
Seine Zeit beim VfB Forstinning ist zu Ende: Mohamad Awata wechselt von der Landesliga in die Bayernliga und schließt sich Türkgücü München an.
München – 34 Tore in 62 Spielen, dazu neun Assists: Kein Wunder, dass der Landesliga-Absteiger VfB Forstinning alles versuchte, um Mohamad Awata in den eigenen Reihen zu halten. Und, dass die Vereine nur so Schlange standen, um den 31-jährigen Freistoßkünstler zu sich zu locken. „Ich hatte viele Gespräche, mit über 15 Vereinen“, erzählte Awata im Gespräch mit Fussball Vortort/FuPa Oberbayern. Das Rennen machte am Ende der Regionalliga-Absteiger Türkgücü München.
„Es war eine sehr schwere Entscheidung“, gestand der ehemalige spielende Co-Trainer Forstinnings. „Ich hatte Angebote aus der Bezirksliga, Landesliga und Bayernliga“. Zu Türkgücü knüpfte Awata bereits vor acht Jahren Kontakte, seitdem stand er im engen Austausch mit Sport-Vorstand Serdar Yilmaz. Mehrmals führten Awata und Türkgücü in der Vergangenheit Gespräche über einen möglichen Transfer, doch „es gab immer Gründe, warum der Wechsel nicht zustande kam“.
In Zeiten des Umbruchs – Abstieg aus der Regionalliga, Trainer und Identifikationsfigur Alper Kayabunar wechselt zum TSV 1860 II – bekommt Türkgücü nun einen erfahrenen Mann, der bereits in etlichen Regionalliga-Spielen (TSV 1860, Heimstetten, Schweinfurt) seine Qualitäten bewiesen hat. Und Awata verspricht: „Ich werde alles geben, auf und neben dem Platz. So, wie ich es immer getan habe.“
Auch sportlich ist sein Ziel klar: „Ich will oben mitspielen“. Noch wichtiger sei es jedoch „zusammenzuhalten, gemeinsam anzupacken und hinter dem Verein zu stehen.“ Seiner Verantwortung bei seinem neuen Verein ist sich Awata bewusst, doch „die habe ich immer schon getragen – egal, ob im Krieg in Syrien, auf der Flucht nach Deutschland oder sonst wo“. Mit Anfang zwanzig kam Awata nach Deutschland, nachdem er zwei Jahre über die Balkanroute aus Syrien geflüchtet war.
Türkgücü selbst zeigte sich glücklich über den Transfer-Coup, der schon lange geplant, aber immer wieder gescheitert war. Sport-Vorstand Serdar Yilmaz betont in der vereinseigenen Transfermeldung: „Mo bringt eine enorme Portion Erfahrung und Spielintelligenz mit. Er weiß, wie man Verantwortung übernimmt, auf und neben dem Platz. Genau solche Typen brauchen wir, um als Team weiterzukommen.“
Seine zwei Jahre in Forstinning behält der feine Kicker in bester Erinnerung. „Persönlich lief es für mich super, aber auch menschlich habe ich mich sehr wohlgefühlt. Ich habe immer den Rückhalt im Verein gespürt. Und wer weiß, vielleicht komme ich eines Tages nach Forstinning zurück.“ (mg)