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FC Wegberg-Beeck startet mit einigen Sorgen in die Vorbereitung

Am Montag steht in Beeck das erste Training an. Kapitän Yannik Leersmacher fällt wegen eines Innenbandanrisses aus. Bei den Rekonvaleszenten Denis Massold und Merlin Schlosser läuft es noch nicht richtig rund. Fit sind dafür die beiden Winterzugänge Justin Hoffmanns und Kai Bösing.

von Mario Emonds · 27.01.2025, 12:30 Uhr · 0 Leser
Einige Sorgenkinder fehlen den Beecker zu Beginn der Vorbereitung.
Einige Sorgenkinder fehlen den Beecker zu Beginn der Vorbereitung. – Foto: Michael Schnieders

Am 15. Dezember, beim 1:3 im Mittelrheinpokalspiel gegen Regionalligist Eintracht Hohkeppel, schlüpfte Yannik Leersmacher in die Heldenrolle – zunächst in die des charakterstarken. Denn an dem Tag widerstand der Kapitän des FC Wegberg-Beeck der Versuchung, zur Icon-League-Finalrunde nach München zu reisen und führte stattdessen seine Elf in Beeck aufs Spielfeld – ein vorbildlicher Kapitän also. Zwölf Minuten später wurde aus dieser strahlenden Heldenrolle indes eine tragische: Mit einer zunächst als Innenbanddehnung diagnostizierten Verletzung musste „Leerse“ frühzeitig vom Feld.

Schlosser wird noch fehlen

Am Montagabend startet der FC in die Vorbereitung – ohne Leersmacher. „Die Verletzung hat sich leider als Innenbandanriss entpuppt. Ich werde daher noch etwas länger fehlen“, sagt Leersmacher. „Wir hoffen, dass er Ende Februar wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Yannik ist sehr fleißig und motiviert, möglichst schnell zurückzukommen“, präzisiert sein Trainer Mike Schmalenberg.

Doch nicht nur Leersmacher wird beim Auftakt fehlen. Merlin Schlosser, in der Hinrunde bis zu seiner Rückenverletzung der Mann neben Leersmacher im defensiven Zentrum vor der Abwehr, ist weiterhin nicht beschwerdefrei. Die Spritzenkur hat bei ihm noch nicht richtig angeschlagen. „Wir müssen da einfach Geduld haben. Merlin versucht es jetzt auch mal mit dem sogenannten Astronautenlaufband“, erläutert Schmalenberg. Dieses Anti-Schwerkraft-Laufband ermöglicht es, belastungsreduziert zu trainieren.

Drittes Sorgenkind ist Denis Massold. Der Sommerzugang von Oberligist SV Sonsbeck war damals sehr vielversprechend in die Vorbereitung gestartet, bis er sich gegen den SC 09 Erkelenz im Viertelfinale des Rurdorfer Sommercups bei einem Zusammenprall mit SC-Keeper Jacomo Patza einen Sprunggelenksbruch zuzog. Diese Verletzung bereitet dem Mittelfeldspieler auch ein knappes halbes Jahr danach immer noch Probleme. „Ich hätte auch nicht gedacht, dass das so lange dauert. Auch der Arzt meinte damals, dass ich drei Monate nach der OP wieder spielen könnte“, sagt Massold. Im operierten Gelenk stecken noch eine Schiene und fünf Schrauben. „Bei einem Richtungswechsel spüre ich die manchmal noch. Im Sommer werden die dann operativ entfernt“, so Massold.

Auch hier bleibt Schmalenberg das Prinzip Hoffnung: „Die erste Trainingswoche dürfte einigen Aufschluss über seine aktuelle Belastbarkeit geben. Generell würde uns Denis sehr guttun. Denn er ist ein technisch starker Spieler mit der nötigen Galligkeit – diese Kombination ist nicht so häufig.“

Von mangelnder Spielpraxis abgesehen sind aber immerhin die beiden Winterzugänge fit. Der eine ist ein Rückkehrer: Nach einer praktisch dreivierteljährigen Pause gehört Justin Hoffmanns nun wieder zum Kader. „Ich kenne ihn ja schon lange und schätze ihn sehr. Ich weiß, was er kann, und bin daher sehr froh, dass er wieder hier ist“, merkt Schmalenberg über den Heimkehrer an. Der ist seinerseits sehr froh, wieder für den FC zu spielen.

Bösing stößt zum Kader

Der Zweite ist ein waschechter Neuzugang: Kai Bösing hat bis zu seiner Vertragsauflösung im Oktober für Beecks Ligakonkurrent VfL Vichttal die Schuhe geschnürt, ist mit seinen 30 Lenzen nun auch direkt Beecks Senior und löst in dieser Funktion Vizekapitän Nils Hühne (29) ab. „Kai spielt einen sehr guten vorletzten Ball, fordert Bälle ein und ist auch ein sehr guter Raumdeuter“, charakterisiert Schmalenberg Bösings Vorzüge. Der zentrale Defensivspieler, den man hierzulande vor allem aus seiner Zeit bei Alemannia Aachen kennt und der in der jüngeren Vergangenheit mit einigen Verletzungen zu kämpfen hatte, hat sich nach seiner Vertragsauflösung in Vichttal bei Teutonia Weiden fitgehalten. „Deren Sportplatz liegt bei mir direkt um die Ecke. Ich bin komplett fit“, versichert der Referendar an einer Förderschule in Stolberg.

Bösing ist nach Beeck mit einem klaren Ziel gekommen: „In der nächsten Saison möchte ich mit dem FC in die Regionalliga aufsteigen. Dafür müssen wir in der Rückrunde nun den Grundstein legen. Ansonsten würde ich jetzt nicht mehr diesen Aufwand betreiben.“ Eine große Rolle habe bei seiner Entscheidung für den FC Schmalenberg gespielt: „Er hat sich sehr bemüht, mich für Beeck zu begeistern – und das ist ihm auch gelungen. Ich habe große Lust, auf dem Platz mit Leistung voranzugehen und dann auch Verantwortung zu übernehmen. Dass ich auf dem Platz eine gewisse Präsenz habe, weiß ich.“

Wenn alle Akteure mal fit sein sollten, würde sich gerade auch durch die qualitativ hochwertigen Winterzugänge der Kampf um die Stammplätze erheblich verschärfen. Was naturgemäß im Interesse des Trainers liegt. „Wenn wir nun von größerem Verletzungspech verschont bleiben sollten, sind die Top drei das klare Rückrundenziel. Ich wünsche mir, dass wir in allen 15 Spielen die volle Intensität auf den Platz kriegen, gepaart mit der Gier auf Siege“, bekräftigt Schmalenberg.

Und bei einer Sache legt er sich – wenig überraschend – schon jetzt fest: „Timo Braun wird nicht mehr auf die Außenbahn zurückkehren, sondern auf der Zehn bleiben. Auf der Position ist er einfach am besten.“ Exakt das hatten die letzten Hinrundenwochen sehr deutlich gezeigt.