2024-06-12T11:40:35.807Z

Allgemeines
Der KFC siegt beim Testspiel gegen den Bonner SC.
Der KFC siegt beim Testspiel gegen den Bonner SC. – Foto: Boris Hempel

Gelungene Generalprobe des KFC Uerdingen

Die Uerdinger setzen sich beim Bonner SC mit 2:1 durch. Pascal Weber und Younes Mouadden erzielen die Tore für die Gäste. Das Spiel zeigt aber auch, woran es bei dem Fußball-Oberligisten noch hapert.

Björn Joppe hatte in den bisherigen Testspielen viel von dem gesehen, was er sehen wollte. Im letzten Testspiel vor der Rückrunde gab es für den Trainer des KFC Uerdingen so gut wie keine neuen Erkenntnisse, vielmehr wurde er in seiner Einschätzung bestärkt. Seine Mannschaft setzte sich beim Bonner SC, dem Tabellenvierten der Mittelrheinliga, verdient mit 2:1 (2:0) durch. „Das Ergebnis ist gut, aber dafür können wir uns nichts kaufen“, sagte Björn Joppe.

Die Uerdinger setzten die Gastgeber von Beginn an wieder unter Druck und hatten Erfolg. Pascal Weber brachte die Gäste nach nur 150 Sekunden in Führung. Gianluca Rizzo hatte nach einer Viertelstunde die Chance, die Führung auszubauen, doch scheiterte er am Torhüter. Der war kurz vor der Pause chancenlos, als Weber den mitgelaufenen Younes Mouadden mustergültig bediente und dieser auf 2:0 erhöhte. Das Pausenresultat spiegelte den Leistungsunterschied wider.

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Nach dem Wechsel gab es erneut einen Bruch. Wie schon in den Testspielen zuvor wechselte Joppe und der KFC verlor den Faden. Die Mannschaft machte nicht mehr so viel Druck, hatte das Spiel im Mittelfeld nicht mehr so fest im Griff, so dass die Abwehr einige Male unter Druck geriet. Die Bonner konnten aber nur eine Chance verwerten. KFC-Torhüter Robin Udegbe wurde zwar nur zweimal gefordert, musste in diesen beiden Szenen aber sein ganzes Können aufbieten.

Zwei Wechsel nahm Joppe gezwungenermaßen vor: Philipp Meißner schied nach 35 Minuten wegen einer Muskelverhärtung aus und der zur Halbzeit eingewechselte Levan Kenia musste fünf Minuten später passen, nachdem er vom Kunstrasen zwei Meter weiter auf hartem Beton aufgekommen war. Das war ärgerlich und überaus schmerzhaft. Nach dem Anschlusstreffer gestalteten die Uerdinger die Begegnung ausgeglichen, so dass der knappe Sieg aufgrund der guten ersten Halbzeit durchaus verdient war.

Joppe findet Startelf

„Die ersten 35 Minuten waren sehr gut“, urteilte Björn Joppe. „Da haben wir gut gepresst und sind verdient mit 2:0 in Führung gegangen.“ Dann kam er aber schnell zu dem Punkt, der nicht neu, aber etwas beunruhigend ist: „Sobald wir wechseln müssen, bricht bei uns vieles zusammen. Da spielen wir nicht mehr unseren Fußball und haben Abstimmungsprobleme.“ Das hatte sich auch bereits in den zuvor absolvierten Testspielen gezeigt. Joppe verschließt davor nicht die Augen, sondern benennt die Problematik in aller Klarheit: „Auch wenn es böse klingt: Wir haben 12, 13 Mann, mit denen wir das spielen können, hinzu kommen die derzeit verletzten Spieler.“

Der Trainer fühlt sich in seiner Auffassung bestärkt, dass ohne die allerdings notwendigen Wechsel Bonn nicht mehr heran gekommen wäre. Das war auch schon bei den Spielen in Aachen (1:4) und in Hürth (5:2) der Fall. „Die 12, 13 machen es gut, die können es; die wissen, was sie zu tun haben.“

Die Sorge, dass sich die Problematik in der Rückrunde fortsetzt, scheint nicht ganz unbegründet. „Die Auswechselspieler müssen anfangen, sich einzubinden oder halt mehr zu machen“, fordert der Trainer. „Sonst wird es schwierig.“

Das Positive: Joppe hat seine erste Elf gefunden und die ist sehr stark. Das ist ermutigend.

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Aufrufe: 030.1.2023, 20:00 Uhr
Thomas SchulzeAutor