
Der Kreisliga-Cup des SV Althengstett am heutigen Sonntag hat gezeigt, wie dicht, fordernd und emotional Hallenfußball sein kann. Zwölf Mannschaften, drei Vorrundengruppen, zwölf Minuten Spielzeit – und am Ende ein Turniersieger, der sich durch mehrere enge Entscheidungen kämpfen musste. Der FV Radnik Sindelfingen setzte sich im Finale mit 2:1 gegen die Sportfreunde Gechingen durch und gewann ein Turnier, das von Neunmeterschießen, knappen Ergebnissen und wachsendem Druck bis tief in den Abend geprägt war.
Auftakt ohne Abtasten
Schon die ersten Spiele machten deutlich, dass dieses Turnier keinen Raum für langsames Hineinfinden lässt. Der TSV Ehningen II startete mit einem 2:1 gegen den Gastgeber SV Althengstett II und setzte damit früh ein Zeichen in Gruppe A. Parallel dazu gewann der SV Wittlensweiler klar mit 4:1 gegen den TSV Grafenau. In Gruppe B eröffnete der TSV Neuhengstett mit einem 3:0 gegen den SV Perouse, während der VfB Obertürkheim die JSG Hengstett knapp mit 1:0 bezwang. In Gruppe C unterstrichen GW Ottenbronn II mit einem 4:0 gegen die Sportfreunde Gechingen und Radnik Sindelfingen mit einem 3:0 gegen den PSV Stuttgart ihre Ambitionen.
Gruppe A: Ehningen II zieht davon
In Gruppe A wurde der TSV Ehningen II zur bestimmenden Mannschaft. Nach dem Auftaktsieg gegen Althengstett II folgte ein 4:1 gegen den TSV Grafenau und ein deutliches 5:1 gegen den SV Wittlensweiler. Drei Siege, 11:3 Tore und neun Punkte bedeuteten Platz eins. Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf. Wittlensweiler sammelte vier Punkte und kam auf 6:7 Tore. Der Gastgeber SV Althengstett II blieb mit zwei Punkten und 4:5 Toren knapp dahinter, während der TSV Grafenau mit einem Punkt und 4:10 Toren das Tabellenende belegte.
Gruppe B: Neuhengstett mit Offensivkraft
Der TSV Neuhengstett dominierte die Gruppe B mit klarer Zielstrebigkeit. Ein 3:0 gegen Perouse, ein 6:2 gegen den VfB Obertürkheim und ein 6:3 gegen die JSG Hengstett sorgten für neun Punkte und ein Torverhältnis von 15:5. Der VfB Obertürkheim folgte mit sechs Punkten und 4:6 Toren auf Rang zwei, getragen von Siegen gegen Hengstett und Perouse. Der SV Perouse sammelte drei Punkte, die JSG Hengstett blieb ohne Zähler, zeigte aber mit drei Treffern gegen Neuhengstett Moral.
Gruppe C: Radnik Sindelfingen ohne Gegentor
In Gruppe C setzte der FV Radnik Sindelfingen die klarsten Akzente der Vorrunde. Drei Siege, 9:1 Tore und neun Punkte – das 3:0 gegen den PSV Stuttgart, das 2:1 gegen die Sportfreunde Gechingen und das 4:0 gegen GW Ottenbronn II zeugten von Stabilität und Effizienz. Ottenbronn II wurde mit sechs Punkten und 7:4 Toren Zweiter, Gechingen belegte Rang drei, der PSV Stuttgart blieb punkt- und torlos.
Viertelfinale: Entscheidungen vom Punkt
Mit Beginn der K.-o.-Phase nahm die Dramatik spürbar zu. Der TSV Ehningen II setzte sich gegen den SV Perouse erst nach Neunmeterschießen mit 3:2 durch. Auch das Duell zwischen dem TSV Neuhengstett und den Sportfreunden Gechingen wurde vom Punkt entschieden – Gechingen gewann mit 4:3 nach Neunmeterschießen. Der SV Wittlensweiler schlug GW Ottenbronn II mit 4:1, während Radnik Sindelfingen den VfB Obertürkheim mit 2:1 bezwang.
Halbfinale: Nerven und Nuancen
Die Halbfinals hielten das hohe Spannungsniveau. Ehningen II und Gechingen lieferten sich ein enges Duell, das erneut im Neunmeterschießen entschieden wurde – mit dem besseren Ende für Gechingen, das sich 6:5 durchsetzte. Im zweiten Halbfinale setzte sich Radnik Sindelfingen ebenfalls vom Punkt durch und gewann gegen Wittlensweiler mit 5:3 nach Neunmeterschießen. Zwei Spiele, in denen nicht Dominanz, sondern Präzision unter Druck den Ausschlag gab.
Platz drei für Ehningen II
Im Spiel um Platz drei fand der TSV Ehningen II noch einmal die nötige Energie. Mit einem 5:4 gegen den SV Wittlensweiler sicherte sich Ehningen einen versöhnlichen Abschluss und bestätigte die starke Vorrundenleistung auch in der Endabrechnung.
Finale: Radnik behält die Kontrolle
Das Endspiel brachte die beiden Teams zusammen, die sich durch unterschiedliche Wege ins Finale gearbeitet hatten. Die Sportfreunde Gechingen hatten mehrfach ihre Nervenstärke bewiesen, Radnik Sindelfingen war über den gesamten Abend hinweg konstant geblieben. Im Finale setzte sich Radnik mit 2:1 durch und krönte sich damit zum Turniersieger des Kreisliga-Cups in Althengstett.
Ein Turnier der engen Grenzen
Der Kreisliga-Cup 2025 zeigte, wie schmal die Linien im Hallenfußball verlaufen. Neunmeterschießen entschieden über Halbfinaleinzüge und Finalteilnahmen, Favoriten gerieten unter Druck, Außenseiter wuchsen an ihren Aufgaben. Radnik Sindelfingen gewann nicht durch Spektakel, sondern durch Konsequenz und Stabilität. Althengstett erlebte einen langen, intensiven Hallenabend – und ein Turnier, das bis zur letzten Minute offen blieb.
