2025-04-02T15:12:16.030Z 1743677993607

Totopokal
Jeremy Schmidt (links, im Laufduell mit Simon Haimerl) legte beide Ettmannsdorfer Tore vor.
Jeremy Schmidt (links, im Laufduell mit Simon Haimerl) legte beide Ettmannsdorfer Tore vor. – Foto: Dominik Adlhoch

Ettmannsdorf kickt Cham aus dem Pokal

3. Quali-Runde zum Bayerischen Totopokal, Samstag: Eine starke Defensivleistung und viel Fleiß bescheren dem Landesligisten 2:1-Sieg

Überraschung in der dritten und finalen Qualifikationsrunde zum Bayerischen Totopokal: Bayernligist ASV Cham muss die Segel streichen, verliert die Generalprobe vor dem Ligastart beim klassenniederen SV Schwandorf-Ettmannsdorf mit 1:2 (1:1). Der als leichter Außenseiter in die Partie gegangene SVSE bestach vor 250 Zuschauern mit defensiver Kompaktheit und einer geschlossenen Teamleistung. Sogar einen verschossenen Elfmeter konnte sich die Albert-Elf beim Stand von 1:1 leisten. Dank dieses Coups zieht Ettmannsdorf in die 1. Pokal-Hauptrunde ein, deren Duelle am kommenden Freitag in der Spielbank Bad Kötzting ausgelost werden.

„Wir sind defensiv extrem kompakt gestanden, haben sehr wenige Torchancen zugelassen“, freute sich Ettmannsdorfs Trainer Mario Albert nach dem Spiel. Das einzige Gegentor zum zwischenzeitlichen 1:1 (Ilhami Medineli/24.) war ein Sonntagsschuss genau in den Winkel, „ansonsten haben wir die Chamer Angriffe gut von unserem Tor wegverteidigt. Wir hatten gute Ballbesitzphasen und haben unsererseits Nadelstiche nach vorne gesetzt“, berichtete Albert weiter. „Aus meiner Sicht ein verdienter Sieg. In einem Spiel auf Augenhöhe hat das etwas gierige Team gewonnen.“

In einem offen geführten Match war über die gesamte Spielzeit kein rechter Klassenunterschied zu erkennen. Sommerneuzugang Cesar Sodji brachte den Gastgeber, nach einer mustergültigen Vorlage von Schmidt, in der 18. Spielminute mit 1:0 in Führung. Sieben Minuten später antwortete Cham in Form des angesprochenen Medineli-Traumtores. In der 35. Minute holte Ettmannsdorf einen Strafstoß heraus, doch Johannes Böhm scheiterte an Gästekeeper Bastian Sittenauer.



Nach dem Seitenwechsel stellte ASV-Trainer Faruk Maloku offensiv um, agierte nun mit drei Sturmspitzen und einer Dreier-Abwehrkette. Fortan generierte sich der Favorit wesentlich mehr Ballbesitz als zuvor – machte aber gegen weiter kompakt verteidigende Schwandorfer zu wenig daraus. Stattdessen brachte zur Stunden-Marke Max Schreyer die Heimelf nach erneuter Vorlage Schmidts abermals in Führung. Darauf fanden die Chamer keine passende Antwort mehr. In den Schlussminuten spielte Ettmannsdorf die ein oder andere Kontersituation nicht sauber zu Ende. Es blieb beim 2:1 zugunsten des Landesligisten.

„Wichtig war mir, dass wir als Mannschaft sehr fleißig waren. Eine gelungene Generalprobe“, so Mario Albert, der die Vorbereitungssiege gegen die Bayernligisten aus Weiden und Cham aber nicht überbewerten will: „Es gilt den Ball flach zu halten. Mir war wichtig, dass wir andeuten, was wir drauf haben. Sechs Ligapunkte wären mir lieber gewesen als die zwei Siege gegen Bayernligisten.“

Aufrufe: 013.7.2024, 17:01 Uhr
Florian WürtheleAutor