
Der FC Wegberg-Beeck wahrt im Jahr 2026 seinen Heimnimbus. Im Duell gegen den 1. FC Düren behielten die Hausherren im Waldstadion knapp mit 1:0 die Oberhand und feierten damit bereits den fünften Sieg in der Rückrunde. Vor 311 Zuschauern war es einmal mehr Verlass auf Knipser Marc Kleefisch, der mit seinem 19. Saisontreffer den Unterschied machte und sein Team vorübergehend auf den sechsten Tabellenplatz schoss.
Schon die Anfangsphase versprach eine packende Partie. Die Hausherren legten los wie die Feuerwehr und drückten auf die frühe Führung. „Das war ein echter Arbeitssieg. Wir sind sehr gut in die Partie gekommen und hatten in den ersten 15 Minuten bereits drei oder vier hochkarätige Chancen, die wir leider liegen gelassen haben“, bilanzierte Beeck-Coach Mark Zeh nach dem Abpfiff. Doch auch die Gäste versteckten sich nicht. Nachdem sie die ersten brenzligen Situationen überstanden hatten, fanden sie besser in die Spur.
Düren-Trainer Luca Lausberg sah einen couragierten Auftritt seiner Elf: „Wir sind immer besser reingekommen und haben sehr strukturiert sowie diszipliniert verteidigt. Es gelang uns, das hohe Spieltempo von Beeck immer wieder rauszunehmen.“ Tatsächlich kam Düren durch Umschaltmomente gefährlich vor das Tor, scheiterte aber am glänzend aufgelegten Beeck-Keeper Yannik Hasenbein. Auf der Gegenseite hatte Timo Braun in der 25. Minute den Torschrei bereits auf den Lippen, traf aber nur das Aluminium. Mark Zeh haderte: „Da wäre die Führung eigentlich fällig und zu diesem Zeitpunkt auch mehr als verdient gewesen.“
Nach dem torlosen Seitenwechsel blieb die Partie ein Spiel auf Augenhöhe. Direkt nach Wiederanpfiff hätte die Führung für die Gäste fallen können „Wir haben durch Philipp Simon und Marcel Olszewski eine hervorragende Doppelchance vergeben, bei der das 0:1 eigentlich hätte fallen müssen“, so Lausberg. Stattdessen erhöhten die Beecker den Druck und suchten die Entscheidung.
Mark Zeh hatte in der Halbzeitansprache die Marschroute für den zweiten Durchgang vorgegeben: „Wir wollten den Druck erhöhen und mit einfachem Fußball sowie langen Bällen in die letzte Kette zu agieren. Das ist uns hervorragend gelungen: Wir haben Düren hinten reingedrückt und das Tor schließlich förmlich erzwungen.“ In der 66. Minute war es dann soweit: Eine Aktion über die Außenbahn landete im Zentrum bei Marc Kleefisch, der eiskalt vollstreckte. Luca Lausberg erkannte die Qualität des Schützen neidlos an: „Eine Aktion über die Außenbahn haben wir dann leider nicht konsequent wegverteidigt – und wenn man Marc Kleefisch in der Box zum Abschluss kommen lässt, dann klingelt es meistens auch.“
In der Schlussphase warfen die Dürener alles nach vorne, schoben die Innenverteidiger in die Spitze und agierten nur noch mit langen Bällen. Doch Wegberg hielt stand. „Die letzten zehn Minuten mussten wir noch einmal alles wegverteidigen. Aber wir haben das mit viel Herz verteidigt. Am Ende geht das 1:0 völlig in Ordnung“, freute sich Mark Zeh über den vierten Heimsieg in der Rückrunde.
Trotz der Niederlage zeigte sich auch Luca Lausberg nicht gänzlich unzufrieden, da sein Team an die starke Leistung gegen Bergisch Gladbach anknüpfen konnte: „Am Ende fehlte lediglich die Belohnung in Form eines Punktes, aber die letzten zwei Partien stimmen uns sehr positiv für die kommenden Wochen.“