
Benno Schmitz gilt mit seinen 31 Jahren als erfahrener Profifußballer, der seit dem 1. Juli 2025 wieder für die U23 des FC Bayern München aufläuft. Der am 17. November 1994 in München geborene Defensivspezialist kehrte nach elf Jahren zu seinem Ausbildungsverein zurück, bei dem er bereits von 2001 bis 2014 die gesamte Jugendabteilung durchlaufen hatte. In der laufenden Regionalliga-Saison bekleidet er das Amt des Kapitäns und fungiert als entscheidender Führungsspieler für die jungen Talente am FC Bayern Campus. Sein aktueller Vertrag ist bis zum 30. Juni 2027 datiert.
Bevor es ihn zurück in seine Heimatstadt zog, blickte Schmitz auf eine erfolgreiche Karriere im Profifußball zurück. Nach seinem ersten Abschied aus München im Jahr 2014 wechselte er zu RB Salzburg, wo er zweimal das Double aus Meisterschaft und Pokal gewann. Es folgten Stationen bei RB Leipzig in der Bundesliga sowie eine prägende Zeit beim 1. FC Köln, für den er mehr als 100 Erstliga-Partien bestritt. Vor seiner Rückkehr zu den Roten war er eine Spielzeit lang beim Schweizer Erstligisten Grasshopper Club Zürich aktiv.
In einer Mannschaft, die naturgemäß durch eine hohe Fluktuation und taktische Experimente geprägt ist, verleiht Benno Schmitz dem Spiel die nötige Statik und defensive Stabilität. Er ist derjenige, der in engen Phasen das Tempo drosselt oder die Ordnung wiederherstellt – eine Qualität, die ihm aufgrund seiner Erfahrung fast natürlich zufließt...
Benno: Wie zufrieden bist Du mit dem bisherigen Saisonverlauf? Was läuft gut, was weniger gut?
Mit dem aktuellen Tabellenplatz sind wir nicht ganz zufrieden - da geht noch mehr. Trotzdem ist alles im grünen Bereich, gerade mit Blick auf unsere junge Mannschaft. Meistens sind mehr als die Hälfte der Spieler in der Startelf U19-Jungs. Die Entwicklung stimmt, auch wenn uns manchmal die Konstanz fehlt.
Vorbild durch Leistung, kommunikativer Moderator, emotionaler Antreiber: Für welche Art von Führungsstil hast Du Dich entschieden und warum?
Ich versuche, über Leistung und Präsenz voranzugehen. In einer jungen Mannschaft ist es wichtig, Orientierung zu geben und gleichzeitig Vertrauen zu vermitteln. Kommunikation spielt dabei eine große Rolle – auf und neben dem Platz!
Welche spezifische Aufgabe siehst Du als Kapitän auf dem Platz und in der Kabine als Deine wichtigste an, um die Team-Moral und -Einheit zu gewährleisten und aufrecht zu erhalten?
Meine Hauptaufgabe ist es, Stabilität reinzubringen und die Jungs in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Auf dem Platz geht es um Struktur und Klarheit, in der Kabine um Zusammenhalt. Jeder soll sich sicher fühlen, mehr Verantwortung zu übernehmen.
Wie gehst Du als Kapitän mit Spielern um, die im Kader eher eine Nebenrolle spielen oder unzufrieden sind, um deren Engagement für die Mannschaft aufrechtzuerhalten?
Offen und ehrlich. Gerade bei jungen Spielern ist es wichtig zu vermitteln, dass Entwicklung wichtiger ist als der kurzfristige Status. Jeder im Kader ist Teil unseres Weges - und kann sich jederzeit empfehlen…
Wenn es darum geht, die Mannschaft nach einem Rückschlag (z. B. eine klare Niederlage oder eine Schiedsrichter-Fehlentscheidung) wieder aufzurichten: Welche Mittel nutzt Du? Welche sind Deiner Meinung nach am effektivsten?
Indem wir ruhig bleiben und den Blick nach vorne richten. Fehler gehören zur Entwicklung dazu. Entscheidend ist, was wir daraus lernen und wie wir es im nächsten Spiel oder schon in der nächsten Situation besser machen.

Was möchtest Du als Kapitän am Ende Deiner Amtszeit hinterlassen? Welches „Erbe“ ist Dir wichtig?
Wir bereiten die Spieler auf den Profifußball, im besten Fall auf die Bundesliga beim FC Bayern, vor. Wenn Spieler hier den nächsten Schritt machen und mental wachsen, haben wir vieles richtig gemacht. Das ist oft wichtiger als Einzelresultate.
Abschließend: Wo steht Deine Mannschaft am Ende dieser Regionalliga-Saison?
Unser Ziel ist das obere Tabellendrittel. Entscheidend ist aber, dass die jungen Spieler in ihrer Entwicklung und wir als Team Fortschritte machen. Wenn beides zusammenkommt, sind gute Ergebnisse die logische Folge.
Dafür drücken wir die Daumen. Danke fürs Interview!