
Die Regionalliga-Partie am vergangenen Samstag zwischen dem VfB Eichstätt und dem TSV Aubstadt wurde von einem Schreckmoment überschattet. Kaum zehn Minuten waren absolviert, da blieb Eichstätts Mustafa Fatiras verletzt am Boden liegen. Beim 26-jährigen Innenverteidiger war die Kniescheibe herausgesprungen, er musste minutenlang behandelt werden. Bange Momente für ihn und seine Teamkollegen, die sichtlich mitlitten. Anschließend wurde er auf einer Trage vom Spielfeld gebracht und mit dem Krankenwagen abtransportiert. Eine MRT-Untersuchung hat nun Aufschluss über die Schwere der Verletzung gegeben.
Glück im Unglück für den Defensivspezialisten, der vor der Saison vom württembergischen Südwest-Regionalligisten FC 08 Villingen in die Domstadt gekommen war: Das Kreuzband hat er sich nicht wie zunächst befürchtet gerissen. Ob er operiert werden muss, das ist noch nicht final abgeklärt. Fatiras wird rund drei bis sechs Monate ausfallen. "Das ist natürlich richtig bitter für uns. Mustafa hat auf Anhieb bewiesen, dass er uns sofort weiterhelfen kann und hat sich in wenigen Monaten schon zum Führungsspieler gemausert. Dass wir bislang nur zehn Gegentore hinnehmen mussten, war auch sein Verdienst", so Eichstätts Sportvorstand Marco Schiebel, der mittlerweile einige Sorgenfalten auf der Stirn hat: "Unser Kader ist ganz schön ausgedünnt. Aber hilft nix, wir bleiben positiv und werden auch am Samstag in Illertissen versuchen zu punkten."

Das Verletzungspech hat auch zwischen den Pfosten zugeschlagen: Auch auf Stammtorhüter Felix Junghan, der bereits gegen Aubstadt von Nikolai Sauernheimer tadellos vertreten wurde, müssen die Eichstätter bis nach der Winterpause verzichten. Der 32-Jährige hatte sich vergangene Woche im Training einen Fußbruch zugezogen und ist bereits am Montag erfolgreich operiert worden.