2026-05-15T09:36:57.455Z

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„Geht um die Liebe, die man empfindet“: Ex-Löwe Bender wird Bayern-Trainer

Mehr als 300 Bundesliga-Spiele gemacht

von Lennart Fitzler · Heute, 11:58 Uhr · 0 Leser
Lars Bender kam im Januar 2025 zum SV Wacker Burghausen.
Lars Bender kam im Januar 2025 zum SV Wacker Burghausen. – Foto: IMAGO/ Frank Scheuring

Der FC Bayern verpflichtet einen neuen U17-Trainer. Der Ex-Nationalspieler bringt Erfahrung und Mentalität mit – und ist im anderen Teil von München bestens bekannt.

Der FC Bayern setzt im Nachwuchsbereich künftig auf eine echte Führungspersönlichkeit: Lars Bender übernimmt die U17 des Rekordmeisters und bringt dabei nicht nur reichlich Erfahrung, sondern auch eine klare Fußballphilosophie mit nach München. Das gab der Verein am Freitag (22. Mai) bekannt. Der ehemalige Nationalspieler galt bereits während seiner aktiven Karriere als Inbegriff von Mentalität, Zuverlässigkeit und Teamgeist.

Bender blickt auf eine lange Laufbahn im deutschen Profifußball zurück. Nach seinen Anfängen beim TSV Brannenburg führte ihn sein Weg über die Nachwuchsabteilungen der SpVgg Unterhaching und des TSV 1860 München bis in den Profibereich. Für die Löwen debütierte der defensive Mittelfeldspieler in der Saison 2006/07 in der 2. Bundesliga. 2009 folgte schließlich der Wechsel zu Bayer 04 Leverkusen, wo sich Bender über Jahre hinweg zu einem der wichtigsten Führungsspieler entwickelte.

Lars Bender neuer U17-Bayern-Trainer

Insgesamt absolvierte der frühere Kapitän der Werkself 342 Pflichtspiele für Leverkusen, erzielte 27 Tore und bereitete weitere 36 Treffer vor. Bemerkenswert: Trotz seiner defensiven Rolle sah Bender während seiner gesamten Bundesliga-Karriere nur eine einzige Gelb-Rote Karte. Hinzu kamen 19 Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft, olympisches Silber 2016 sowie der Titelgewinn bei der U19-Europameisterschaft 2008.

Vielen Fans bleibt zudem sein entscheidender Treffer bei der EM 2012 in Erinnerung, mit dem Deutschland das Viertelfinale erreichte. Geprägt wurde Bender unter anderem von Trainergrößen wie Jupp Heynckes und Peter Bosz. Diese Erfahrungen beeinflussen heute auch seine Arbeit als Coach. „Ich brauche das Spiel, ich brauche den Platz und ich brauche den Ball in meiner Nähe“, sagte Bender einst über seine Rückkehr an die Seitenlinie.

Gleichzeitig gehe es ihm „um die Liebe, die Freude, die man da empfindet“. Nach Stationen als Co-Trainer der deutschen U15-Nationalmannschaft sowie bei den DFB-Auswahlteams der U16 und U17 sammelte er zuletzt Erfahrungen als Übungsleiter bei der SpVgg Unterhaching und dem SV Wacker Burghausen in der Regionalliga.

Eine besondere Rolle in seiner Karriere spielte stets Zwillingsbruder Sven Bender. Beide durchliefen nahezu identische Stationen – von den ersten Schritten in Brannenburg über Unterhaching und 1860 München bis hin zum gemeinsamen Karriereende. Auch den Einstieg ins Trainerleben gingen die Brüder zunächst gemeinsam an, ehe sich ihre Wege beruflich trennten.

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Beim FC Bayern soll Lars Bender nun seine Erfahrung, seine Führungsqualitäten und seine ruhige Art in die Nachwuchsarbeit einbringen. Der 37-Jährige gilt als bodenständig, heimatverbunden und nahbar – eher als direkter Gesprächspartner. Genau diese Mischung aus Fachkompetenz und Persönlichkeit trauen die Münchner offenbar zu, um junge Talente auf dem Weg in den Profifußball entscheidend weiterzuentwickeln. (LF)