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Elfmeter-Frust zieht sich beim MSV Duisburg durch die Saison

Womöglich war es die Fehlentscheidung, die den MSV Duisburg die Chance auf den Aufstieg kostete. Zum achten Mal in dieser Saison wurde den Zebras ein klarer Strafstoß verwehrt.

von Marcel Eichholz · 17.05.2026, 12:30 Uhr · 0 Leser
Can Coskun versteht die Schiedsrichterentscheidungen nicht mehr.
Can Coskun versteht die Schiedsrichterentscheidungen nicht mehr. – Foto: Sven Leifer

Auf dramatische Weise ist der Aufstiegstraum des MSV Duisburg am Samstag geplatzt. Die Zebras kamen im letzten Heimspiel der Saison nicht über ein 1:1 gegen Viktoria Köln hinaus. In der Endabrechnung war das zu wenig, da zeitgleich Verfolger Rot-Weiss Essen beim SSV Ulm mit 3:2 gewann und an den Duisburger in der Tabelle vorbei auf den Relegationsplatz zog. Neben all dem Frust sorgte einmal mehr eine Schiedsrichterentscheidung für Diskussionsstoff.

Es lief die 25. Minute im so wichtigen Drittliga-Spiel zwischen den Zebras und den Gästen aus der Domstadt. Lex-Tyger Lobinger bekam im Kölner Strafraum den Ball, wurde dann aber von seinem Gegenspieler klar gefoult. Die TV-Bilder belegen eindeutig, dass der Verteidiger nur den Knöchel von Lobinger trifft und nicht den Ball. Zum Entsetzen der allermeisten Zuschauer und der Verantwortlichen des MSV blieb die Pfeife von Schiedsrichter Martin Petersen stumm.

Die Szene war symptomatisch für die gesamte Saison. Kein einziges Mal bekam Duisburg einen Strafstoß zugesprochen. Wie das Portal liga3-online.de in Kooperation mit Ex-Schiedsrichter Babak Rafati ausgeführt hat, wäre dies der achte Elfmeter, den der MSV nicht bekommen hat, obwohl es einer gewesen wäre. Die Summer der Fehlentscheidungen, durch die eine Benachteiligung entstand, wächst damit auf 14 an. Von Fehlentscheidungen profitiert hat der Traditionsverein in dieser Spielzeit acht Mal, damit gehört er zu den vier Teams der Liga, die am wenigsten einen Vorteil hatten. Zum Vergleich: Alemannia Aachen hatte mit insgesamt elf Strafstößen die meisten Chancen vom Punkt in dieser Saison.

Unverständnis in Duisburg

Mit der Enttäuschung über die verpasste Relegation im Hinterkopf fand Florian Krüger nach Abpfiff klare Worte zur strittigen Szene. "Ich glaube, wir brauchen uns über Elfmeter nicht mehr unterhalten. Wir haben 38 Spieltage keinen Elfmeter bekommen. Ich weiß nicht, ob es das in der Geschichte des Fußballs schon einmal gab", erklärte der Angreifer.

Noch deutlicher wurde Can Coskun. "Ich weiß auch nicht, was wir gemacht haben, warum wir keine Elfmeter bekommen. Die Begründungen sind für mich auch teilweise einfach schlecht", sagte der Verteidiger und kritisierte damit die Kommunikation der Schiedsrichter. Er selbst war in dieser Saison auch schon in der Situation, dass er einen Strafstoß hätte bekommen müssen. "Mir fällt dazu nichts mehr ein. Es war ein klarer Elfmeter. Neben dem Hauptschiedsrichter sind ja auch noch andere Leute da. Deren Job an der Seitenlinie ist es, so etwas zu sehen und das zu sagen. Es ist extrem schade, weil es um sehr viel ging. Jetzt ist es passiert und wir können es nicht mehr ändern", führte er weiter aus.

Am kommenden Samstag hat der MSV zumindest noch die Chance, die Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen. Zwar ist der sportliche Ausgang im Endspiel um den Niederrheinpokal nur noch von sekundärer Natur, da sowohl die Zebras als auch Oberligist SC St. Tönis bereits für den DFB-Pokal qualifiziert sind, dennoch wäre es wichtig für die Moral, den Pott vor den eigenen Fans in die Höhe zu strecken.

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