
Es war mit die Geschichte des Relegations-Rückspiels zwischen Viktoria Aschaffenburg und dem SC Eltersdorf. Der eben erst von einem Kreuzbandriss genesene Michael Gorbunow köpfte die Mainfranken kurz vor Schluss mit seinem Treffer zum 1:0 in die Verlängerung. Der SVA sprang dem sportlichen Tod gerade noch so von der Schippe. Das Ende ist bekannt, Aschaffenburg packte im Elfmeterschießen den Klassenerhalt in der Regionalliga Bayern. Und Gorbunow? Der 26-Jährige war die tragische Figur. Im Nachhinein stellte sich dann heraus, dass just im Moment des Torerfolgs erneut das Kreuzband riss. Unglaublich: Gorbunow hielt trotz der schweren Verletzung eine weitere halbe Stunde bis zum Ende der Verlängerung durch. Am Montag dieser Woche ist er erneut operiert worden - und hat nun einen neuen Vertrag bekommen.
"Michael hat trotz der schweren Verletzung bis zum Ende der Verlängerung gegen Eltersdorf durchgehalten und damit gezeigt, welches Kämpferherz in ihm steckt und wie sehr er sich mit dem SVA identifiziert. Wir haben keine Sekunde gezögert, ihn mit einem neuen Vertrag auszustatten und haben mit ihm vereinbart, dass er während seiner Rehazeit unser Team-Management unterstützt und somit dauerhaft nah an der Mannschaft bleibt. Er ist charakterlich und sportlich eine Verstärkung und so lange er noch nicht auf dem Platz stehen kann, hilft er uns im Staff-Team", erklärt Aschaffenburgs Sportlicher Leiter Sandro Sirigu.
Michael Gorbunow selbst weiß es zu schätzen, dass ihn der Verein in einer für ihn persönlich schwierigen Zeit nicht fallen lässt: "Ich freue mich riesig und bedanke mich bei den Verantwortlichen des Vereins, dass man mir nach der zweiten Knieverletzung nochmals einen Vertrag angeboten hat. Ich bin schon einmal zurückgekommen und werde es auch ein zweites Mal tun."
Mit Lian Akkus Rodriguez hat die Viktoria zudem einem guten Kumpel von Gorbunow unter Vertrag genommen. Der offensive Mittelfeldmann kommt vom FC Gießen und lebt in Frankfurt. Ausgebildet wurde der 21-Jährige bei Darmstadt 98. Im Sommer 2022 schloss er sich dem FC Gießen an. In der abgelaufenen Saison absolvierte er 18 Einsätze in der Regionalliga Südwest, dabei gelang ihm ein Treffer.
Cheftrainer Aytac Sulu zur Personalie: "Mit Lian haben wir einen Zehner verpflichten können, der technisch sehr stark ist und dazu sehr ballsicher agiert. Seine Kreativität aber auch seine zielgerichtete Spielweise zum gegnerischen Tor werden dazu beitragen, dass wir in der Offensive effektiver werden."