
Der 26-jährige Erfolgs-Coach verlässt Geretsried im Sommer für die Regionalliga. In Burghausen wird er Assistent von Ex-Profi Matthias Ostrzolek.
Seit klar ist, dass Daniel Dittmann seinen Posten beim TuS Geretsried nach dem letzten Pflichtspiel der laufenden Saison räumt, beschäftigt die Fußballfans die Frage, wie es sportlich mit dem jungen Coach weitergeht. Nun hat das Rätseln ein Ende: Der 26-Jährige macht einen „Step“ in eine Liga höher zu Regionalligist Wacker Burghausen. Bei dem Traditionsverein wird er ab Sommer als Co-Trainer des ebenfalls neu verpflichteten Ex-Profis Matthias Ostrzolek (35) tätig sein.
Für den Erfolgscoach des TuS ist das neue Arrangement eine Wunschkonstellation. „Ich habe das Gefühl, das ist exakt das, was ich jetzt brauche“, freut sich Dittmann auf die neue Herausforderung. Natürlich habe er als „sportlicher Single“ zwischenzeitig auch das eine oder andere weitere „Date“ gehabt. „Aber Wacker war das Wichtigste für mich, das passt vom Match her“, begründet der 26-Jährige seine Partnerwahl. „Das ist extrem reizvoll und spannend, besser geht es im Augenblick nicht.“ Für ihn sei ein wesentliches Entscheidungskriterium gewesen, zu welchem Verein und in welches Umfeld er komme. „Ich kann mich 100-prozentig mit Wacker, mit seiner Geschichte und seinen traditionellen Werten identifizieren“, zählt Dittmann einige Pluspunkt auf. Hinzu komme ein Cheftrainer, mit dem er sich sehr gut verstehe und zu dem er „bereits seit einiger Zeit einen sehr guten Draht“ habe.
Für Ex-Profi Ostrzolek, 200 Spiele für Hannover 96 und den Hamburger SV absolviert hat und derzeit als Spielertrainer beim Regionalligisten Schwaben Augsburg unter Vertrag steht, war der junge Geretsrieder dem Vernehmen nach die Wunschbesetzung für die Assistentenstelle. „Wir sind beide junge Trainer und werden uns gegenseitig viel Energie geben“, ist B-Lizenz-Inhaber Dittmann überzeugt, dass sich die „zwei sehr unterschiedlichen Profile“ sehr gut ergänzen werden. Auf der einen Seite ein erfahrener ehemaliger Profi-Fußballer, daneben ein Sportwissenschaftler mit Bachelor-Abschluss, aber beide „wissbegierig und bescheiden und in den letzten Jahren erfolgreich“, wie Dittmann es umschreibt.
„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Daniel Dittmann einen sehr akribischen Co-Trainer an der Seite von Matthias Ostrzolek installieren konnten, der trotz seines noch jungen Alters bereits Chefcoach-Erfahrungen in der Bayernliga Süd nachweisen kann“, äußert sich Wacker-Geschäftsführer Andreas Huber in einer Pressemitteilung des Vereins. Der 26-Jährige habe „in den letzten Jahren bewiesen, dass er eine Mannschaft im höherklassigen Fußball erfolgreich leiten kann und wir sind deshalb davon überzeugt, dass er diesen Weg bei uns weiterführen und die nächsten Entwicklungsschritte in seiner Trainerkarriere sowie in der nächsthöheren Liga gehen wird.“ Das deckt sich exakt mit den Ambitionen des Geretsrieders, der im nächsten Jahr die Trainer-A-Lizenz erwerben möchte. Zwar sei er schon jetzt „hochmotiviert für die neue Herausforderung“. Bis zu seinem Dienstantritt in Burghausen liege sein Fokus jedoch weiterhin voll auf dem TuS und dem Erreichen des Klassenerhalts: „Das hat allererste Priorität.“