
Eigentlich hatte Marvin Ellmann dem SV Duissern bereits für die kommende Saison zugesagt. Nun folgt die Kehrtwende: Der 38-Jährige wechselt zu den Sportfreunden Hamborn 07 - und soll dort nach dem Landesliga-Abstieg zu einer prägenden Figur des Neuaufbaus werden.
Im Februar klang noch alles nach Kontinuität: Marvin Ellmann, einst Profi bei Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und dem Wuppertaler SV, hatte dem SV Duissern seine Zusage für die Saison 2026/27 gegeben. Damals begründete der 38 Jahre alte Torjäger seine Entscheidung mit der besonderen Atmosphäre beim A-Ligisten. „Ich habe meinen Vertrag verlängert, weil ich mich unheimlich wohl in diesem familiären Verein fühle. Der Vorstand leistet eine hervorragende Arbeit und die Mannschaft ist auch geil. Sie wird auch zum Großteil zusammenbleiben - ligenunabhängig“, erklärte Ellmann im Februar gegenüber RevierSport.
Inzwischen hat sich die Ausgangslage verändert. Duissern liegt in der Kreisliga A zwar weiterhin im oberen Tabellenbereich, hat nach einer durchwachsenen Rückrunde aber nur noch geringe Chancen auf den Aufstieg. Mit 47 Punkten steht das Team auf Rang vier, hinter Fatihspor Mülheim, TuS Mündelheim und TuSpo Saarn 1908. Der Sprung in die Bezirksliga, der für Ellmann sportlich durchaus noch einmal reizvoll gewesen wäre, ist damit deutlich unwahrscheinlicher geworden.
Der frühere Regionalliga- und Oberliga-Stürmer wird dennoch in der kommenden Saison voraussichtlich in der Bezirksliga spielen - allerdings nicht für Duissern. Er kehrt zum Landesliga-Absteiger Hamborn 07 zurück.
Der Wechsel ist weniger eine klassische Absage an Duissern als vielmehr eine Rückkehr mit vielen persönlichen Ebenen. Hamborn ist für Ellmann ein besonderer Ort, sportlich wie familiär. „Ich danke Duissern für das Verständnis. Ich gehe zu den Sportfreunden Hamborn 07. Hier hat alles für mich begonnen und hier soll dann auch alles enden. Meine Kinder spielen bei Hamborn in der F-Jugend, ich werde die U19 übernehmen und zukünftig auch für die Erste spielen. Das passt einfach alles. Eigentlich kann ich schon dann auf dem Gelände übernachten“, erklärt Ellmann dem RevierSport.
Damit wird der 38-Jährige bei Hamborn zu einer zentralen Figur des Neustarts. Er kommt nicht nur als erfahrener Torjäger, sondern auch als künftiger Jugendtrainer und spielender Co-Trainer der ersten Mannschaft. Für einen Verein, der nach dem Abstieg aus der Landesliga wieder Struktur, Identifikation und sportliche Schlagkraft aufbauen muss, ist das ein für ihn spannendes Gesamtpaket.
Beim SV Duissern begegnet man dem Sinneswandel mit Verständnis. Sportchef Philipp Seefeldt machte deutlich, dass man Ellmann keine Steine in den Weg legen wollte. „Wir haben absolutes Verständnis für Marvins Entscheidung und wollten ihm auch überhaupt keine Steine in den Weg legen. Seine Kinder spielen in Hamborn, er wird die A-Jugend übernehmen und als spielender Co-Trainer in der Ersten Mannschaft fungieren. Die Chance wollten wir ihm nicht verwehren“, schildert der Funktionär dem RS.
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