2025-04-02T15:12:16.030Z 1743796854239

Spielvorbericht
Auf dem Weg zu alter Bestform:  Moritz Müller (l.) war der überragende Mann und schoss den FC zum Sieg.
Auf dem Weg zu alter Bestform: Moritz Müller (l.) war der überragende Mann und schoss den FC zum Sieg. – Foto: Oliver Rabuser

Garmisch-Partenkirchen muss zum VfR Garching – Bleibt Schwinghammer über den Winter hinaus?

Landesliga Südost

FC-Kapitän Moritz Müller spricht offen über die Gründe für die Trendwende. Zum Abschluss des Halbjahres wartet der VfR Garching.

Ein letztes Mal schnüren die Fußballer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen ihre Schuhe, dann geht es in die Winterpause. Beim VfR Garching (heute, 19.30 Uhr) geht es für den Landesligisten jedoch noch einmal um mehr als spröde drei Punkte. Die Elf vom Gröben kann sich nicht nur ein Polster zu einem weiteren Abstiegskonkurrenten verschaffen, sondern auch mit dem fünften Sieg in Serie ihrem Interimstrainer eine Fortsetzung seiner Tätigkeit über den Jahreswechsel hinaus noch schmackhafter machen.

Stefan Schwinghammer möchte „zum Abschluss alles versuchen, um zu punkten“. Sein Abschied ist aber freilich nicht gewiss. Die Zweideutigkeit mischte sich unfreiwillig in Schwinghammers Ankündigung. Wer ihn kennt, der weiß, dass sein Fokus allein der anstehenden Pflichtaufgabe gilt. Klarer drückt sich da schon Moritz Müller aus. Der FC-Kapitän stellt im Namen der gesamten Mannschaft klar: „Es klappt mit ihm, wir würden gerne mit dem Speedy weitermachen.“ Müller verweist aber auch auf die Nachrangigkeit des Teamwillens. „Es ist seine Entscheidung und die des Vereins. Wir müssen mit jedem Trainer zurechtkommen.“

Trainerwechsel hatte den erwünschten Effekt bei Garmisch-Partenkirchen

Taten die FC-Kicker unstreitig auch mit Florian Heringer. Die unverzügliche Korrektur des Ausrutschers in die Bezirksliga, aber auch die fantastische Rückserie der Vorsaison sind der Beweis. Nur hatte sich das Miteinander ein wenig abgenutzt. Einer dezidierten Aufarbeitung, was genau nicht mehr funktionierte, in welchen Details der Feuereifer etwas abhandenkam, oder sich Routinen verfestigt haben, schiebt Müller einen Riegel vor. Heringers Arbeit verdient große Anerkennung. Der 25-Jährige berichtet lediglich über den puren Effekt des Trainerwechsels: Der neue Besen aus Ohlstadt kehrt trotz selbst eingeräumter Gebrauchsspuren wie ein Laubbläser.

Es ist verrückt, welchen Effekt so ein Trainerwechsel haben kann. „Jeder musste sich an die eigene Nase fassen, hat kapiert, dass er mehr machen muss“, stellt Müller fest. Plötzlich sind die zuvor vermissten, fehlenden Prozente wieder sichtbar. In puncto Selbstreflexion fängt Müller bei sich selbst an. Wie es sich für einen Anführer gehört. Der Hausbau forderte ihn und ging zu Lasten der Trainingsbeteiligung. „Du bist mit dem Kopf oft woanders, und der Schwerpunkt liegt nicht immer beim Fußball“, räumt der Maxlrieder ein. Diese Vakanz zu kompensieren, sei kein Selbstläufer. „Das geht nicht von heute auf morgen, und du schießt auch nicht gleich in jedem Spiel wieder drei Tore.“ Besagte drei Treffer markierte der FC-Stürmer kombiniert in den beiden vergangenen Partien. Mit neun Treffern befindet sich Müller analog zu seinem Anspruch endlich im vorderen Drittel der besten Torjäger in der Landesliga Südost wieder.

Erreicht ist aber auch nach zwölf Punkten in Serie noch nichts. Der Respekt vor den Garchingern ist nicht nur wegen der 2:4-Hinspielniederlage da. „Es gibt für uns keine leichten Gegner mehr“, unterstreicht Müller. „Wenn man zurückblickt, was wir alles haben liegen lassen, so ist das unfassbar ärgerlich.“ Das ist es am Wochenende auch für Noah Pawlak, der passen muss. Sollte Jakob Jörg ob seines gereizten Knies nicht auflaufen können, rückt Elian Schmitt von der Außenbahn auf die Sechs.

Aufrufe: 029.11.2024, 07:01 Uhr
Oliver RabuserAutor