2024-04-23T13:35:06.289Z

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Beim FC Albania liegt der Fokus auf dem Sportlichen.
Beim FC Albania liegt der Fokus auf dem Sportlichen. – Foto: Jochen Haupt - Archiv

FC Albania so zufrieden wie lange nicht mehr

Trotz vorletztem Tabellenplatz: Neuer Vorstand ist zufrieden, das der Verein keine Negativ-Schlagzeilen mehr schreibt

Wiesbaden. Sportlich könnte es um den FC Albania kaum schlechter stehen. Nur aufgrund der desaströsen Hinrunde des SV Italia steht der FCA nicht am Ende der Wiesbadener A-Liga. Nach einem soliden 13. Tabellenplatz als Aufsteiger in der vergangenen Runde findet man sich diese Saison seit Saisonbeginn im tristen Abstiegskampf wieder. Zufriedener war man im Vorstand des FC Albania trotzdem lange nicht mehr. Und das, weil endlich mal nur ums Sportliche geht.

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„Wir haben den Verein aktuell dort, wo wir ihn haben wollen“, ist Nasurulla Axhija zufrieden. Im Sommer läutete Axhija als neuer Vorsitzender eine Trendwende ein. Nachdem der Verein in der Vergangenheit mit Spielabbrüchen und Gewalt in den eigenen Reihen Negativzeilen schrieb, zeitweise sogar mit einem Spielverbot belegt wurde, weht seit Sommer ein anderer Wind.

Nasurulla Axhija und Kujtim Ahmeti führen den FC Albania seit Sommer.
Nasurulla Axhija und Kujtim Ahmeti führen den FC Albania seit Sommer. – Foto: FCA

„Das Verhalten der Spieler und Mitglieder hat für uns oberste Priorität. Das leben wir seit unserem Antritt als Vorstand vor. Das merken die Spieler und ziehen mit. Sie sind glücklich über die neue klare Linie im Verein. Gibt es Verhalten, das von dieser Linie abweicht, werden sofort interne Strafen verhängt. Diese Linie trägt Früchte. Wir haben ein ganz anderes Miteinander und auch unsere Wahrnehmung bei den Vereinen hat sich gewandelt“, erklärt Axhija, der gemeinsam mit Kujtim Ahmeti als Teammanager und Co-Trainer und Zekush Axhija als sportlicher Leiter den Vorstand stellt.

"Früher hatte kaum eine Mannschaft Lust gegen uns zu spielen"

„Wir bekommen von der Ligakonkurrenz viel positives Feedback. Früher hatte kaum eine Mannschaft Lust, gegen uns zu spielen. Und das natürlich zurecht, entspannte Fußballsonntage waren da nicht immer zu erwarten. Mittlerweile ist das anders, was uns glücklich macht. Auch von der Klassenleitung bekommen wir positive Rückmeldung. Es wird wahrgenommen, dass sich bei uns etwas getan hat. Wir sind wieder ein Familienverein geworden. Frauen und Kinder genießen mit uns die Spieltage und bringen sich wieder gerne ein. Wichtig ist es, das nun weiterzuführen“, beschreibt der Vorsitzende.

Gute Beziehungen zur Konkurrenz

Beispielhaft dafür ist die Beziehung zu Platznachbar Gräselberg und Konkurrent Schwarz-Weiß: „Mit Gräselberg gab es früher immer Streit. Gegenseitig hat man die Materialien immer weggeschlossen. Jetzt ist das anders. Wir pflegen ein freundschaftliches Miteinander und benutzen gegenseitig die Materialien mit. Wichtig war außerdem die Beziehung zu Schwarz-Weiß. Gegen sie gab es in der Vergangenheit häufiger hitzige Spiele. Nach unserem Antritt sind wir deshalb auf den Trainer zugegangen und haben gemeinsam bei Null angefangen.“

Damit der FC Albania die eigene Entwicklung künftig auch in der A-Liga fortführen kann, verstärkte man im Winter mit Mehmet Zeqiri (Bleidenstadt) und Musli Merovci (Bosna) die bisher schwache Offensive. Die beiden sollten spätestens im Mai einschlagen, wo der FCA auf die Kellerkonkurrenz trifft und den Klassenerhalt dann noch in der Hand hat. „Wir sind überzeugt, dass wir unsere Punkte holen und die Klasse halten werden“, ist sich Axhija sicher. Am Wochenende starten die Albaner mit dem Spiel gegen den FC Naurod II in die Restrunde.

Aufrufe: 017.2.2024, 16:00 Uhr
Alexander KnittelAutor