
Dabei ist die Transferpolitik ein Resultat der letzten Saison, in der die Mannschaft oft an die personellen Grenzen kam. Neu-Trainer Philipp Kiebert möchte in der neuen Saison eine Mannschaft aus den bestehenden Jungs und den zahlreichen Neuzugängen formen (>> alle Zu- und Abgänge im Überblick).
Nach dem Thüringenliga-Abstieg im Sommer 2024 konnte sich der FSV 06 Ohratal in der letzten Spielzeit nur schwer in der Landesklasse 3 akklimatisieren. Nachdem zwischenzeitlich der Pfeil Richtung Tabellenkeller zeigte, raffte sich die Mannschaft – die da noch von Dirk Huber betreut wurde – und sicherte letztendlich die Liga. "Wir hatten durch die vielen Abgänge der letzten Saison personell sehr große Probleme in der Kaderbreite. Wir hatten aber auch das große Glück, dass zum einen die zweite Mannschaft bereit war punktuell 'aufzurutschen' und zum anderen, dass Spieler der jetzigen zweiten Mannschaft sowie aus den Alten-Herren-Mannschaften immer ihre Bereitschaft gezeigt haben, uns zu helfen. Wir dürfen aber bei der ganzen Transferpolitik auch nicht jene Spieler vergessen, die letzte Saison nicht einfach 'abgehauen' sind, weil es 'hässlich' wurde", sagt Philipp Kiebert mit Blick auf die Problemchen der letzten Saison. Frühzeitig machte Ohratal bekannt, dass der ehemalige Spieler ab der neuen Saison den Trainerposten übernimmt (wir berichteten).
Und der neue Trainer war auch federführend in Sachen Neuzugänge unterwegs. Gleich elf neue Spieler verpflichteten die Ohrataler zum aktuellen Zeitpunkt. "Unser Ziel für die kommende Spielzeit war also klar definiert: Quantität & Qualität - aber dennoch mit der Prämisse Spieler zu verpflichten, die auch in unser Vereins- und Mannschaftsgefüge passen. Unser Ansinnen ist keine Mannschaft mit sportlich tollen Einzelakteuren, aber ohne Charakter. Ich habe daher auch von Anfang an den Mannschaftsrat mit einbezogen und immer versucht über Probetrainings die ‚Vereinsnachhaltigkeit‘' mit einzubeziehen und dahingehend vorzufühlen. Auf dieser Basis resultierten zu großen Teilen unsere Entscheidungen hinsichtlich der Neuzugänge", fasst der 33-Jährige die Transferpolitik beim FSV zusammen.
Der Ohrataler Trainer ist schon seit Wochen dabei die Saison vorzubereiten. Die heiße Phase beginnt nun mit Beginn der Vorbereitung. Denn nun gilt es gemäß Sepp Herbergers Spruch 'Elf Freunde müsst ihr sein' die zahlreichen Neuzugänge zu integrieren, so Philipp Kiebert: "Wichtig für alle ist jetzt, dass sich die Kaderkonstellation ändern wird. Jeder Spieler muss sich im Klaren darüber sein, dass es auf vereinzelten Positionen einen echten und regelmäßigen Konkurrenzkampf geben wird. Das betrifft aber nicht nur die älteren Vereinsspieler, sondern auch die Neuen. Mich stimmt diese Tatsache eher positiv, denn ich persönlich erhoffe mir, dass aus dieser Erkenntnis eine hohe Trainingsbeteiligung und -intensität resultiert. Besonders freue ich mich aber auch darüber, dass wir aus unserer eigenen Nachwuchsabteilung ambitionierte Spieler in unsere Reihen bekommen. Einen großen Anteil daran hat natürlich die jahrelang gut geführte Vereinsführung von OHRAngeUnited, aber auch Trainerkollege Michael Storch, der die A-Junioren zum Kreisoberliga-Meister führte und in der kommenden Spielzeit in der Thüringenliga den nächsten folgerichtigen Schritt wagt."