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»Dreckiger« Sieg für den Primus: Gladbach baut Vorsprung aus

Während Verfolger Hohkeppel patzt, zittert sich die Kruth-Elf in der Schlussphase zum Heimsieg gegen Fortuna Köln II.

von Andreas Santner · 29.03.2026, 20:03 Uhr · 0 Leser
– Foto: Pedro Fatzikis

Der SV Bergisch Gladbach 09 ist der große Gewinner des Wochenendes in der Mittelrheinliga. Während der ärgste Verfolger Eintracht Hohkeppel mit einer Niederlage im Gepäck aus Wegberg-Beeck heimkehrte, erledigte der Spitzenreiter seine Hausaufgaben gegen die Zweitvertretung von Fortuna Köln – wenn auch mit einer ordentlichen Portion Zittern in der Schlussphase. Am Ende stand ein knapper 2:1-Erfolg zu Buche, der den Vorsprung an der Sonne weiter anwachsen lässt.

Effizienz nach Standards: Cindrak und Mimini stellen die Weichen

Vor 153 Zuschauern entwickelte sich die Partie gegen die Regionalliga-Reserve der Fortuna wie erwartet zäh. Die Gäste traten mit Profi-Unterstützung an, unter anderem stand Neo Telle in der Innenverteidigung. „Das Spiel war wie erwartet anspruchsvoll. Insgesamt ist da eine sehr gute Mannschaft auf uns getroffen“, analysierte Gladbachs Coach Kevin Kruth nach der Partie. In einer ersten Halbzeit mit wenigen Highlights war es Ervin Cindrak, der nach einer Standardsituation im „zweiten oder dritten Versuch“ zur Führung traf (17.).

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Bild ähnlich: Gladbach stand defensiv stabil, während die Fortuna spielerisch mithielt, aber nicht zwingend genug wurde. Erneut war es ein Standard, der für die Vorentscheidung sorgte: Ein direkter Freistoß von Ardit Mimini (61.) segelte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck zum 2:0.

Zitterpartie in der Nachspielzeit: Schulze rettet den Dreier

Dass es am Ende nochmal richtig spannend wurde, lag an der mangelnden Chancenverwertung des Primus. „Wir verpassen das 3:0 oder 4:0 und laufen dann in der 89. Minute etwas naiv in einen Konter“, ärgerte sich Kruth. Prompt fiel der Anschlusstreffer durch Salim Hadouchi (90.+1), der den Ball vom linken Strafraumeck herrlich ins lange Eck schlenzte. In den Schlusssekunden lag sogar der Ausgleich in der Luft, doch Keeper Robin Schulze hielt den Sieg fest.

Stefan Kleefisch, Teammanager der Fortuna-Zweitvertretung, sah sein Team trotz vieler Ausfälle gut im Spiel: „Wir haben über weite Strecken trotz der vielen Ausfälle auf Augenhöhe mit dem Primus agiert. Leider traf Bergisch Gladbach zweimal nach Standardsituationen. Insgesamt war der Gegner in den entscheidenden Momenten griffiger und galliger als wir.“ Kleefisch fügte hinzu: „Nach dem 2:0 haben sie ihre Räume und Chancen jedoch nicht konsequent genutzt – und am Ende können sie froh sein, dass sie in der Nachspielzeit nicht noch den Ausgleich kassiert haben. Die Chancen für uns waren definitiv da.“

"Nicht immer nach Leitfaden"

„Man darf von einer so jungen Mannschaft nicht erwarten, dass immer alles nach Leitfaden läuft wie in der Vorwoche. Wir sind glücklich über den Sieg, auch wenn er am Ende ein bisschen ‚dreckig‘ war“, so Kruths Resümee.