2025-04-02T15:12:16.030Z 1743721668930

Spielbericht
Fortunas Futsaler haben selbst in der Hand, in der Bundesliga zu verbleiben.
Fortunas Futsaler haben selbst in der Hand, in der Bundesliga zu verbleiben. – Foto: Christian Herbst

Fortuna Düsseldorf Futsal: Sorge um den Klassenverbleib

Bundesliga: Fortunas Futsaler müssen den Blick in der Tabelle wieder nach unten richten.

Spannend wie nie geht es in dieser Saison in der Futsal-Bundesliga zu. Während sich an der Tabellenspitze der Hamburger SV zwischen Primus HOT 05 und dem TSV Weilimdorf eingenistet hat, kämpfen im Keller gleich vier von zehn Teams im Oberhaus um den Klassenerhalt. Ein spannendes Szenario, das zumindest bei neutralen Beobachtern Gefallen finden dürfte. Speziell Fortuna Düsseldorf ist diese Konstellation aber ein Dorn im Auge.

Denn die Mannschaft von Shahin Rassi zählt zu den Klubs, die sich Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen. Nach der 2:5-Niederlage beim direkten Konkurrenten SV Pars Neu-Isenburg ist der Vorsprung auf Relegationsrang neun auf zwei mickrige Zähler zusammengeschrumpft.

Schlusslicht im Aufwind

Anstatt ausschließlich nach vorne muss die Fortuna den Blick also doch noch einmal in den Rückspiegel werfen. Dabei war der Optimismus zu Jahresbeginn groß, als Shahin Rassi gleich vier, teils namhafte Neuzugänge vorstellte. Mit ihnen, so die Meinung, sollte dem Klassenerhalt nichts im Wege stehen. Und vermutlich wären auch schon alle Zweifel daran beseitig gewesen, wenn die Flingeraner am Samstag das Schlüsselspiel im hessischen Neu-Isenburg gewonnen hätten. Die Gastgeber sahen über Weihnachten nach zehn Niederlagen aus den ersten zehn Partien noch wie der sichere Absteiger aus. Doch mit Erfolgen über die beiden Aufsteiger Beton Boys München und Futsal Panthers Köln schöpfte das Schlusslicht gleich zu Jahresbeginn neuen Mut, den am Wochenende dann auch die Fortuna zu spüren bekam. „Sie sind das Aufeinandertreffen wie ein Endspiel angegangen und waren wesentlich aggressiver als wir“, bemerkte Rassi.

Die Konsequenzen war drastisch. Anstatt sich mit sieben Zählern Vorsprung auf den Relegationsplatz in den verbleibenden fünf Vorrundenspielen schon auf die Play-Offs einzustimmen, ist plötzlich wieder Druck auf dem Kessel. Und zumindest das Momentum spricht im Keller aktuell für den zuletzt dreimal in Folge siegreichen SV Pars, der die Beton Boys aus München auf den sicheren Abstiegsrang zehn verdrängte.

Fortuna kann Gefahr selbst anwenden

Das Gute aus Sicht der Fortuna: Sie hat ihr Schicksal weiter selbst in der Hand und mit dem MCH Futsal Club Bielefeld (8. Februar) und den Beton Boys München (1. März) auch noch Gegner vor der Brust, die schlagbar erscheinen. Dafür müssen die Mannen von Shahin Rassi aber zwingend die Fehler minimieren. In Neu-Isenburg schienen die ersten drei Gegentore alle vermeidbar. So mussten die Gäste schon früh voll ins Risiko gehen, was teuer bezahlt wurde. Neuzugang Ali Fayazi handelte sich beim Stand von 0:3 und fliegendem Torhüter die Rote Karte ein, weil er einen Gegenspieler daran hinderte, den Ball ins verwaiste Fortuna-Tor zu schießen.

Auch wenn das Fortuna-Lager hinterher mit der Entscheidung haderte, muss der afghanische Nationalspieler nun eine Sperre absitzen. „Ich vermute, dass er zwei Spiele aufgebrummt bekommt“, so Shahin Rassi.

Aufrufe: 022.1.2025, 12:30 Uhr
RP / Gisbert KannemannAutor