Der ASV Dachau musste sich nach zuletzt siegreichen Wochen gegen den SE Freising geschlagen geben. Die Elf von Trainer Koston verlor knapp mit 0:1.
Dachau - Der ASV Dachau reihte in den ersten Wochen der Bezirksliga-Nord-Saison Sieg an Sieg. Es gab aber immer wieder Phasen, in denen die Stadtwälder die Kontrolle abgaben. Im ersten Härtetest gegen den SE Freising wurde dem Spitzenreiter dies nun erstmals zum Verhängnis. Der ASV verlor mit 0:1 (0:0). „Wir müssen es schaffen, auch in schlechteren Phasen die Kontrolle zu behalten”, sagte Trainer Matthias Koston anschließend.
In der ersten Hälfte lief noch fast alles nach Plan. Die Spieler beider Mannschaften investierten ab der ersten Minute viel. Die Dachauer hatten mehr Ballbesitz und setzten unter anderem auf kurze Pässe, Freising hielt robust dagegen. Komplett konnten die Gäste die ASV-Offensive aber nicht ausschalten. David Dworsky hatte zwei gute Chancen auf die Führung, er scheiterte aber ebenso wie Sergen Retzep und Max Bergner. Letzterer nahm es nach einer halben Stunde mit der Freisinger Verteidigung auf, sein Abschluss schrammte aber knapp am langen Eck vorbei.
Von der Offensive der Gäste kam vor der Pause wenig. Und so war es wie in fünf der ersten sechs ASV-Spielen der Saison: Dachau ging ohne Gegentor in die Halbzeitpause. Die tat der Eintracht deutlich besser. Die Elf von Trainer Alexander Schmidbauer presste höher, verwickelte die ASV-Kicker in Zweikämpfe und nahm ihnen so den Rhythmus. Das Resultat: Dachau wich von seinen kurzen Pässen ab. „Wir haben viele lange Bälle in die falschen Räume gespielt. Das war nicht gut”, kritisierte Koston die Reaktion seiner Mannschaft auf das SEF-Pressing. Der Ballbesitz wechselte nun häufig. Das Spiel war nun nicht mehr so ansehnlich wie vor der Pause.
Den Freisingern konnte das egal sein. Sie hatten dem ASV die Spielfreude genommen. Und es kam noch besser für die Gäste: Denn in der 82. Minute brachte sich die Dachauer Hintermannschaft mit ungenauen Pässen selbst in Bedrängnis. Stephan König eroberte den Ball, wurde aber noch abgegrätscht. Die Kugel landete bei Christian Schmuckermeier – und der SEF-Torjäger ließ sich die Chance nicht nehmen. In der Folge versuchte der ASV alles, doch Freising brachte die Führung sicher ins Ziel. Durch diesen Sieg zog die Eintracht in der Tabelle an den Dachauern vorbei.
Für den ASV endete damit die Serie von sechs Siegen in sechs Spielen. „Wir haben nach wie vor viel Arbeit vor uns. Wir hatten bereits in den letzten Partien schwächere Phasen. Dieses Mal war es sogar eine ganze Hälfte”, so Koston. (Moritz Stalter)