2026-03-05T07:49:35.839Z

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Fußhöller: "Da packe ich die Jungs bei der Ehre"

Fortuna will die Heimbilanz aufbessern, während der Gast das 0:4-Debakel aus der Hinrunde vergessen machen möchte.

von Andreas Santner · Heute, 11:09 Uhr · 0 Leser
Der FC Hennef könnte dank der Direktduelle wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln.
Der FC Hennef könnte dank der Direktduelle wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. – Foto: Boris Hempel

Das Aufeinandertreffen zwischen der U23 von Fortuna Köln und dem FC Hennef 05 hat sich über die vergangenen Jahre beinahe zu einem Traditionsduell der Mittelrheinliga entwickelt. Beide Teams verbuchten nach der Winterpause jeweils einen Sieg und eine Niederlage.

Elf Aufeinandertreffen, kein Remis

Die Vorzeichen für die Gastgeber aus der Kölner Südstadt sind dabei durchaus kurios. Mit 27 Punkten steht die Fortuna zwar solide im gesicherten Mittelfeld, doch die Heimbilanz im Jean-Löring-Sportpark lässt noch zu wünschen übrig. Teammanager Stefan Kleefisch blickt mit einer Mischung aus Respekt und Vorfreude auf die Begegnung: „Das Spiel ist in den letzten Jahren zu einem Traditionsduell in der Mittelrheinliga geworden. Unsere Statistik gegen Hennef ist kurios. Die ersten sechs Spiele haben wir verloren, es folgten fünf Siege, zuletzt sogar viermal zu Null, noch nie gab es ein Remis.“ Besonders die Erinnerung an den rettenden 2:0-Heimsieg der vergangenen Saison ist im Verein noch präsent.

Für die Fortuna bietet die Partie zudem eine interessante personelle Note. Mit Abdul Bance und Daniel Sopo stehen zwei Akteure im Hennefer Kader, die zuvor das Trikot der Gastgeber trugen. Zudem kommt es an der Seitenlinie zu einem besonderen Wiedersehen: Fortuna-Trainer Iraklis Metaxas trifft auf seinen ehemaligen Spieler Nils Teixeira, der nun die Geschicke in Hennef leitet. Kleefisch warnt jedoch davor, den Gegner am deutlichen 4:0-Erfolg aus dem Hinspiel zu messen: „Hennef hat sich gegenüber dem Hinspiel stabilisiert. Kai Schusters, Oshomah Ichue und Levi Dang sind gefährliche Angreifer. Wir wollen dennoch mit einem weiteren Heimsieg in 2026 unsere bis dato magere Bilanz zumindest mal ausgleichen.“

Hennef: Entwicklung gut, Punktausbeute ausbaufähig

Beim FC Hennef 05 ist die Motivationslage klar umrissen. Die deutliche Schlappe aus dem ersten Aufeinandertreffen schmerzt noch immer. Der sportliche Leiter Frank Fußhöller sieht die Mannschaft jedoch auf einem guten Weg, auch wenn die knappe 0:1-Niederlage gegen den Tabellenzweiten Hohkeppel zuletzt einen Dämpfer versetzte. „Rein von der Entwicklung der Mannschaft her bin ich mit dem Rückrundenauftakt sehr zufrieden. Man merkt deutlich, dass eine Weiterentwicklung da ist und die Tendenz stimmt auf jeden Fall“, bilanziert Fußhöller und fügt hinzu: „Wir haben gegen Fortuna II noch etwas gutzumachen. In der Hinrunde war das eines unserer schlechtesten Spiele der Saison, als wir zu Hause 0:4 verloren haben. Da packe ich die Jungs auch ein Stück weit bei der Ehre, dass wir das diesmal besser machen und mit etwas Zählbarem nach Hause zurückkommen.“

Saisonende für Oelbaum?

Bitte für Hennef ist der Ausfall von Kenny Oelbaum, der sich gegen Hohkeppel einen Rippenbruch zuzog, in dessen Folge ein Teil seiner Lunge kollabierte. „Er wurde stationär ins Krankenhaus aufgenommen und wird dort noch einige Zeit bleiben müssen. Ob er in dieser Rückrunde überhaupt noch einmal zur Verfügung stehen wird, müssen wir abwarten. Für den Jungen ist das natürlich sehr bitter“, erklärt Fußhöller. Da auch Ansgar Pflüger mit einer Rippenverletzung ausfällt, Lukas Kubek rotgesperrt fehlt und Lukas Hahn mit Fersenproblemen kämpft, ist die Personaldecke dünn. Immerhin kehrt Levy Dang nach seiner Gelbsperre zurück.

Trotz der personellen Sorgen erwartet Fußhöller ein spielstarkes Duell: „Ich denke, dass uns Fortuna auch liegen kann. Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die Fußball spielen wollen. Ich erwarte ein Duell auf Augenhöhe, bei dem am Ende die Tagesform entscheiden wird.“ Während die Fortuna also den Klassenerhalt mit einem weiteren Heimsieg fast schon finalisieren könnte, geht es für Hennef darum, den Aufwärtstrend trotz aller Widrigkeiten in Punkte umzumünzen.