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Emotionaler Empfang für die enttäuschte SpVgg Sterkrade 06/07

Auch trotz des knapp verpassten Aufstiegs in die Landesliga kann die SpVgg Sterkrade 06/07 viel Positives für die Zukunft abgewinnen.

von Markus Becker · 06.06.2024, 16:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Michael Werner

Am VfB Bottrop gab es schlussendlich kein Vorbeikommen. Die SpVgg Sterkrade 06/07 musste sich trotz einer starken Saison mit der Vizemeisterschaft begnügen. Für Trainer Lars Mühlbauer überwiegt dennoch der Stolz auf das Team und den Verein. Als kleines Trostpflaster konnte man auch den Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisliga A feiern.

Aufstieg knapp verpasst

Zur Ausgangslage war alles gesagt. Sterkrade benötigte am letzten Spieltag Schützenhilfe vom SC Oberhausen, der beim Tabellenführer Bottrop gastierte. Doch einmal mehr blieb der VfB souverän und verlängerte die eigene Siegesserie mit dem 1:0-Erfolg am finalen Spieltag auf neun.

Obwohl Verfolger Sterkrade seinem 4:2-Sieg gegen Fortuna Bottrop die eigenen Hausaufgaben erledigt, reichte es am Ende nicht mit dem Aufstieg. Bei 76 Punkten aus 30 Spielen entschied in der Endabrechnung also nur ein einzelner Punkt über den Aufstieg.

Kein Wunder also, dass die SpVgg nach Abpfiff zunächst niedersackte: "Wir waren erstmal total niedergeschlagen und konnten es gar nicht glauben. Das ist das Schlimme, dass es so ein knappes Ding war. Wenn sie mit 7:0 gewonnen hätten, wäre das nochmal etwas anderes", schilderte SpVgg-Trainer Lars Mühlbauer dem RevierSport.

>>> Hier geht es zur Abschlusstabelle der Bezirksliga, Gruppe 5

Gemeinsam ging es in der Folge zurück zum Heimplatz an der Dorstener Straße. Dort wurde die Mannschaft gebührend von der zweiten Mannschaft - die taggleich den Aufstieg in die Kreisliga A dingfest machte - aufgenommen.

"Sowas habe ich noch nie erlebt. Es dauert sehr lange, bis ich mal weine, aber wie die Zweite und die Fans uns empfangen haben, war überragend", schwärmte Mühlbauer und findet dabei auch viele lobende Worte an den gesamten Klub: "Das ist ein grandioser Verein, das kann ich Ihnen sagen, wirklich. Wahnsinn. Ohne Worte. Das kann man gar nicht beschreiben, weil das war einfach grandios."

Ohne große Veränderungen in die kommende Saison

Der Kader bleibt Sterkrade auch grundsätzlich erhalten. Mit Blick auf die Konkurrenz erlaubte sich Mühlbauer dabei auch eine kleine Spitze: "Wir bleiben ja komplett zusammen, nicht so wie beispielsweise der VfB Bottrop. Wenn ich da höre, dass schon so viele Leute wieder gehen, das macht mich ehrlicherweise schon ein bisschen fassungslos, weil das würde es bei uns nicht geben", überlegte der Sterkrade-Coach.

Mit dem soliden Fundamente wird es sicherlich auch in der kommenden Spielzeit möglich sein, oben in der Bezirksliga mitzuspielen. Womöglich hat Sterkrade auch das nötige Quäntchen Glück für den ganz großen Wurf.