Ausgerechnet im Derby glückte Fortuna Unterhaching der erste Saisonsieg: Fortuna schlägt den TSV Ottobrunn mit 3:1 (2:0).
Mit dem 3:1 (2:0)-Erfolg zogen die Hausherren zudem den unterlegenen TSV Ottobrunn endgültig in den Abstiegssumpf der Münchner Kreisliga-Gruppe 3.
Über den Spielverlauf waren sich beide Seiten relativ einig. „Wir haben in der ersten Halbzeit gar nicht ins Spiel gefunden, Haching hatte da noch einen Pfostenschuss, da hatten wir auch Glück“, gab Ottobrunns Sportdirektor Matthias Schmidt zu. Fortuna-Kapitän Maurice Rathgeber sah sein Team ebenfalls „in der ersten Halbzeit deutlich besser.“ So ging das 2:0 zur Pause durch den schönen Distanzschuss von Ziggy Schmöller (2.) und einen Foulelfmeter von Simon Richter (31.) völlig in Ordnung.
„In der zweiten Halbzeit ist dann Ottobrunn besser aufgekommen“, räumte Rathgeber ein. Tim Kis-Zsirai Sirchich köpfte nach einem Freistoß ein (47.) und sorgte mit dem schnellen Anschluss für neue Hoffnung beim TSV. „Wir hatten dann richtig gute 20 Minuten und auch eine große Ausgleichschance durch Philipp Möbius“, so Schmidt. „Aber als wir aufmachen, fällt das 3:1 nach einem Konter.“ Wilfredo Lopez Izaguirre sorgte in der 85. Minute für die endgültige Entscheidung. „Aufgrund der ersten Halbzeit war es verdient für die Hachinger, aber sie hätten sich nicht beschweren dürfen, wenn in der zweiten Halbzeit das 2:2 fällt“, bilanzierte Schmidt. Rathgeber sah „unsere beste Saisonleistung, aber man hat schon gemerkt, dass der Gegner auch aus dem unteren Bereich kommt. Und da müssen wir die Punkte holen.“
Das gilt für die Fortuna, die mit sechs Punkten noch Vorletzter, aber punktgleich mit den davor liegenden SV Zamdorf und ATSV Kirchseeon ist, und auf die Teams auf den drei hintersten Nichtabstiegsrängen, darunter Ottobrunn, nur noch drei Zähler Rückstand hat, gerade am nächsten Sonntag (14 Uhr): Dann geht es zum Schlusslicht TSV Waldtrudering. „Dieses Kellerduell müssen wir gewinnen“, weiß Rathgeber, denn danach folgen bis zur Winterpause die Spiele gegen das Führungstrio Ebersberg, Oberpframmern und Haidhausen. „Wenn wir da auch noch ein, zwei Punkte mitnehmen, dann können wir beruhigt in die Winterpause gehen. Unser Ziel ist es, nicht auf einem direkten Abstiegsplatz zu überwintern“, so Rathgeber, der den verkorksten Start auf die vielen Ausfälle zurückführt. Doch die Aussichten bessern sich: „Gegen Ottobrunn hatten wir zum ersten Mal 16 Leute im Kader. Jetzt ist es wichtig, die Euphoriewelle mitzunehmen. Nach so einem Sieg hat man auch wieder richtig Lust aufs Training.“
In Ottobrunn ist die zu Saisonbeginn noch gute Stimmung nach der dritten Pleite in Folge deutlich eingetrübt. „Wir sind überraschend gut gestartet, was vielleicht auch daran lag, dass die anderen Mannschaften noch nicht so eingespielt waren“, sagt Schmidt, der um Geduld für sein Team wirbt: „Man darf nicht vergessen, dass viele Spieler aus der zweiten Mannschaft hochgekommen sind, die in der Kreisklasse spielte. Das Durchschnittsalter liegt bei 21, 22 Jahren.“
Außerdem plagen auch den TSV ständige Personalsorgen: „Immer wieder waren andere krank oder unterwegs. Wir müssen immer wieder rotieren.“ Immerhin kehrt Kapitän Noah Jeremies, der in Unterhaching terminlich verhindert war, zurück.
Drei Heimspiele hat das Haidgraben-Team vor der Brust: Am Samstag (15.30 Uhr) gegen den punktgleichen TSV Grasbrunn-Neukeferloh, danach gegen den starken FC Phönix und Waldtrudering. Zum Jahresabschluss wartet dann der Vierte aus Oberföhring. „Wir wollen noch ein, zwei Siege bis zur Winterpause holen“, so Schmidt.