
Der FC Pesch hat ein Lebenszeichen gesendet und den FC Hennef 05 in einem torreichen Spiel mit 6:3 geschlagen. Nach zwei deutlichen Niederlagen zuvor feierten die Gastgeber damit ein überraschendes aber kein unverdientes Erfolgserlebnis.
Die Partie begann aus Sicht der Gäste optimal: Bereits in der 4. Minute brachte Schusters Hennef mit 0:1 in Führung. Doch Pesch zeigte eine starke Reaktion. Farzat glich in der 16. Minute zum 1:1 aus, ehe Shkri die Gastgeber in der 39. Minute erstmals in Führung brachte (2:1).
Die Schlussphase der ersten Halbzeit hatte es dann in sich: Mahessa erzielte in der Nachspielzeit zunächst den Ausgleich (45+1'), doch nur wenige Minuten später schlug Pesch zurück. Shkri stellte mit seinem zweiten Treffer noch vor der Pause auf 3:2 (45+4').
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Pesch am Drücker. In der 60. Minute schnürte Georg Shkri seinen Dreierpack und erhöhte auf 4:2. Darunter auch ein sehenswertes Tor per Heber aus großer Distanz über den Torwart.
Hennef kam durch Bancé zwar noch einmal auf 4:3 heran (83'), doch die Hoffnung währte nur kurz. Farzat stellte in der 85. Minute den alten Abstand wieder her, ehe Yildiz mit dem 6:3 (87') endgültig alles klar machte.
Pesches Trainer Ali Meybodi zeigte sich nach dem Spiel erleichtert: „Wenn du nach so langer Zeit mal wieder ein Erfolgserlebnis verbuchst, tut das sehr gut. Die Stimmung war direkt ganz anders.“
Er lobte vor allem die Reaktion seiner Mannschaft: „Nach einem schnellen Schock haben wir uns gut erholt. Bis auf einen sehenswerten Distanzschuss von George waren alle Tore gut herausgespielt. Der Sieg war für mich auch in der Höhe verdient.“
Ein entscheidender Moment sei zudem ein gehaltener Elfmeter gewesen: „Beim Stand von 4:2 hat Mertcan einen berechtigten Handelfmeter überragend pariert. Sonst wäre es nochmal spannend geworden.“
Auf Seiten der Gäste herrschte dagegen Ernüchterung. Hennefs Sportlicher Leiter Frank Fußhöller erklärte: „Zu Beginn läuft es mit dem schnellen Führungstreffer eigentlich ideal. Dann folgte aber eine Aneinanderreihung von Fehlern, die ich mir so nicht erklären kann.“
Die Konsequenz: „So haben wir die Pescher ein ums andere Mal eingeladen. Wir hätten häufig ins Spiel zurückkommen können, haben dies aber verpasst.“
Mit Blick auf die kommende Aufgabe richtete er den Fokus nach vorne: „Wir werden die Fehler aufarbeiten und gegen Vichttal ein anderes Gesicht zeigen.“
Für den FC Pesch ist der Erfolg vor allem ein wichtiges Signal nach schwierigen Wochen. Während die Gastgeber Moral und Offensivqualität bewiesen, kassierte Hennef einen Rückschlag und steht nun vor einer anspruchsvollen Aufgabe gegen den formstarken VfL Vichttal.