Erleichtert nach dem Urteil des Verbandssportgerichts: Rechtsanwalt Sebastian Skradde (von links), Michael Krott und Mirssad Bah-Traore vom FC Roetgen sowie Anwalt Kai Simon Faix.
Erleichtert nach dem Urteil des Verbandssportgerichts: Rechtsanwalt Sebastian Skradde (von links), Michael Krott und Mirssad Bah-Traore vom FC Roetgen sowie Anwalt Kai Simon Faix. – Foto: Bah-Traore
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Freispruch für Roetgener Amateurfußballer

Das Verbandssportgericht des FVM hat Mirssad Bah-Traore vom Fußball-Bezirksligisten FC Roetgen freigesprochen.

Mirssad Bah-Traore ist am Ziel. Der Spieler des Fußball-Bezirksligisten FC Roetgen wurde am Mittwochabend vom obersten Rechtsorgan des Fußball-Verbandes Mittelrhein (FVM) freigesprochen.

„Ich bin erleichtert“, betont der 25-Jährige, der sich durch mehrere Instanzen gekämpft hatte, um die gegen ihn erhobenen Spuckvorwürfe endgültig aus der Welt zu räumen (wir berichteten).

Seine beiden Anwälte Sebastian Skradde und Kai Simon Faix sowie Michael Krott vom FC Roetgen standen Bah-Traore bei der abschließenden Verhandlung in Hennef zur Seite. „Herr Faix wurde ausdrücklich vom Vorsitzenden des Verbandssportgericht für seine detaillierte Stellungnahme gelobt“, berichtet der Abwehrspieler, der in diesem Zusammenhang den beiden Juristen sowie den Vereinsverantwortlichen des FC Roetgen für die große Unterstützung dankt.

„Die Verhandlung hat keine halbe Stunde gedauert. Die als Zeugen vorgeladenen Spieler von Niederbachem hatten krankheitsbedingt abgesagt, und der Linienrichter ist nicht erschienen. Daher hat nur der Schiedsrichter ausgesagt“, erläutert Bah-Traore, der nun in dieser Sache kein weiteres Nachspiel fürchten muss. Daher fiebert er nun der Partie am kommenden Sonntag (15 Uhr) bei Germania Eicherscheid entgegen: „Wir sind alle heiß auf das Derby.“

Bah-Traore war ursprünglich vorgeworfen worden, dass er im Spiel beim SV Niederbachem am 13. November 2022 seinen Gegenspieler Bilal Acharki bespuckt haben soll. Das Bezirkssportgericht beabsichtigte dann, den Spieler wegen des vermeintlichen tätlichen Angriffs für zwölf Spiele zu sperren. Dagegen legten Spieler und Club fristgerecht Einspruch ein und holten sich juristischen Beistand ins Boot. Bei der anschließenden mündlichen Verhandlung in Hennef am 14. Januar dieses Jahres wurden die Vorwürfe weitestgehend ausgeräumt, dennoch erfolgte zur Verwunderung der Roetgener kein Freispruch.

Das Bezirkssportgericht entschied auf eine Sperre von drei Spielen wegen eines vermeintlich unsportlichen Verhaltens. Auch dagegen legte Bah-Traore mit Hilfe seiner Anwälte Berufung ein. Mit Erfolg, da nun das oberste Rechtsorgan des FVM auf Freispruch für den Roetgener entschied.

Aufrufe: 018.3.2023, 20:00 Uhr
Lars BrepolsAutor