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Allgemeines

Elversberg nur kurz Tabellenführer

SV Elversberg: 1:3-Heimniederlage gegen Spitzenreiter SC Paderborn 076

Die SV Elversberg hat das Spitzenspiel gegen den Spitzenreiter SC Paderborn 07 mit 1:3 (1:1) verloren. Die Saarländer waren nach der eigenen Führung sogar kurzfristig Tabellenführer, mussten sich dann aber dem Ligaprimus geschlagen geben.

Im Gipfeltreffen bei der SV Elversberg haben sich der SC Paderborn am 14. Spieltag der Zweitliga-Saison 2024/2025 dank einer reifen Leistung mit 3:1 (1:1) den nächsten Dreier gesichert. Laurin Curda traf kurz vor dem Ende des ersten Durchgangs, ehe Koen Kostons und Calvin Brackelmann den Sieg in der zweiten Spielhälfte besiegelten. Mika Baur feierte bei den Gästen sein Startelf-Debüt in der 2. Bundesliga.

SCP-Chef-Trainer Lukas Kwasniok entschied sich beim Gastspiel im Saarland für eine 5-4-1-Formation. Auch aufgrund von Verletzungen veränderte er seine Startaufstellung auf drei Postionen. Curda startete in der Defensive neben Felix Götze und Brackelmann. Im Mittelfeld agierte eine Raute mit Santiago Castaneda, Kostons, Baur und Kostons. Ilyas Ansah sollte in der Spitze für Torgefahr sorgen.

Die SCP07-Kicker übernahmen sofort die Initiative auf schwerem Geläuf. Ansah hatte die erste Chance, der Stürmer köpfte knapp am Tor vorbei (19.). Quasi aus dem Nichts markierte Muhammed Damar das 1:0 für die Hausherren (28.). Kurz vor dem Abpfiff des ersten Spielabschnitts schlug Curda zu: Nach einem Eckball stieg der Rechtsverteidiger am höchsten und nickte ein (45.+3).

In der zweiten Hälfte scheiterte Bilbija zunächst knapp an SVE-Schlussmann Nicolas Kristof (55.). Dann markierte Kostons die verdiente Führung, eine feine Ablage von Bilbija versenkte er technisch sauber im gegnerischen Gehäuse (64.). Für die vorzeitige Entscheidung sorgte Brackelmann, der nach einem Freistoß im Spiel blieb und im Nachsetzen zum 3:1-Endstand traf (80.).

Gäste-Trainer Lukas Kwasniok sagte nach dem Spiel: "Über 90 Minuten gesehen gehen wir als verdienter Sieger vom Platz. Wir hatten eine ganz gute Anfangsphase, wir sind durch Standardsituationen torgefährlich geworden. Elversberg hat dann aber unsere Schwäche auf der linken Defensivseite zum Führungstreffer ausgenutzt. Wir haben danach das Spiel aber ganz ordentlich kontrolliert, Elversberg konnte keinen druck entfalten, wir konnten aber auch nicht torgefährlich werden. Wir hatten im Übergang zum Tor zu viele technische Fehler. Der Gegentreffer zum 1:0 für Elversberg war dann ein Seitfallzieher. Wir hatten da auch etwas Pech, weil unser Spieler erst über den Ball haut, der Ball hoppelt und dann auch noch abgefälscht wird. Dann brauchten wir ein paar Minuten, blieben bei uns, schießen erst an die Latte und dann zum Ausgleich ins Tor. Ich musste Laurin Curda zur Pause rausnehmen, weil er gelb-rot-gefährdet war. dafür kam Tjark Lasse Scheller. Das zeigt die Ausgeglichenheit vin unserem Kader. Elversberg kam weiter nicht zur Entfaltung. Wir hatten dann Überzahlsituationen, die wir nicht gut ausspielen, ja fast kläglich vergeben. Ich war beim 2:1 für uns mit der Einwechslung von Luis Engelns beschäftigt und hab es erst später im TV gesehen. Ich habe dann aber gesehen, dass es gut herausgespielt war. Dann haben wir alles gut verteidigt und das 3:1 wieder nach einem Standard gemacht. Wir haben eine gewisse Qualität bei Standardsituationen, aber der Kader ist asuch bewusst so zusammen gestellt. Die Größenkonstellation hat sich bei uns extrem geändert. Wir haben in der Innenverteidigung und auf der Sechs jetzt größere Spieler und auf der Zehn zwei gute Standardschützen. Auch Elversberg ist da statistisch gesehen gut aufgestellt. Sie haben mehr Abschlüsse als unter dem Strich dabei rauskommt. Sie haben nicht ganz die Körpergröße, aber die spielerischen Varianten sind da.

Horst Steffen von der SV Elversberg sagte: "Wir haben immer wieder Angriffe hintenrum aufgebaut um damit etwas zu provozieren. Wir kamen aber zunächst nicht durch. Dann hatten wir einen guten Angriff, mit dem wir in Führung gingen durch den Seitfallzieher. Da waren unsere Fähigkeiten wieder zu erkennen. Auch wir hatten Szenen, die nicht zu Ende gespielt wurden oder wo der Ball schnell weg war. Wir waren dann nach vorne aktiv, haben aber nicht den richtigen Weg zum Tor gefunden. Der 1:1-Ausgleich war dann ein Dämpfer für uns. In Unterzahl kassieren wir dann das 1:2, danach wurde es schwierig. Wir hatten dann zu viele Ballverluste. Wir hätten Situationen besser ausspielen können. Am Ende fiel auch das dritte Tor kurios. Das Ergebnis stimmt, es hätte aber auch anders laufen können. Aber das sag ich schon seit Wochen, dass diese Liga so ausgeglichen ist, dass Kleinigkeiten entscheiden. Paderborn ist in Sachen Größe ein Stück weit vor uns. Wir versuchen, unsere Abschlüsse hinzubekommen. Wir waren oft der Meinung, es passiert was, aber dann kam oft ein gegnerisches Bein dazwischen.

Für die SV Elversberg, die vor den Sonntagspielen Fünfter ist und bis zum Ende des Spieltages noch drei weitere Plätze verlieren könnte, geht es bereits am kommenden Freitag (18.30 Uhr) mit dem nächsten Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg weiter. Die Westfalen bleiben über den Spieltag hinaus vorne und empfangen ebenfalls am Freitagabend den FC Schalke 04 in der Home Deluxe Arena.

Aufrufe: 030.11.2024, 15:53 Uhr
Fried/VereinAutor