2024-03-04T12:27:13.471Z

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– Foto: IMAGO / Fotostand

Diskussion um Energies neuen Stadionnamen: "Jetzt müsst ihr liefern"

Der neue Name des "Stadion der Freundschaft" findet nicht überall anklang.

Am vergangenen Samstagnachmittag stimmte sich der FC Energie Cottbus zusammen mit Sänger Alexander Knappe, den örtlichen Chören der Stadt Cottbus und den Fans auf die diesjährige Weihnachtszeit ein.

Als Premiumpartner und Trikotsponsor hatte die LEAG erstmals unter dem Motto "Die Lausitz singt mit Energie" zu einem gemeinschaftlichen Treffen in Stadion eingeladen. Knapp 5.000 Energiefans folgten dieser Einladung. Mit Spannung wurde die Bekanntgabe des neuen Namens des Stadion der Freundschaft erwartet: Mit "LEAG Energie Stadion" wolle man Sponsor, Verein und gängiges Vokabular verbinden.

Es war zu erwarten, dass der neue Name kritische Stimmen hervorbringen wird. Wir haben uns durch die sozialen Medien gewühlt und Reaktionen gesammelt.

"Mit welchen Vereinen meint ihr denn mithalten zu wollen/können. Mit denen aus der RL Nordost? Was ist, wenn Cottbus aufsteigen sollte (was ich noch nicht sehe) was verkaufen wir dann noch alles. In der 3. Liga wird es finanziell bedeutsam schwieriger. Man hätte es aus meiner Sicht öffentlich machen sollen, dann würden sich viele Fans nicht so hintergangen fühlen. Man hätte auch für einen Namen abstimmen können, dann hätte man das Gefühl gehabt, etwas mit entschieden zu haben. So finde ich es allerdings sehr schwach", so die Meinung eines Users.

"Man hätte auch für einen Namen abstimmen können"

In die gleiche Kerbe schlägt auch einer der meistgelikten Kommentare: "Sorry, aber jetzt müsst ihr mehr denn je liefern. Seit Jahren utopische Preise bezüglich Tickets und Fanshopartikeln und nun noch die traditionelle Seele, unser geliebtes Stadion der Freundschaft, verkauft, um noch mehr Geld zu haben. Wenn jetzt das groß angekündigte Ziel Aufstieg verfehlt wird, werden einige Fans sicherlich nicht mehr so zufrieden sein. Hoffen wir mal, dass das nicht der Anfang weiterer Schritte in Richtung Kommerzialisierung war. Es wird auf ewig nur einen Namen geben. PRO SDF!"

– Foto: IMAGO / Fotostand

"Was mich und wahrscheinlich viele andere stört, ist die fehlende Transparenz bei diesem Prozess. Dass der Verein Geld braucht okay aber die Fans waren schon immer gegen den Verkauf des Stadionnamens, das hätte besprochen werden müssen. Nun hat man das hinter dem Rücken der Fans entschieden und bis jetzt einfach keine Summe genannt die man dafür bekommen hat?! Wenn wir nicht mindestens 5 Millionen dafür bekommen haben - was ich nicht glaube - war das einfach ein absolutes Minusgeschäft. Das ist als wenn man eine sehr gute Aktie an ihrem Tiefpunkt sich auszahlen lassen hat. Ich find diesen ganzen Prozess einfach komisch, auch sowas als „Überraschung“ anzukündigen. Wirklich tolle Überraschung ehrlich."

"Alles richtig gemacht"

Es gibt aber nicht nur kritische Stimmen. Eine ganze Reihe von Befürwortern, welche die Finanzspritze als wichtigen Impuls für die Zukunft sehen:

"Wurde Zeit und ist lange überfällig will man mit anderen Vereinen mithalten. Jetzt Stadion modernisieren, Stadiongesellschaft gründen und als letztes den Verein ausgliedern, dann sind wir doch gut aufgestellt für die Zukunft. Denn ohne Geld und Sponsoren kommt man heut zutage nicht mehr weit also alles richtig gemacht, FC Energie Cottbus.

"Bekundungen gegen den neuen Namen hören sich für mich an nach "Wasch mich, aber mach mich nicht nass". Alle wollen Erfolg, aber keiner sieht es ein etwas dafür zu tun."

"In Frankfurt/Oder, Gera und Leipzig stehen auch noch Stadien der Freundschaft. Dieser Name ist doch auch nur ein Relikt aus den Zeiten des Sozialismus. Klar hat der Name mit den Jahres an Tradition gewonnen, aber ich denke auch, dass wir die finanzielle Unterstützung benötigen um wettbewerbsfähig zu bleiben. Alles richtig gemacht."

"Sehr schön. Durchaus gut gewählter Name und die extra Kohle haben wir dringend nötig."

Aufrufe: 018.12.2023, 12:48 Uhr
redAutor