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Spielbericht

Energie Cottbus setzt auf Jugend forsch in Wels

Die Lausitzer bestritten ihr zweites Testspiel in Österreich erfolgreich.

von René Kubasch · 20.07.2025, 00:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago Images

Ereignisarmer erster Durchgang

Pele Wollitz tauschte seine Elf gegenüber dem Testspiel beim SV Ried komplett aus. So begann unter anderem Alex Sebald im Tor. Auf dem Platz standen mit Heidrich, Juckel und Zaydan drei Eigengewächse, die dazu die Chance erhielten, sich auf die Notizblöcke des Trainerteams zu bringen. In der ersten Halbzeit war es eine Begegnung, die über weite Phasen dahinplätscherte. Das größte Highlight war der Elfmeter, den es für Hertha Wels gegeben hat. Schlussmann Sebald erwischte in einer Szene zu viel den Gegner, aber zu wenig den Ball, sodass der gegebene Foulelfmeter vertretbar gewesen ist. Sebald sprang bei der Ausführung des Schützen in die richtige Ecke und hielt den Ball (8.). Ansonsten blieb der erste Durchgang ereignisarm. Zwar gab es gelegentlich Torraumszenen, allerdings waren die alles andere als spektakulär.

Abwechslungsreiche Partie im zweiten Durchgang

Umso ereignisreicher wurde es im zweiten Durchgang, was an beiden Teams lag. Es war auch die Zeit, in der endlich gut herausgespielte Tore zu sehen waren. Jonas Hofmann spielte auch schon, auch wenn sie ereignisarm war, eine mehr als zufriedenstellende erste Halbzeit. Er brachte jetzt am rechten Strafraum mit viel Übersicht den Ball in die Mitte. Heidrich ließ durch und Can Moustfa vollendete sehenswert zum 0:1 (55.). Es gab immer wieder Momente, in welchen Wels Nadelstiche gesetzt hat. Im Großen und Ganzen hatte Energies Defensive alles im Griff. Aber einmal zeigte sich die Qualität des Gastgebers dann doch. Ein ausgeführter Eckball flog ganz in die Nähe des ersten Pfostens und Luca Tischler köpfte zum 1:1 ein (66.). Energie war nach dem Ausgleich nicht geschockt, ging stattdessen voran. Wenn sie das Spiel schnell machten, dann wurde es gefährlich. Links am gegnerischen Strafraum spielte das Eigengewächs Zaydan den Ball in die Mitte am Strafraum. Can Moustfa nahm im richtigen Moment das Tempo auf, ging zum Ball und vollstreckte sehenswert zur erneuten Führung (67.). Danach versuchte der Gastgeber erneut auszugleichen, sodass sie mutig den gegnerischen Strafraum anspielten, aber auf eine stabile FCE-Defensive trafen. Dort war Slamar der entscheidende Faktor für Stabilität, sodass nicht wirklich etwas anbrannte. Aus einer stabilen Defensive heraus verteidigte man gegnerische Standards so, indem man schnelle Gegenangriffe vollzog. Can Moustfa fing einen Freistoß von Wels ab und startete den Konter. An der Mittellinie schickte er mit seinem langen Pass Ogbidi in die Tiefe, der dann anschließend aus gut zehn Metern zum 1:3-Endstand vollendete (89.).

Fazit: Die Partie benötigte ihre Zeit, um endlich in Fahrt zu kommen. Im Gegensatz zum Spiel gegen Ried stand man jetzt in der Defensive viel besser, die Slamar mit viel Übersicht organisierte. Zum anderen funktioniert das Umschaltspiel von Defensive auf Angriff immer besser. Die neuen Spieler wie Can Mousfa oder Theo Ogbidi bringen sich gut ein und zeigen, dass sie richtig Bock haben, für den Verein etwas zu erreichen. Man sollte diesen Test nicht zu hoch bewerten. Erwähnen muss man aber, dass sich die Wollitz-Elf gegenüber der 1:2-Niederlage gegen Ried gesteigert hat.