Alle, die am 8. Spieltag der Kreisliga Süd hohe Siege des klar favorisierten Führungsduos gegen die beiden Schlußlichter der Tabelle erwartet hatten, sollten sich täuschen. Sowohl Spitzenreiter 1. FC Rieden (1./19 - gegen den Rangdreizehnten SV Kohlberg), als auch der Tabellenzweite Upo (2./19 - beim Letzten ASV Haselmühl) gewannen ihre Matches nur knapp mit 1:0, holten damit aber - und das zählt letztendlich - den eingeplanten vollen Ertrag und vergrößerten ihren Vorsprung auf die "Verfolgermeute" damit auf vier Punkte.
Vier dieser Mitstreiter am oberen Rand des Klassements standen sich in direkten Duellen am Wochenende gegenüber. Keinen Sieger hatte dabei die Auseinandersetzung des SV Freudenberg (4./14) mit dem SV Schmidmühlen (3./15), am Ende stand ein 2:2 auf der Anzeigetafel. In Partie 2 hielt der TSV Königstein (6./14) den TuS Rosenberg (7./14) mit 4:1 nieder und zog mit diesem nun nach Punkten gleich. Neu im Kreis der Interessenten an den ganz vorderen Plätzen ist nach dem Wochenende der TuS WE Hirschau (5./14), der nach dem hohen 8:0 gegen die SG Kastl/Utzenhofen einige Stufen auf der Tabellenleiter hochsteigen durfte.
Schließlich ein Blick in den dunklen, miefigen Tabellenkeller: Kohlberg (13./3) und Haselmühl (14./3) also knapp am Punktgewinn vorbei, die davor platzierten SG Kastl (12./6) und SV Hahnbach II (11./6 - 1:4 in Raigering) ebenfalls ohne eingefahrenes Punktegut. Diese vier Mannschaften zieren demnach weiterhin das unterste Gefilde der Rangliste.
Spielbericht siehe Ligavorschau vom Freitag.
Mit einer äußerst angespannten Personallage angereist, standen Vorzeichen für die Gäste schon vor dem Anpfiff schlecht. Ersatzgeschwächt und mit zwei zusätzlichen Ausfällen während der Partie sah die SG gegen einen konzentriert zu Werke gehenden Gastgeber kein Land und musste eine schmerzliche, hohe Niederlage einstecken. Durch dieses klare Ergebnis haben sich die Kaoliner nun nach zehn Punkten aus den letzten vier Partien dem oberen Tabellendrittel weiter genähert, während die Spielgemeinschaft weiter auf dem Schleudersitz ausharren muss.
"Ehrlicherweise muss man sagen, dass unser Gegner heute sehr große personelle Probleme hatte. Dass dann die Spielweise, nur hinten dicht zu machen, uns nicht unbedingt immer zugute kommt, ist klar. Dass wir dann innerhalb von zehn Minuten zwei Tore machen, gab uns Hoffnung. Dazu kommt aber auch, dass unser Gegner gleich zwei Verletzungen hinnehmen musste. Für uns hieß es von nun an, das Spiel konzentriert weiterzuspielen, was uns an diesem Tag voll und ganz gelungen ist. Das ist trotz allem für uns keine Selbstverständlichkeit, gegen einen geschwächten Gegner Tore zu erzielen. Daher Kompliment an unsere gesamte Mannschaft und weiterhin viel Glück für Kastl/Utzenhofen", so TuS WE-Coach Christian Helleder.
"Da wir ohne gelernten Torwart, mit einigen angeschlagenen Spielern und zusätzlich mit Spielern, die schon das Vorspiel bestreiten mussten, antreten mussten, hatten wir gegen Hirschau nicht den Hauch einer Chance. Am meisten schmerzt jedoch, dass sich ein junger Spieler von uns vermutlich schwerer verletzt hat, ihm wünsche ich nur alles Gute und eine hoffentlich schnelle Genesung. So können wir im Moment nur hoffen, dass sich unsere personelle Situation so schnell wie möglich wieder bessert, damit wir auch wieder konkurrenzfähig sind", sagte Gästespielertrainer Marius Ehrnsperger.
Tore: 1:0 Johannes Pfab (3.), 2:0 Johannes Bleisteiner (11./Eigentor), 3:0 Jannik Meier (44.), 4:0 Noah Fellner (52.), 5:0 Jannik Meier (64.), 6:0 Noah Fellner (74.), 7:0 Jannik Meier (80.), 8:0 Felix Reichenauer (81.) - Schiedsrichter: Markus Hann - Zuschauer: 100
Während die Heimelf nach dem Schlußpfiff insbesondere den verpassten Möglichkeiten des zweiten Spielabschnitts nachtrauerte, waren die Gäste aus dem Vilstal trotz einer 2:0-Führung am Ende mit dem Remis zufrieden, brachten sie doch über die gesamte Distanz ihre spielerischen Qualitäten nicht wie gewohnt auf den Platz. Beide Coaches, selbst Torschützen, fassen die Geschehnisse der 90 und ein paar mehr Minuten aus ihrer Sicht zusammen:
"In der Anfangsphase waren wir sehr gut im Spiel und hatten zwei oder drei Chancen, um in Führung zu gehen, die wir leider nicht nutzen konnten. Wie es im Fußball dann so oft ist, macht Schmidmühlen mit der ersten Halbchance das 0:1 und konnte durch einen Elfmeter sogar auf 0:2 erhöhen. Ab diesem Zeitpunkt hatten wir das Spiel total im Griff und kamen noch vor der Halbzeit innerhalb von sechzig Sekunden zum mehr als verdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit hatten wir eine Vielzahl von Torchancen, aber leider war das Spielglück heute nicht auf unserer Seite, sodass wir mit dem Unentschieden leben müssen. Davor hätte ich dieses Ergebnis unterschrieben, im Nachhinein sind es zwei verlorene Punkte", so die Bewertung von SVF-Spielertrainer Basti Bauer.
"Das erwartet schwere Spiel gegen einen sehr guten Gegner. Wir taten uns über 90 Minuten schwer, Kontrolle in unserer Spiel zu bekommen und mussten einige brenzlige Situationen überstehen. Trotz unserer Führung schafften wir es leider nicht, das Spiel zu bestimmen und bekamen noch vor der Halbzeit beide Gegentore durch einen Doppelschlag. In der zweiten Halbzeit war es natürlich ein Fight von beiden Teams und meine Mannschaft zeigte alles, was man braucht, wenn man spielerisch mal nicht ins Spiel findet. Wir kämpften um jeden Zentimeter auf dem Feld hauten alles raus und haben uns deshalb dieses Unentschieden einfach verdient", meinte der Spielertrainer des SVS, Alex Greger.
Tore: 0:1 Majd Alhasweh (20.), 0:2 Alexander Greger (29./Strafstoß), 1:2 Maximilian Hirsch (41.), 2:2 Sebastian Bauer (42.) - Schiedsrichter: Markus Schreiner - Zuschauer: 220
Am Ende klar entschied die Winkler-Truppe dieses Verfolgerduell zu ihren Gunsten, dass am Ende ein deutliches 4:1 zu Buche stand, war allerdings im ersten Abschnitt keineswegs schon zu erwarten. Denn da zeigten die Hüttenstädter, warum sie im oberen Tabellendrittel zuhause sind und bereiteten ihrem Gastgeber schon die ein oder andere Sorgenfalte. Knackpunkt dürften schließlich die Minuten der Nachspielzeit in Halbzeit 1 gewesen sein, in der die Heimelf per Doppelschlag das Blatt wendete. Die beiden Treffer zeigten nach Wiederbeginn bei Rosenberg ihre Wirkung, letztlich behielt der Gastgeber jederzeit das Heft in der Hand und stellte durch zwei weitere Einschüsse den von der Höhe her nicht unbedingt zu erwartenden Heimsieg sicher.
"Mit dem TuS Rosenberg gastierte wie erwartet ein schwer zu spielender Gegner in Königstein. Die ersten dreißig Minuten hatten wir mit der Offensive vom TuS ganz schön viel Arbeit. Das schnelle Tor war für uns nicht gerade förderlich und wir hätten auch 0:2 hinten liegen können. Wir bekamen das Spiel dann aber mehr und mehr in den Griff und erzielten kurz vor der Pause mit einem Doppelschlag die 2:1-Halbzeitführung. In der zweiten Halbzeit kontrollierten wir das Spiel und ließen nichts mehr zu. Das 3:1 und 4:1 war dann die logische Konsequenz. Am Ende haben wir verdient gewonnen gegen eine nie aufsteckende Rosenberger Mannschaft", so die Zusammenfassung von TSV-Übungsleiter Roland Winkler.
"Wir hatten uns viel vorgenommen, was uns in den ersten 10 Minuten auch super gelang. Wir konnten schnell das 1:0 machen und hatten dann im Gegenzug Glück, nicht direkt den Ausgleich zu bekommen. Danach hatten wir Spielvorteile, aber verpassten es, wirkliche Torchancen herauszuspielen. Kurz vor der Halbzeit dann ein zweifelhafter Elfmeter gegen uns. Danach war die Mannschaft unkonzentriert und Königstein drehte das Spiel zum Pausenpfiff. In der zweiten Halbzeit war unser Spiel sehr zerfahren und kein wirkliches Aufbäumen zu erkennen. Fazit nach 90 Minuten: Die Mannschaft hat eine super erste Halbzeit gezeigt, in der wir uns einfach nicht belohnt haben. Die zweite Halbzeit geht klar an Königstein, daher geht die Niederlage auch in Ordnung", so der Spielertrainer der Gäste, Christoph Bäumler.
Tore: 0:1 Niko Becker (3.), 1:1 Jakob Guttenberger (45.+2/Strafstoß), 2:1 Simon Lederer (45.+4), 3:1 Jakob Guttenberger (56./Strafstoß), 4:1 Udo Hagerer (70.) - Schiedsrichter: keine Angaben - Zuschauer: keine Angaben - Zeitstrafe für Florian Schuh (TSV/90.).
Im scheinbar ungleichen Duell taten sich die hochfavorisierten Gäste gegen einen leidenschaftlich dagegen haltenden Gastgeber schwer, den erwarteten Dreier mitzunehmen. Letztlich sollte ein Tor von Benedikt Herbrich für die Seitz-Elf reichen, um nach der Niederlage gegen Rieden in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die Heimelf nimmt das Positive mit in das am kommenden Wochenende stattfindende "Sechs-Punkte-Kellerduell" beim SV Kohlberg, das erste von nun vier aufeinanderfolgenden Matches gegen die direkte Konkurrenz aus dem unteren Tabellendrittel.
"Kämpferisch haben wir alles gegen den Favoriten in die Waagschale geworfen, was wir hatten beziehungsweise, was möglich war. Man hat gesehen, dass sich der Gegner gegen uns brutal schwer getan hat. Es wäre auch ein Unentschieden möglich gewesen. Kompliment an meine Jungs. Für uns ist der Fokus nun auf das kommende Wochenende gerichtet", so ASV-Coach Holger Fleck.
Tor: 0:1 Benedikt Herbrich (45.) - Schiedsrichter: Marco Daucher - Zuschauer: 150 - Zeitstrafen für Simon Liebl (31./Haselmühl) und Dominik Siebert (63./Upo).
Michael Weinfurtner sorgte mit einem Traumtor in der 87. Minute dafür, dass der Chancenwucher des 1. FC Rieden nicht mit einen völlig unnötigen Punktverlust bestraft wurde. Zuvor trafen die Vilstaler gleich dreimal das Gebälk, vergaben Torchancen zuhauf und leisteten sich sogar den Luxus, zwei Foulelfmeter nicht zu verwandeln. Die Gäste standen sehr tief und formierten ein wahres Abwehrbollwerk. Der einzige harmlose Schuss auf das Riedener Tor resultierte aus der 2. Minute, als Adrian Reil abgezogen hatte. Die Gastgeber kamen nach 10 Minuten des Abtastens immer besser ins Spiel und ein Angriff nach dem anderen rollte in Richtung des Kastens des Tabellenvorletzten. Der erste Ball an die Latte war ein Kopfball von Daniel Wein (29.), acht Minuten später war es Valentin Graml, der mit einem satten Weitschuss ebenfalls nur das Aluminium traf. Der SV Kohlberg-Röthenbach verteidigte mit Mann und Maus und warf sich in jeden Zweikampf.
Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Platzherren die Schlagzahl, doch der wacker kämpfende SV hielt weiter tapfer dagegen. Viele Fouls sorgten für eine Freistoßflut, aus der die Heimelf viel zu wenige Strafraumszenen initiieren konnte. In der 56. Minute traf Bastian Härtl mit einem Schuss aus der Drehung nur den Pfosten. In der 63. Minute konnte der eingewechselte Michael Fleischmann nur noch durch ein Foul im Strafraum gestoppt werden. Den fälligen Elfmeter von Calvin Morin, sowie den fulminanten Nachschuss von Maximilian Nimsch hielt der starke Gästekeeper Rene Rohr. Duplizität der Ereignisse nur fünf Minuten später, als erneut Fleischmann im Strafraum gelegt wurde. Diesmal war es Daniel Wein, der vom Punkt aus seinen Meister in Torwart Rene Rohr fand. Chancen danach im Minutentakt, doch das Runde wollte an diesem Tag einfach nicht in das Eckige. Als Sebastian Bergmann in der 84. Minute mit einer zehnminütigen Zeitstrafe wegen Spielverzögerung des Feldes verwiesen wurde, erlöste nur drei Minuten später Michael Weinfurtner mit einen tollem Schuss in den Winkel aus Rechtsaußen-Position die Riedener Fans mit dem vielumjubelten und erlösenden Siegtreffer. (Quelle: Spielbericht Peter Gattaut, 1. FCR)
"Kohlberg hat ein cleveres und leidenschaftliches Spiel gemacht, sie konnten immer wieder den Spielfluss stören und Nadelstiche setzen. Dennoch, denke ich, wenn man nach drei Alutreffern und zwei vergebenen Elfmetern durch einen Sonntagsschuss kurz vor Schluss noch gewinnt, darf man von einem glücklichen aber verdienten Erfolg sprechen", so FCR-Coach Bernd Scheibel.
"Mit dem allerletzten Aufgebot - es standen zwei AH-Spieler und ein Reaktivierter am Platz - haben wir alles gegeben und leidenschaftlich gekämpft. Natürlich hatten wir auch Glück - ich denke an die Bälle an Pfosten und Latte und die zwei, aus meiner Sicht fragwürdigen und dann vergebenen Elfmeter - und einen überragenden Schlussmann Rene Rohr. Während der zweiten Zeitstrafe - auch da bin ich der Meinung, dass diese und schon die erste überzogen war - kassieren wir das entscheidende Tor. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wir haben alles reingehauen, was ging. Kämpferisch war es überragend, darauf können wir aufbauen. Ein dickes Lob und ein Dankeschön an meine alten Männer, die sich in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Schade, einen Punkt hätten wir gerne mitgenommen, es sollte nicht sein. Nun ist der Fokus auf das Spiel gegen Haselmühl gerichtet, da wollen wir gewinnen", so Gästetrainer Philipp Siegert.
Tor: 1:0 Michael Weinfurtner (88.) - Schiedsrichter: Andre Luderer - Zuschauer: 100 - Zeitstrafen für Stefan Lang (55.) und Sebastian Bergmann (85./beide Kohlberg).
Vier Treffer schon in Halbzeit 1, der Gastgeber sorgte schon bis zum Pausentee dafür, dass die Messe zu seinen Gunsten gelesen war. Auch wenn sich die Gäste nach Wiederbeginn redlich um eine Ergebniskorrektur bemühten, mehr als der Ehrentreffer in der Schlußphase sollte ihnen nicht mehr gelingen. Während der SVR nun Kontakt zu den vorderen Plätzen aufgenommen hat, tritt der SVH im Tabellenkeller auf der Stelle.
"Ein wichtiger und verdienter Sieg, den wir natürlich gerne mitnehmen. Das Spiel war im Endeffekt zur Halbzeit entschieden, danach haben beide Mannschaften nicht mehr viel angeboten. Jetzt wollen wir den Schwung logischerweise unbedingt ins nächste Auswärtsspiel mitnehmen", so der Sportliche Leiter des SVR, Flo Hiltl.
Gästespielertrainer Christian Gäck war enttäuscht: "Ein gebrauchter Tag für uns. Durch Unsicherheiten und leichtsinnige Fehler haben wir es dem Gegner in der ersten Hälfte leider viel zu leicht gemacht und ihn somit auf die Siegesstraße gebracht."
Tore: 1:0 Jakob Sabisch (5.), 2:0 und 3:0 Timo Rubenbauer (21. per Strafstoß/23.), 4:0 Christian Dowridge (45.), 4:1 Christian Gäck (85.) - Schiedsrichter: Lukas Schwendner - Zuschauer: 130