2025-04-02T15:12:16.030Z 1743797855073

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Auch ein versierter Spieler wie Thomas Bauer brachte keine Wende im Murnauer Spiel.
Auch ein versierter Spieler wie Thomas Bauer brachte keine Wende im Murnauer Spiel. – Foto: Oliver Rabuser

„Ein rabenschwarzer Tag“: Murnau kassiert Pleite gegen Landesliga-Schlusslicht – Diemb sieht rot

Landesliga Südost

Der TSV Murnau verliert überraschend gegen den Tabellenletzten der Landesliga Südost. Bruckmühl ist vor allem körperlich überlegen.

Von Wolke sieben schlagen sie in der Realität auf. Eine Woche nach dem besten Auftritt in der Landesliga folgt der tiefe Fall der Murnauer. „Schlechteste Halbzeit der ganzen Saison“, klagt Trainer Martin Wagner. Sein Team brachte es fertig, gegen den Letzten aus Bruckmühl mit 0:2 zu verlieren – und das hochverdient. „Ein rabenschwarzer Tag, wir haben alles vermissen lassen in Halbzeit eins.“

„Sie waren uns körperlich überlegen, haben den Spielfluss gestoppt.

Martin Wagner, Trainer vom TSV Murnau.

Vor dem Spiel hatte man keine Anzeichen von Schwäche vernommen. Die Warnungen fielen klar aus. Keineswegs kam da ein Gegner an, der sich aufgegeben hat. Wagner beobachtete Gäste, die alles und jeden in die Zweikämpfe warfen. Was die Bruckmühler veranstalteten, sah nach Kampfsport aus, und das ist absolut positiv gemeint. „Sie waren uns körperlich überlegen, haben den Spielfluss gestoppt.“

Wagners Mannen suchten nach einem Führungsspieler, der den Laden mitreißt. Sie verloren ihren Kapitän Michael Marinkovic allerdings mit einer Verletzung. Zudem lädt der Coach Schuld auf Sicht. Weil er zwar mit Lucas Pfefferle einen versierten Fußballer in die Startelf packte, allerdings keinen Brecher, den es womöglich gebraucht hätte. „Das nagt auch an mir“, räumt Wagner ein.

Der Moment, an dem der TSV begann auseinanderzufallen, ereignete sich in der sechsten Minuten. Ein schneller Gegenangriff des SVB endete im Strafraum der Murnauer. Tizian Schatto vermied einen Kontakt, um keinen Elfmeter zu kassieren, Genti Krasniqi nutzte den Freiraum zum 1:0. „Der erste Nackenschlag, danach sind die Köpfe runtergegangen“, beobachtete der Trainer. Murnau reagierte eingeschüchtert. Marinkovic’ Verletzung nach 26 Minuten verunsicherte, kein Ruck ging durch die Reihen.

Diemb kassiert rote Karte nach Notbremse: „Kann man geben“

„Es hat sich nichts geändert. Wir waren weiter mega unglücklich unterwegs.“ Das trifft‘s genau mit Blick auf das 0:2 kurz vor der Pause. Ursprung war eine eigene Ecke, die letztlich in der eigenen Abwehr landete. Beim Zusammenspiel mit Christoph Greinwald unterlief Torwart Fabio Grund ein unsauberer Pass, Lukas Huber nutzte ihn. „Bruckmühl war super effizient“, lobt Wagner. Treffsicherheit und körperliche Stärke zeichneten den Gegner aus.

Murnau hingegen setzte in Hälfte eins gleich drei hochkarätige Chancen am Ziel vorbei. „Es ist alles gegen uns gelaufen, nichts hat geklappt“, betont der Coach. Wieder einmal bekam seine Elf mit aller Deutlichkeit vermittelt, dass in der Landesliga nicht immer der beste Fußball gewinnt. Was Murnau nach der Halbzeit bot, sah zwar gefällig aus. Wirklich bangen um den Sieg mussten die Gäste allerdings nicht. Zumal der TSV ab Minute 60 nur noch zu zehnt auf dem Platz stand. Ein langer Ball kam über die Abwehr, Manuel Diemb versuchte als letzter Mann zu klären. Für seine Notbremse aber sah er rot. „Kann man geben“, gestand Diemb nach dem Foul.

Die Bruckmühler schließen nun wieder zur Konkurrenz auf, was Wagner obendrein ärgert. „Das war ein wichtiges Spiel, Punkte waren eingeplant.“

Aufrufe: 09.9.2024, 06:47 Uhr
Andreas MayrAutor