Am Freitagabend steht in der Fußball-Oberliga Niedersachsen ein echtes Highlight auf dem Programm: Der SC Spelle-Venhaus empfängt um 20 Uhr im heimischen Getränke Hoffmann Stadion den TuS Bersenbrück – ein Duell zweier Tabellennachbarn, das viel Spannung verspricht.
Die Gäste, die nur 50 Kilometer entfernt anreisen, gelten als einer der Aufstiegsfavoriten der Liga und haben mit gleich drei Ex-Spielern des SCSV im Kader eine besondere Brisanz. Die Partie birgt nicht nur aufgrund der Tabellensituation einen besonderen Reiz, sondern auch, weil Bersenbrück zuletzt kräftig in die Mannschaft investiert hat.
Für Spelles Trainer Tobias Harink steht fest: „Das wird eine großartige Herausforderung für uns.“ Der souveräne Auswärtssieg am vergangenen Sonntag beim VfL Oldenburg hat für einen positiven Schwung in der Mannschaft gesorgt. „Die gute Stimmung war im Training diese Woche deutlich zu spüren“, erklärt der 34-Jährige. Doch Harink weiß auch, dass seine Mannschaft in den letzten Wochen nicht immer konstant aufgetreten ist: „Wir haben aus den vergangenen fünf Spielen zehn Punkte geholt, was gut ist. Aber wir müssen die Aussetzer, wie gegen Arminia Hannover, abstellen.“
Ein weiteres Plus für Spelle: Harink kann gegen Bersenbrück auf einen nahezu voll besetzten Kader zurückgreifen. Die Rückkehr von Tjark Höpfner und Janik Jesgarzewski, die in Oldenburg noch geschont wurden, bringt zusätzliche Optionen. Auch Marvin Kehl steht wieder zur Verfügung, allerdings nur für einen Kurzeinsatz. Einziger Wermutstropfen: Artem Popov, der in Oldenburg mit einer herausragenden Leistung glänzte und zwei Tore vorbereitete, fällt wegen einer Bänderverletzung für mindestens zwei Wochen aus. „Das ist natürlich schade, gerade weil er in so guter Form war“, bedauert Harink.
Der Gegner aus Bersenbrück reist mit einem ambitionierten Kader an, der in der Liga als einer der stärksten gilt. Mit Marcel Ruschmeier, Moritz Waldow und Patrick Siemer stehen gleich drei Ex-Speller auf dem Platz. Zudem hat der TuS mit Marcos Alvarez, dem ehemaligen Profi von Osnabrück und Meppen, zusätzliche Qualität in den Reihen. „Bersenbrück hat sich extrem verstärkt und investiert viel, um den Aufstieg zu schaffen“, erläutert Harink. Nach der Trennung von Trainer Tobias Langemeyer Anfang der Saison übernahm Sportchef Thorsten Marunde-Wehmann die Geschicke des Teams.
Mit 21 Punkten liegt der TuS einen Zähler vor dem SC Spelle-Venhaus. Beide Teams wollen im Kampf um die Spitzenplätze den Anschluss nicht verlieren. Für Harink steht dabei eine solide Defensive im Mittelpunkt: „In Oldenburg haben wir defensiv einen Schritt nach vorn gemacht. Gegen Bersenbrück müssen wir genau da weitermachen und unsere Chancen konsequent nutzen.“ Die Partie verspricht ein packendes Duell zweier Mannschaften, die sich auf Augenhöhe begegnen und mit einem Sieg ein Zeichen in Richtung Tabellenspitze setzen wollen.