
Die Nachricht platzte am Donnerstagnachmittag wie eine Faschingsknaller in die bayerische Fußballlandschaft: Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) muss der Berufung des TSV Schwaben Augsburg in Teilen - dazu gleich mehr - stattgeben und darf die Punkte aus den Siegen gegen Türkgücü München, Wacker Burghausen, Schweinfurt 05 und Eintracht Bamberg behalten.
Wie reagieren die Schwabenritter auf die frohe Botschaft? "Wir sind natürlich alle glücklich und erleichtert, dass es nun so gekommen ist. Dafür haben wir vier Monate lang gekämpft. Ein großer Dank gilt dabei der Kanzlei Schickhardt und besonders Dr. Thomas Himmer, der uns in dieser Angelegenheit vertritt", lässt TSV-Sportdirektor Max Wuschek in einer ersten Stellungnahme wissen. Freilich fällt der Jubel rund ums Ernst-Lehner-Stadion noch etwas gedämpft aus, auch Wuschek weiß: "Wir müssen weiterhin abwarten. Die Gegner können noch vorm Oberlandesgericht Nürnberg ihre Klage vorbringen, wie es auch der BFV in seiner Erklärung mitgeteilt hat." Ziehen nun Türkgücü München, Schweinfurt, Burghausen und Bamberg vor das OLG, dann könnte eintreten, was viele befürchtet haben: Eine wochen- oder gar monatelange Hängepartie in der heißen Saisonphase.
Im Schreiben des BFV heißt es auch: "Das Verbands-Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat der Berufung des TSV Schwaben Augsburg in Teilen stattgegeben "
Was das nun konkret bedeutet? Wuschek dazu: "In Teilen heißt, dass wir die Punkte behalten dürfen, aber die erhaltene Geldstrafe bezahlen müssen. Das akzeptieren wir auch so. Wir haben vom ersten Tag an zugegeben, dass uns da ein Fehler unterlaufen ist. Allerdings stand für uns das Strafmaß in keinerlei Verhältnis zum Vergehen."
Was die Wende nun für die U23-Regelung bedeutet, welche Konsequenzen das mit sich bringt, darauf hat Wuschek auch noch keine Antwort: "Was das für die Zukunft heißt, da bin ich im Moment auch überfragt. Das kann ich nicht sagen." Weiterhin viele Fragezeichen in der Regionalliga Bayern...