2026-04-10T07:15:08.667Z

Spielbericht

Dramatisches Ende: Der FCD fordert dem Tabellenführer alles ab

Fußball-Mittelrheinliga: Der 1. FC Düren beendet mit dem 2:2 gegen Bergisch Gladbach seinen Negativlauf. Die zweite Halbzeit hat es in sich.

von Lars Voßen · Heute, 21:35 Uhr · 0 Leser
Umkämpft: FCD-Kapitän Nils Schütte (M.) im Duell mit dem Ex-Dürener Finn Stromberg (l.).
Umkämpft: FCD-Kapitän Nils Schütte (M.) im Duell mit dem Ex-Dürener Finn Stromberg (l.). – Foto: Danielle Schall-Langfort

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
Sparkasse Aachen

Nach einer dramatischen Schlussphase richtete der Kapitän ein paar Worte in Richtung seines Ex-Vereins aus: „Mehr konnten wir heute für den VfL Vichttal nicht tun“, sagte Nils Schütte. Bis in die Nachspielzeit hinein war dieser Satz komplett richtig gewesen. Nach Schlusspfiff musste man ihn etwas modifizieren: Viel mehr konnte der 1. FC Düren nicht für den um den Aufstieg spielenden VfL Vichttal tun.

Der Fußball-Mittelrheinligist holte gegen den Tabellenführer SV Bergisch Gladbach ein 2:2 (1:0) und beendete damit den Negativlauf von vier Niederlagen am Stück. Auch die Gäste waren „Serientäter“, hatten vier Ligaspiele hintereinander gewonnen. Beide Serien endeten an diesem Nachmittag.

„In Summe ist das ein gerechtes Ergebnis“, meinte Gästetrainer Kevin Kruth. „In einer anderen Konstellation wären es zwei verlorene Punkte gewesen. Aber nach vier Niederlagen ohne eigenen Treffer ist es trotz der späten Nackenschläge ein gewonnener Punkt für uns, den wir gerne fürs Selbstwertgefühl mitnehmen“, meinte auch FCD-Trainer Luca Lausberg.

Effizienter als der FCD in Halbzeit eins kann man es kaum machen: Die erste und einzige Großchance der Dürener führte zum ersten Treffer. Nach schöner Kombination schoss Jannis Kuckertz zunächst an den Pfosten. Den Abpraller ins leere Tor staubte Samy Jaksic ab (31.). „Das ärgert mich ein wenig. Wir waren da dreimal zu fahrig im Zweikampf“, bemängelte Kruth.

Bis zu diesem Treffer hatten beide Torhüter wenig bis gar nichts zu tun gehabt. Erst nach dem Rückstand kam auch der Tabellenführer zu klaren Chancen: FCD-Torwart Jonas Rifisch hielt gut gegen Ole Tillmann (34.). Bei einem Kopfball auf die Latte hatte der Gastgeber Glück (38.). In der ersten Minute der Nachspielzeit verpasste es Soufian Amaadacho, einen schönen Angriff zum Ausgleich zu vollenden.

Effizient blieb der FCD auch in Durchgang zwei: Schütte und Emeraude Kongolo sorgten für Unruhe im Strafraum der Gäste, die den Ball nicht geklärt bekamen. Vinzent Zingel behielt nach schöner Einzelaktion die Ruhe und netzte bei seinem ersten Treffer im Dürener Trikot flach zum 2:0 ein (50).

Düren verteidigte mit viel Leidenschaft. Der Tabellenführer konnte drei gute bis sehr gute Chancen nicht nutzen (71., 83., 85.) und forderte mehrfach vergeblich Elfmeter. Die Nachspielzeit war erst kurz verkündet worden, als Kruths Team doch noch traf: Ein hoher Ball in den Strafraum wurde per Kopf verlängert; Tillmann stand im Fünfmeterraum richtig und frei, machte seinem Team wieder Hoffnung (90.+1).

Und dann wurde es bitter für den FCD: Bergisch Gladbach warf alles vorne. Erneut ein hoher Ball in den Strafraum sorgte für Tohuwabohu im Strafraum. Und dieses Mal zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. „Es gab einige kritische Situationen im Strafraum, ich möchte keine davon bewerten“, meinte Lausberg.

Tristan Arndt verwandelte den Strafstoß sicher (90.+4). Das wäre beinahe noch nicht das Ende gewesen: Bergisch Gladbach stand hinten weiter sehr offen, der FCD konterte noch einmal. Doch Gästetorwart Robin Schulze entschärfte Philipp Simons Flachschuss (90.+6). „Dann wären wir zu 100 Prozent effektiv gewesen an diesem Tag“, sagte Lausberg.

Diese vergebene Chance war dann das Ende eines Spiels mit dramatischer Schlussphase. „Es ist gut, wie wir zurückgekommen sind. Aber wir haben die Platzbedingungen am Anfang zu naiv nicht angenommen, hätten früher mit langen Bällen agieren müssen. Dann hätten wir den Dreier geholt“, bilanzierte Kruth. „Es war eine starke Leistung von uns. Die Jungs haben alles auf dem Platz gelassen“, zeigte sich Lausberg zufriedener als sein Trainerkollege.

Dieser Artikel kommt von unserem Partner Aachener Zeitung. Noch mehr spannende Portraits, Reportagen, Livesstreams, Interviews und Analysen zu deinen Lieblingsteams in der Region findest du auf http://www.aachener-zeitung.de