
Mit dem SC Germania Reusrath hätte in dieser Saison wohl niemand so wirklich gerechnet. Doch bislang spielt die Germania eine außergewöhnliche Saison – konnte sich eigentlich über die komplette Hinrunde an der Tabellenspitze der Bezirksliga festsetzen, ehe der SV Solingen am letzten Spieltag vor der Winterpause vorbeigezogen ist. Cheftrainer Marco Schobhofen im Gespräch mit FuPa Niederrhein über die erfolgreiche Hinrunde, die Vorbereitung auf die Rückrunde und die Ziele für die weitere Saison.
Wenn bei einem Verein von einer steilen Entwicklung die Rede sein kann, dann vom SC Germania Reusrath. Die Rheinländer standen am Ende der vergangenen Saison noch auf dem zehnten Tabellenplatz – die Hinrunde der aktuellen Saison spricht eine ganz andere Sprache, das sieht auch Germania-Trainer Schobhofen: „Die Hinrunde war überragend, wir haben 38 Punkte geholt. Nach Ende der gesamten letzten Saison hatten wir 36 Punkte.“ Wichtig waren dabei vor allem Punktgewinne gegen direkte Konkurrenten wie Jugoslavija Wuppertal, den FSV Vohwinkel und den aktuellen Spitzenreiter SV Solingen.
Die Hallensaison lief für den Zweitplatzierten der Bezirksliga 2 nur mäßig: In drei Gruppenspielen bei der Langenfelder Hallenstadtmeisterschaft kommt der SC nicht über einen Zähler hinaus und scheidet folgerichtig frühzeitig aus.
Anders lief es auf dem Rasen, wo sich die Reusrather unter anderem mit zwei Landesligisten gemessen haben. Mit Problemen hat aber auch Schobhofens Mannschaft zu kämpfen: „Die Vorbereitung ist, wie eigentlich immer im Winter, generell schwierig. Kranke und angeschlagene Spieler, gesperrte Plätze, abgesagte Testspiele. Aber das Problem haben alle Teams“, erzählt er und bezieht sich damit auch auf die abgesagten Spiele gegen den FC Mettmann 08 und die SP.-VG. Hilden. Das Aufeinandertreffen mit dem FC Kosova Düsseldorf, der in der vergangenen Saison noch um das Ticket in die Oberliga gekämpft haben, konnte sich trotz einer 1:2-Niederlage mehr als sehen lassen: „Die Leistung gegen Kosova war sehr ordentlich für den Stand der Vorbereitung, die kommenden Woche müssen wir aber noch intensiver nutzen. Das Gefühl ist aber auf jeden Fall positiv und wir gehen voller Vorfreude in die Rückrunde.“
Dass der 38-Jährige die Vorsaison noch im Hinterkopf hat und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will, dürfte klar sein, stolz auf die Leistung seiner Truppe ist er allemal: „Wir hatten uns vor der Saison das Ziel gesetzt, eine ruhigere Saison zu spielen. Jetzt sind wir am Ende der Hinrunde Zweiter geworden – das haben sich die Jungs auch verdient.“ Auf die Rückrunde hat der Mann, der die Germania jetzt in der dritten Saison an der Seitenlinie führt, einen sehr zurückhaltenden Blick: „Es wird brutal schwer für uns in der Rückrunde nochmal diese Anzahl an Punkten zu holen. Trotzdem wollen wir alles versuchen, so lange wie möglich oben mitzuspielen, wissen aber, dass dafür wieder viele Faktoren auf unserer Seite sein müssen.“ Ein konkretes, aber doch bescheidenes Ziel kann er uns auch nennen: „Wenn wir am Ende unter den Top sechs landen, haben wir alles richtig gemacht.“
Am Sonntag (1. Februar, 13.30 Uhr) geht es dann zum Rückrundenauftakt gegen Viktoria Wuppertal Rott, gegen welche der SC in der Hinrunde einen guten 3:0-Start in die Saison feiern konnte. Möchte die Schobhofen-Elf auch in der Rückrunde wieder oben ernsthaft mitspielen, wäre ein Erfolg gegen die Viktoria ein Ausrufezeichen an die Liga.
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