Futsal Allgäu ist nun selbständig
Tom Neitzel - vom Teammanager zum Vereinsboss
Futsal Allgäu steht ab sofort auf eigenen Beinen. Waren die Dribbelkünstler all die vergangenen Jahre stets als Unterabteilung beim BSK Olympia Neugablonz und zuletzt bei der SpVgg Kaufbeuren geführt, gehen die Verantwortlichen nun den eigenen Weg der Selbstständigkeit.
Es war ein langer und steiniger Weg, den Tom Neitzel und sein Team vor der Brust hatten. „Wir wussten, dass dieses Unterfangen nicht einfach werden würde. Aber wir haben es gewagt und sind nun ein eigenständig geführter Verein“, so neue Vereinschef, der viele unzählige Stunden damit verbracht hat, die bürokratischen Hürden, die nun einmal bei einer Vereinsgründung nötig sind, zu überwinden. Telefonate mit dem Registergericht Kempten gehörten genauso dazu, wie das Anpassen der Vereinssatzung, die Gründungsversammlung und weitere Hindernisse, ehe alles in trockenen Tüchern war. Futsal Allgäu gehört als eingetragener Verein nun auch dem Bayerischen Fußball-Verband und Bayerischen Landessport-Verband an. Gab es als Unterabteilung beim BSK und der SVK noch die eine oder andere zusätzliche Unterstützung, so ist der neue Vorstand künftig selbst gefordert. „Positiv ist, dass wir nunmehr unsere Mitgliedsbeiträge selbst behalten und damit planen können. Das war davor anders“, betont Neitzel.
Um die Finanzen kümmert sich Lisa-Maria Schüler, die selbst als Aktive bei den Frauen der SpVgg Kaufbeuren kickt. Sie freut sich genauso auf ihre neue Aufgabe, wie Marco Steiner, der als Zweiter Vorstand agiert, um auch Tom Neitzel zu entlasten. Mirhan Kaya, der selbst noch für den FSV Marktoberdorf im Freien im Einsatz ist und parallel für Futsal Allgäu in der Halle spielt, verantwortet künftig die Position des Schriftführers. Mit Jürgen Beck konnte Neitzel einen Unternehmer aus Buchloe gewinnen, der sich fortan als Beisitzer für das Sponsoring und die Vermarktung von Futsal Allgäu kümmert. Beck ist die Vereinsarbeit überhaupt nicht fremd, kann somit auch sein ganzes Wissen und Know-How mit einbringen. Eine eigene Sponsoringmappe ist bereits erstellt und an viele Gönner und Unternehmer bereits verschickt worden. Die Kosten für den Spielbetrieb in der Futsal-Regionalliga Süd sind zwar noch überschaubau, trotzdem geht eine Saison mit Auswärtsfahrten, Schiedsrichter- und Spieltagskosten insgesamt in die Tausende. „Wir sind überaus froh, dass wir keine Kosten für die Hallennutzung bezahlen müssen“, macht Neitzel deutlich. Die Heimspielstätte bleibt weiterhin die Dreifachturnhalle in Neugablonz. „Wir sind im Allgäu das einzige Futsalteam, das höherklassig agiert und in der zweithöchsten Liga Deutschlands spielt“, ist Vereinschef Tom Neitzel bewusst, dass die Tätigkeiten nicht weniger werden.
Bis zum Saisonstart am 21. September mit dem Auswärtsspiel bei den Futsal Panthers Ingolstadt bleibt nicht mehr ganz so viel Zeit. Die neu gestaltete Homepage soll bis zu diesem Zeitpunkt freigeschaltet und fertig sein. „Wir fahren momentan zweigleisig, weil wir einige Themen, die uns als neuer Verein betreffen, genauso auf der Prioritätenliste haben, wie der Start in die neue Saison.“ In den vergangenen Spielzeiten hatte Tom Neitzel bereits als Teammanager alle Hände voll zu tun. Das dürfte sich künftig nicht ändern, wenngleich die Mannschaft hinter den Kulissen größer ist. Der gesamte Vorstand, neue Mitglieder, die futsalverrückt sind, und weitere ehrenamtliche Kräfte werden mit vollem Elan in die neue Saison gehen. Schließlich wird die Spielzeit 2024/25 unter einem völlig neuen Stern stehen: Die erste Premierensaison als eigenständiger Verein.