Der TSV Dorfen feiert einen 2:1-Auswärtssieg in Siegsdorf, auch wenn sich die Mannschaft von Andreas Hartl sich das Spiel selbst schwerer machte.
Siegsdorf/Dorfen – Mit einem verdienten, aber hart umkämpften 2:1 (1:0)-Erfolg kehrten die Fußballer des TSV Dorfen aus Siegsdorf zurück. Aber sie haben es sich einmal mehr selbst schwerer gemacht, als es hätte sein müssen. Wieder haben sie es versäumt, den Sack eher zuzumachen.
Es herrschten in der Hobmaier-Arena beste spätsommerliche Verhältnisse. Nur die Temperatur, das Thermometer zeigte um die 30 Grad an, machte beiden Mannschaften zu schaffen. Schon von Beginn an hatten die Hartl-Mannen leichte Vorteile. Nach einer schönen Einzelaktion über die rechte Seite zielte Markus Mittermaier über den Kasten (12.). Dann aber hätte er fast nach einem Kopfball eines Siegsdorfers ein Eigentor fabriziert (19.).
Der Führungstreffer der Dorfener dann durch Gerhard „Gaga“ Thalmeier. Ein perfekt getimter Steckpass von Mittermaier, und so konnte der Torjäger alleine auf Torhüter Fabian König zulaufen. Den umkurvte er auch noch und schob aus 13 Metern in leere Gehäuse zur 1:0-Führung ein (22.). In der Folge passierte zunächst nicht viel, dann aber wieder die Isenstädter. Nach einer Hereingabe von Benedikt Hönninger kam Leon Eicher frei zum Schuss, traf aber das Leder nicht richtig (36.).
Die erste Möglichkeit nach Wiederanpfiff hatten die Gäste. Manuel Schlesak setzte einen Kopfball nach Eckball von Felix Schrobenhauser knapp drüber (49.). Das wollten sich die Dorfener nicht bieten lassen und drehten auf. Ein Drehschuss von Marvin Bräuniger aus 16 Meter landete noch in den Armen von König (52.). Kurze Zeit später aber das erlösende 2:0. Ein schneller Angriff über rechts, Querpass von Bräuniger, schließlich kam die Kugel zu Alexander Linner, und der beförderte den Ball per Direktabnahme aus etwa 20 Metern unhaltbar in die Maschen (55.).
Thalmaier traf aus kurzer Entfernung nur den Pfosten (58.). Trotzdem wurde es noch einmal spannend. Schiedsrichter Mert Akkoyun (TSV Peiting) pfiff einen zweifelhaften Elfmeter. Hönninger soll den eingewechselten Felix Brandner umgerissen haben. Natürlich ließ sich Fabian Furch die Gelegenheit nicht entgehen und wuchtete das Leder unhaltbar für Wolf zum 1:2 unter die Latte (71.). Aber außer einem Freistoß von Furch aus 20 Metern (84.) ließen die Dorfener nichts mehr zu und sicherten sich den am Ende knappen, aber verdienten 2:1-Erfolg. Trotzdem hatten sie sich das Leben schwerer gemacht, als es das gebraucht hätte. Zu viele Möglichkeiten blieben auf Seiten des TSV ungenutzt. (Hans-Peter Mertins)