2024-05-22T11:15:19.621Z

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Spielszene mit Christopher Trautmann rechts vom TSV Eching.
Spielszene mit Christopher Trautmann rechts vom TSV Eching. – Foto: Michalek

Ein echter Mentalitätsspieler: Christopher Trautmann bleibt beim TSV Eching

Trotz des Abstiegs bleibt dem TSV Eching sein Torjäger erhalten

Der Abstieg steht kurz bevor, doch es gibt auch gute Nachrichten vom TSV Eching: Christopher Trautmann geht weiter für die Zebras auf Torejagd. Aus gutem Grund.

Eching – Noch ist der TSV Eching Bezirksligist. Allerdings sind die Chancen auf den Klassenerhalt nur noch minimal. Verlieren die Zebras-Fußballer am Sonntag (14.30 Uhr) beim SV Sulzemoos, ist der Abstieg besiegelt. Einer, der unabhängig von der aussichtslosen Lage alles geben wird, ist Christopher Trautmann. Der torgefährliche Offensivakteur hat sich zu einer festen Größe im Team entwickelt.

„Chris ist ein Mentalitätsspieler, der weiß, wo das Tor steht“, sagt Trainer Maximilian Zgud-Schoeppner über den 25-Jährigen. „Er hat allerdings ein bisschen gebraucht, um seinen Rhythmus zu finden.“ Denn Trautmann fehlte von Anfang September bis zur Winterpause, weil er sich einen Lebenstraum erfüllte. „Ich war fünf Monate in Asien. Ich hatte schon immer Lust darauf, mal länger unterwegs zu sein“, erzählt Trautmann.

Sein Arbeitgeber spielte mit – und dies war nicht selbstverständlich, wie der gelernte Feinwerkmechaniker berichtet: „Ein Kollege hat das auch schon mal gemacht – und ist dann in Japan geblieben.“ Für Trautmann ging es allerdings wieder zurück Deutschland. Gut für seinen Arbeitgeber, gut für den TSV Eching.

Trautmann: „Es war eine krasse Erfahrung.“

Die Zeit hat ihn als Mensch wachsen lassen. „Es war eine krasse Erfahrung. Du hast keine Termine, siehst geile Sachen und lernst eine andere Kultur kennen. Die Leute sind sehr relaxt und lachen viel. Da kann man viel mitnehmen.“

Als er im Winter zurückkam, musste er sich erst mal akklimatisieren. Doch bald war er wieder der Spieler, der neun Tore zum Aufstieg 2023 beigesteuert hatte. Auch in dieser Saison läuft es: Obwohl er nur zwölf Partien absolviert hat, liegt er mit vier Treffern in der internen Torschützenliste auf dem zweiten Platz.

Ein Mentalitätsspieler, den man manchmal sogar zügeln muss

Doch es sind nicht nur die Tore, die Trautmann so wichtig machen: „Er spielt mit großem Einsatz. Manchmal muss man ihn sogar zügeln“, sagt Zgud-Schoeppner und meint damit etwa die Gelb-Rote Karte gegen Kammerberg, als er auf den Torhüter Druck ausübte und diesen foulte. „In der Szene habe ich es ein bisschen übertrieben. Was das betrifft, habe ich mich aber sogar gebessert. Früher bin ich öfter mal vom Platz geflogen“, berichtet Trautmann.

Nicht wegen dreckiger, sondern übermotivierten Aktionen. Zgud-Schoeppner sieht es ihm nach: „Genau das fehlt uns häufig. Er bringt dieses Element ins Spiel.“ Noch wichtiger sind aber die Impulse in der Offensive. „Ich spiele am liebsten als Zehner“, sagt Trautmann, der aber auch im Sturm zum Einsatz kommt.

Torwart bis zur C-Jugend

Alles in Ordnung, solange er nicht ins Tor muss. „Bei meinem Ex-Club Allershausen habe ich bis zur C-Jugend hauptsächlich im Tor gespielt.“ Da er ins Feld wollte, ihn der Trainer aber nicht ließ, wechselte er damals für eine halbe Saison nach Eching.

Und dann wieder zurück. Am besten ist Trautmann zweifelsohne weiter vorne. Das will er auch in der neuen Runde beim TSV zeigen: „Ich werde bleiben. Die Stimmung ist super. Nächste Saison wollen wir wieder angreifen.“ Dann wohl wieder in der Kreisliga. Moritz Stalter

Aufrufe: 019.4.2024, 14:00 Uhr
Moritz StalterAutor