“ Nach dem letzten Spieltag der vergangenen Spielzeit waren es nur acht Tore, die die Zich-Elf von Meister SG Scharmbeck-Pattensen/Ashausen trennte.
Während bei den Westercellern sofort Kapitän Dominik Gärtner mit 16 Toren und acht Assists ins Auge fällt, macht der Tabellenzweite bei seinem Gegenüber das kreative Zentrum als Dreh- und Angelpunkt aus – beim 0:0-Unentschieden im Hinspiel am 1. Spieltag sei es dem VfL gut gelungen, dieses aus dem Spiel zu nehmen und bei aller Feldüberlegenheit Elstorfs nur wenige klare Torchancen zuzulassen. „Wir dürfen ihnen nicht viel Platz und keine Zeit geben“, betont Zich. „Der Schlüssel ist, gegen den Ball unfassbar eklig zu sein und dann Nadelstiche zu setzen.“ Es ist ein Topspiel, auf das die ganze Liga schaut.