
Trainer Ralph Hasenhüttl muss beim VfL Wolfsburg gehen – und mit ihm auch sein Sohn Patrick. Der Ex-Drittliga-Spieler soll für das Aus mitverantwortlich sein.
Wolfsburg/München – Die Trennung hatte sich abgezeichnet. Nach einer Niederlagenserie setzte Bundesligist VfL Wolfsburg Trainer Ralph Hasenhüttl Anfang Mai vor die Tür. Mit ihm musste auch Sohn Patrick gehen. Der 27-Jährige, der bei den Wölfen als Co-Trainer tätig war, lief einst als Spieler unter anderem für die SpVgg Unterhaching, Türkgücü München und den FC Ingolstadt auf. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll Patrick Hasenhüttl für das Aus beim VfL mitverantwortlich sein.
Nicht nur die schwachen sportlichen Leistungen sorgten offenbar für die Entlassung des Vater-Sohn-Gespanns. Wie unter anderem die Sportbild berichtet, soll die Kritik an der besonderen Konstellation in der Führungsriege und bei Klubmitarbeitern immer lauter geworden sein. Sohn Patrick soll intern ausgesprochen dominant aufgetreten sein. Für Hasenhüttl junior war es die erste Station in einem Trainerstab, nachdem er zuvor seine Spielerkarriere beendet hatte. Aufgrund der mangelnden Erfahrung soll er bei den Spielern nicht immer geschätzt worden sein.

Ralph Hasenhüttl hatte bei seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr betont, wie wichtig ihm die Meinung von Sohn Patrick ist. „Er ist taktisch auf einem Stand, auf dem ich in diesem Alter weit noch nicht gewesen bin“, sagte Ralph Hasenhüttl laut einem Bericht des kicker im März 2024 über seinen Filius. „Für mich war Patrick in meinem Leben der wichtigste Ansprechpartner, was Dinge im Fußball angeht.“ Allerdings war sich Hasenhüttl der Zweifel von Beobachtern schon damals bewusst: „Ich weiß natürlich, dass es von außen kritisch beäugt werden könnte.“
Hasenhüttl junior absolvierte insgesamt 62 Drittligaspiele in Deutschland für die SpVgg Unterhaching, den VfL Oldenburg und den Halleschen FC. Für Türkgücü München lief der Stürmer 23-mal in der Regionalliga auf. Seine Karriere beendete er nur eine Woche vor dem Amtsantritt beim VfL Wolfsburg aus gesundheitlichen Gründen. Medienberichten zufolge soll die Verpflichtung seines Sohnes Patrick eine Voraussetzung gewesen sein, dass Ralph Hasenhüttl beim VfL unterschreibt. Das Aus als VfL-Trainer ließ sich Hasenhüttl übrigens teuer bezahlen. Laut Sportbild bekommt er eine Abfindung in Höhe von 5 Millionen Euro. (vfi)