Die erste Saisonhälfte der Aufstiegsrunde der Bezirksliga Oberschwaben zeigt den FV Bad Schussenried als klaren Favoriten. Mit einer makellosen Bilanz von fünf Siegen in fünf Spielen und einer starken Defensive liegt das Team auf Kurs zur Landesliga. Im Rennen um die Aufstiegsrelegation ist die SG Ringschnait/Mittelbuch in einer aussichtsreichen Position. In der Abstiegsrunde müssen noch viele Teams zittern.
Der FV Bad Schussenried setzte in den ersten fünf Spielen ein klares Zeichen. Mit 15 Punkten und einem beeindruckenden Torverhältnis von 14:2 führt das Team die Tabelle an. Die Grundlage ihres Erfolgs liegt in einer stabilen Defensive und effizienten Offensive, wie der 4:0-Auswärtssieg gegen Uttenweiler und der knappe 1:0-Erfolg gegen Sulmetingen zeigen. Besonders der 3:2-Sieg im Spitzenspiel gegen Blönried/Ebersbach am 5. Spieltag unterstreicht die Ambitionen des Tabellenführers.
Die SG Ringschnait/Mittelbuch hält mit 12 Punkten und einer starken Offensive (15 Tore) den Anschluss an die Tabellenspitze. Das Team zeigte besonders beim 5:2 gegen Blönried/Ebersbach seine Offensivqualitäten. Der einzige Rückschlag kam durch die 1:2-Niederlage gegen Krauchenwies/Hausen/Göggingen. Um Bad Schussenried noch abzufangen, muss die SG nach der Winterpause weiter konstant punkten.
Der FC Krauchenwies/Hausen/Göggingen belegt mit 10 Punkten Rang drei und ist ein unangenehmer Gegner für die Favoriten. Besonders der 2:1-Erfolg gegen Ringschnait/Mittelbuch am 5. Spieltag war ein Achtungserfolg. Dennoch gab es Rückschläge, wie die deutliche 1:4-Niederlage gegen Sigmaringen. Mit einem stabileren Defensivverhalten könnte Krauchenwies sogar in den Kampf um die Relegation eingreifen.
Der SV Sigmaringen (8 Punkte) und die SGM Blönried/Ebersbach (ebenfalls 8 Punkte) agieren solide, ohne jedoch bislang in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Sigmaringen überzeugte beim 7:0-Kantersieg gegen Uttenweiler, zeigte jedoch Schwächen in der Defensive. Blönried/Ebersbach beeindruckte beim 5:0 gegen Steinhausen, muss jedoch mehr Konstanz in die Ergebnisse bringen.
Am Tabellenende steht der SV Uttenweiler mit nur einem Punkt aus fünf Spielen und einer desolaten Defensive (18 Gegentore). Einzig beim 1:1 gegen Ummendorf/Fischbach konnte das Team einen Punkt ergattern.
Die Aufstiegsrunde bot zahlreiche Highlights, darunter das Torfestival beim 7:0 von Sigmaringen gegen Uttenweiler und den knappen 3:2-Sieg von Bad Schussenried gegen Blönried/Ebersbach. Die zweite Saisonhälfte verspricht ein spannendes Duell zwischen Bad Schussenried und Ringschnait/Mittelbuch um den direkten Aufstieg. Auch Krauchenwies könnte mit einer starken Serie noch ein Wort mitreden.
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Mit vier Siegen aus sieben Spielen (13 Punkte) führt der SV Burgrieden die Tabelle an. Besonders beeindruckend war der 4:1-Auswärtserfolg gegen Türkspor Biberach am dritten Spieltag. Doch auch Rückschläge, wie die 2:4-Niederlage gegen die Sportfreunde Schwendi, zeigen, dass die Tabellenführung nicht selbstverständlich ist. Dennoch bleibt Burgrieden dank ihrer offensiven Stärke (15 Tore) das Team, das es zu schlagen gilt.
Der TSV Kirchberg/Iller und Türkspor Biberach teilen sich den zweiten Platz mit jeweils 13 Punkten. Kirchberg glänzte mit einem knappen 1:0-Sieg gegen Schemmerhofen am achten Spieltag und einem wichtigen 3:2-Auswärtserfolg bei den Sportfreunden Schwendi. Türkspor hingegen zeigte eine solide Defensive, wie beim 1:0 gegen Warthausen. Beide Teams müssen in der Rückrunde jedoch Konstanz beweisen, um nicht in den Abstiegssog zu geraten.
Die SG Ertingen/Binzwangen und die SF Hundersingen sind mit 12 bzw. 10 Punkten nur knapp über dem Strich. Hundersingen beeindruckte mit einem 5:1-Sieg gegen Schwendi, ließ jedoch wichtige Punkte, wie bei der 0:1-Niederlage gegen Schemmerhofen, liegen. Ertingen agiert stabil, muss aber vor allem in der Defensive zulegen, um nicht in den Relegationsplatz abzurutschen.
Am Tabellenende stehen die SGM Altshausen/Ebenweiler (5 Punkte) und der SV Baustetten, der bisher ohne Punktgewinn blieb. Während Altshausen mit einem überraschenden 3:1-Sieg gegen Burgrieden ein Lebenszeichen sendete, bleibt Baustetten weiter chancenlos. Mit nur drei Toren und 13 Gegentreffern zeigt sich die Offensive von Baustetten erschreckend harmlos.
Die Abstiegsrunde bietet bereits nach der ersten Saisonhälfte zahlreiche Geschichten. Der Kampf um den Klassenerhalt wird in der Rückrunde noch intensiver. Besonders die engen Abstände versprechen Spannung bis zum letzten Spieltag. Für Baustetten und Altshausen wird es hingegen eine Mammutaufgabe, den Klassenerhalt noch zu schaffen.