Der Jubel beim VfL Tönisberg war groß.
Der Jubel beim VfL Tönisberg war groß. – Foto: VfL Tönisberg

Geldsegen für Jugend des VfL Tönisberg

Der VfL Tönisberg nahm zum zweiten Mal an der Aktion „Sparda Leuchtfeuer“ teil. Und gewann: Der kleine Verein holte mehr Votings als alle anderen 461 Sportvereine aus NRW.

Gespannt blickte die Fußball-Jugend des VfL Tönisberg in den vergangene Tagen auf das Abstimmungsergebnis. Schließlich winkte ein satter Geldsegen. Am Dienstag gab es dann Gewissheit. Der Nachwuchs des Dorfvereins erhielt bei der Aktion „Sparda Leuchtfeuer“ der Sparda-Bank die mit Abstand meisten Stimmen und darf sich über eine Finanzspritze von 6000 Euro freuen. Entsprechend ausgelassen war am Dienstagabend die Stimmung bei einer spontanen „Gewinner-Party“ im Vereinsheim an der Schaephuysener Straße.

Der VfL nahm zum zweiten Mal an dem Wettbewerb teil, den das Geldinstitut zur Unterstützung von Sportvereine aus der Region ins Leben rief. „Bei der ersten Teilnahme sind wir ungefähr auf Platz 100 gelandet“, erinnert sich Jugend-Geschäftsführer Holger Hendricks, auf dessen Initiative der große Wurf seinen Lauf nahm.

Insgesamt nahmen 461 Vereine aus Nordrhein-Westfalen an der Aktion teil, von denen die ersten 150 finanziell bedacht werden. Insgesamt schüttet die Sparda-Bank 250.000 Euro aus. Vom erhofften Gewinn wollten die Verantwortlichen zwei kleine Tore anschaffen, die eine neue, vom Deutschen-Fußball-Bundes im Jugendbereich etablierte Spielform erforderlich machen. Ohne den Gewinn wären mehr als 600 Euro zur Finanzierung erforderlich gewesen, die nicht in jeder Vereinskasse mal eben entbehrlich sind. Der Rest des Geldes fließt erst einmal in die Jugendkasse, bis klar ist, wofür der unerwartet gewachsene finanzielle Spielraum eingesetzt wird.

Dass der VfL ganz vorne landen würde, war nicht absehbar, aber der Lohn für ein erstaunliches Engagement, an dem gefühlt das ganze Dorf seinen Anteil hatte. Aber es ging noch weit darüber hinaus, wie Zahlen belegen. Auf den VfL entfielen bei der Online-Abstimmung 4131 Stimmen – knapp 1000 mehr als der Zweitplatzierte TV Biefang aus Oberhausen. Das Ergebnis lag damit auch deutlich über der Einwohnerzahl des Bergdorfs, die bei 3216 liegt.

Alles fing bei den Jugendtrainern und anderen Vereinsmitgliedern an, die über Social-Media-Kanäle Freunde und Bekannte mobilisierten und eine enorme Reichweite erlangten. Sogar aus dem bayerischen Rosenheim gab es Unterstützung. „Die Dynamik, die da entstanden ist, war sensationell“, sagte Hendricks, „Unglaublich, wie viele auf Stimmenfang gegangen sind. Das ist ein toller Erfolg der ganzen Jugendabteilung.“

Aufrufe: 020.11.2022, 09:00 Uhr
RP / Uwe WorringerAutor