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»Genau für sowas haben wir ein Jahr lang extrem hart gearbeitet«

Aufsteiger FC Memmingen präsentiert sich auch in der Regionalliga gewohnt auswärtsstark +++ Am Freitagabend wartet das Heimspiel-Highlight gegen den FC Bayern II

von Mathias Willmerdinger · 27.08.2025, 14:30 Uhr · 0 Leser
Memmingens Coach Matthias Günes und seine Jungs freuen sich auf das Heimspiel gegen den FC Bayern II.
Memmingens Coach Matthias Günes und seine Jungs freuen sich auf das Heimspiel gegen den FC Bayern II. – Foto: Johannes Traub

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Der FC Memmingen musste an den ersten vier Spieltagen dreimal auswärts ran in der Regionalliga Bayern. Auf den ersten Blick alles andere als ein dankbares Startprogramm für den Aufsteiger. Doch siehe da: Die Allgäuer haben bereits sieben Zähler auf dem Konto - allesamt in der Fremde eingesammelt. Am Freitag sollen nun die ersten Punkte zuhause folgen. Der Gegner: Kein Geringerer als die Profireserve des FC Bayern München...


Schon in der vergangenen Saison in der Bayernliga Süd war die Basis für den Gewinn der Meisterschaft die Auswärtsstärke der Memminger. Satte 32 Zähler holte der FCM in der Fremde und war damit mit Abstand das erfolgreichste Team auf des Gegners Plätzen. Angesprochen darauf, dass es ihm und seinem Team anscheinend gelungen ist, die Auswärtsstärke mit in die Regionalliga zu nehmen, muss Cheftrainer Matthias Günes erst einmal lachen: "Ja, das ist tatsächlich erstaunlich, weil die Herangehensweise sowohl bei Heimspielen als auch bei Auswärtsspielen eigentlich die gleiche ist. Wir bereiten uns einige Tage vor jeder anstehenden Partie akribisch auf das Spiel vor. Da spielt es eher weniger eine Rolle, ob wir auswärts oder daheim spielen. Wir denken darüber ehrlich gesagt gar nicht so viel nach." Es ist jetzt definitiv auch nicht so, dass die Memminger nicht gerne zuhause sind. "Nein, ganz im Gegenteil. Wir spielen super gerne daheim in unserer Arena", schmunzelt Günes.

Jakob Gräser und der FC Memmingen haben bislang ihre Auswärtsstärke unter Beweis gestellt. Nun soll`s auch daheim klappen, auch wenn der Gegner FC Bayern II heißt.
Jakob Gräser und der FC Memmingen haben bislang ihre Auswärtsstärke unter Beweis gestellt. Nun soll`s auch daheim klappen, auch wenn der Gegner FC Bayern II heißt. – Foto: IMAGO / Frank Scheuring


Ganz besonders groß ist die Vorfreude auf Freitag, wenn der Profinachwuchs des FC Bayern München vorbeischaut. Die Memminger rechnen mit rund 2.000 Zuschauern, immer auch abhängig, wie sich das Wetter in den kommenden Tagen entwickelt. "Der Name FC Bayern, der zieht einfach. Genau für sowas haben wir in der Bayernliga ein Jahr lang extrem hart gearbeitet. Das ist so ein Spiel, das dir als Fußballer auch einfach Spaß macht", fiebert Günes dem Vergleich mit den Jungprofis schon entgegen.

Müßig zu erwähnen, dass die Bayern der klare Favorit sind. Was Hoffnung macht: "Gegen die Profireserve aus Nürnberg haben wir zwar unser bisher einziges Heimspiel verloren (0:2, Anm.d.Rd.), aber über weite Strecken haben wir das gegen die 'Cluberer' sehr gut gemacht. Hinten raus hat`s leider nicht ganz gereicht. Wenn wir das über 90 Minuten hinbekommen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir auch gegen die Bayern und damit gegen spielerisch eine der besten Mannschaften der Liga was holen können", meint Günes. Personell allerdings mussten die Allgäuer zuletzt erneut eine Hiobsbotschaft hinnehmen: Neben Kapitän Lukas Rietzler wird auch Stürmer Philipp Kirsamer aller Voraussicht nach für die restliche Vorrunde ausfallen. Der 22-jährige Neuzugang hat sich einen Ermüdungsbruch im Fuß zugezogen.

Der Blick auf die Langzeitverletzten wirft automatisch die Frage auf: Tut sich personell noch etwas? In wenigen Tagen schließt das Sommertransfer-Fenster. "Nein", beteuert Günes und erklärt: "Zum einen vertrauen wir unser Mannschaft zu 100 Prozent. Jetzt können sich eben andere junge Spieler, die zu einem Großteil aus unserem eigenen Nachwuchsbereich kommen, beweisen und Einsatzzeiten sammeln. Zum anderen, und das ist auch kein Geheimnis, lässt die wirtschaftliche Lage aktuell keine großen Sprünge zu." Die mannschaftliche Geschlossenheit wird es also richten müssen - gegen die Bayern, und auch im Kampf um den Klassenerhalt.