
Am 24. Spieltag der Erstliga-Gruppe 3 hat Tuggen das Kantonsderby klar für sich entschieden. Damit schliesst der FCT punktemässig zum zweitplatzierten Wettswil-Bonstetten auf, das nur Remis spielte. Am anderen Tabellenende schöpfte die "Spielvi" mit einem wichtigen Sieg wieder etwas Hoffnung. Ärger gab es beim FC Dietikon, der trotz eines zwischenzeitlich klaren Vorsprungs nicht über ein Remis hinauskam.
Verspielt: Dietikon trotz 3:0-Führung nur mit Remis
Der FC Dietikon hat gegen den FC Kosova einen sicher geglaubten Sieg verspielt. Die Limmattaler trennten sich nach zwischenzeitlicher 3:0-Führung am Ende "nur" 3:3.
Bei besten äusseren Bedingungen legten die Gastgeber einen Blitzstart hin: Bereits nach knapp zwei Minuten brachte Damjan Simic Dietikon nach einem Eckball per Kopf in Führung. In der Folge blieb der FCD dominant und baute das Skore innerhalb weniger Minuten weiter aus. Freddy M’Biye verwandelte nach 17 und 21 Minuten gleich zwei Foulelfmeter souverän zum scheinbar beruhigenden 3:0.
Doch die Partie kippte noch in der ersten Halbzeit. Kosova fand besser ins Spiel und verkürzte durch Enis Kuka per Kopf. Nur wenige Minuten später stellte Ruhan Foniqi ebenfalls vom Elfmeterpunkt auf 3:2. Innerhalb einer halben Stunde sahen die Zuschauer bereits fünf Treffer – ein Offensivspektakel mit offenem Ausgang.
Nach dem Seitenwechsel blieb Dietikon spielbestimmend, tat sich jedoch schwer, zwingende Chancen herauszuspielen. Eine Viertelstunde vor Schluss folgte der nächste Rückschlag: Nach einem gescheiterten Eckball der Hausherren konterte Kosova schnell und effizient; Altin Selimi glich freistehend zum 3:3 aus. In der Schlussphase suchten beide Teams den Siegtreffer, doch trotz Nachspielzeit blieb es beim Remis. Für Dietikon ein weiterer Rückschlag im Kampf um die Aufstiegsplätze.
"Uns fehlte einmal mehr die Cleverness. Wir hatten die Partie im Griff. Aber dann spielten wir naiv und der Gegner nutzte das aus", bilanzierte FCD-Coach Daniel Tarone in der "Limmattaler Zeitung".
Dominant: Tuggen überrollt Freienbach im Kantonsderby
Das Duell zwischen den Kantonsrivalen Freienbach und Tuggen endete klar zugunsten der Märchler. Gleich mit 5:1 fegte Tuggen ein vor allem in der ersten Hälfte schwaches Freienbach vom Platz.
Der FC Freienbach erwischte im Derby einen denkbar schlechten Start. Das Team von Trainer Stefan Flühmann agierte von Beginn weg fahrig, unkonzentriert und meist einen Schritt zu spät. Bereits nach weniger als zwei Minuten kam Tuggen erstmals gefährlich durch und verzeichnete einen Lattentreffer.
Doch diese frühe Grosschance blieb ohne Wirkung auf die Höfner – im Gegenteil. Nach rund sechs Minuten wurde Ramabaja steil lanciert und im Strafraum von einem Freienbacher zu Fall gebracht. Zum fälligen Elfmeter trat Morina an, scheiterte jedoch am glänzend reagierenden Leon Merkas, der sein Team vorerst vor dem Rückstand bewahrte.
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Der Freienbacher Keeper sollte kurze Zeit später erneut im Fokus stehen: Nach einer guten Viertelstunde parierte Merkas auch den zweiten Strafstoss der Gastgeber, diesmal getreten von Keller, und war klar der beste Akteur der Anfangsphase aufseiten der Gäste.
Trotz dieser Abwehrschlachten zwischen den Pfosten konnte Freienbach den Rückstand nicht dauerhaft verhindern. In der 27. Minute gelang dem Heimteam folgerichtig die Führung: Wieder entwischte Ramabaja in die Tiefe und traf via Innenpfosten zum 1:0. In der Folge fand Freienbach etwas besser ins Spiel und kam durch Teixeira zu einer ersten Abschlussmöglichkeit. Insgesamt blieb Tuggen jedoch spielbestimmend und erhöhte noch vor der Pause erneut durch Ramabaja auf 2:0.
Mit einem Dreifachwechsel reagierte Freienbachs Trainer Stefan Flühmann auf den schwachen Auftritt in der ersten Halbzeit. Tatsächlich zeigte der FCF nach dem Seitenwechsel ein anderes Gesicht, erhöhte den Druck und versuchte, das Spiel noch zu drehen. Gleich zweimal fehlte unmittelbar nach Wiederanpfiff nur wenig zum Anschlusstreffer, und beim mitgereisten Freienbacher Anhang keimte kurzzeitig Hoffnung auf. Diese machte Tuggen jedoch in der 53. Minute zunichte, als ein schnell vorgetragener Konter von Quintas eiskalt zum 3:0 abgeschlossen wurde.
Nach dem dritten Treffer flachte die Partie etwas ab, beide Teams schienen einen Gang zurückzuschalten. Dennoch nutzte Tuggen die ruhigere Phase und erhöhte auf 4:0. In der Schlussphase suchte Freienbach nochmals vermehrt den Weg nach vorne und kam durch den eingewechselten Catari nach einem Eckball zum verdienten Ehrentreffer. Den Schlusspunkt setzte allerdings erneut der FC Tuggen: In der Nachspielzeit traf der ebenfalls eingewechselte Jakupov mit einem wuchtigen Abschluss zum 5:1-Endstand.
Getroffen: YF Juventus demontiert Höngg
Der Tabellenführer YF Juventus machte mit dem abstiegsbedrohten SV Höngg kurzen Prozess. Die Mannschaft von Nzuzi Toko siegte im Stadtzürcher-Derby klar mit 4:0.

Erkämpft: Wettswil-Bonstetten nimmt einen Punkt aus Taverne mit
Im Verfolgerduell zwischen Wettswil-Bonstetten und Taverne gab es keinen Sieger. Die beiden Mannschaften trennten sich 2:2 unentschieden.
Bei sommerlichen Temperaturen von rund 25 Grad entwickelte sich von Beginn an eine intensive Begegnung. Die Gastgeber aus dem Tessin erwischten den besseren Start und gingen nach wenigen Minuten durch Ex-Profi Sabbatini in Führung, der einen Eckball per Kopf verwertete.
Die Zürcher liessen sich davon jedoch nicht beirren und erspielten sich mehrere gute Chancen, scheiterten aber wiederholt am stark reagierenden Taverne-Keeper Peev. Nach etwas mehr als 30 Minuten wurden die Bemühungen der Gäste belohnt: Bellis nutzte eine Unordnung in der Defensive der Hausherren und erzielte den verdienten Ausgleich. Noch vor der Pause schlug Taverne jedoch zurück, als Diarra nach einem langen Ball zum 2:1 einschob.
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Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Gäste mutig und glichen früh durch einen herrlichen Weitschuss von Captain Peter erneut aus. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld. Trotz vereinzelter Offensivaktionen blieb es bis zum Schlusspfiff beim insgesamt gerechten Unentschieden.
Gewonnen: "Spielvi" schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf
Eine Woche nach der 0:7-Heimklatsche ist die Gemütslage bei der "Spielvi" Schaffhausen wieder eine komplett andere. Dank eines 2:1-Auswärtssieges über die U21 des FC St. Gallen sind die Munotstädter nur noch vier Zähler hinter dem rettenden Abstiegsstrich.
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Geteilt: Winterthurs U21 wird für Moral mit Punkt belohnt
Die U21 des FC Winterthur trennte sich trotz zweifachen Rückstands auswärts beim FC Baden 2:2 unentschieden.
Die Gäste erwischten den besseren Start und erspielten sich in der Anfangsphase mehrere gute Möglichkeiten, doch Winterthur blieb ruhig und kämpfte sich ins Spiel. Torhüter Silvan Heierli wurde früh geprüft, und besonders über Badens linke Seite entstand immer wieder Gefahr. Nach rund einer halben Stunde nutzte Ensar Huruglica eine dieser Aktionen zur Führung für die Aargauer.
Auch Winterthur kam vor der Pause zu Chancen, profitierte schliesslich von Fehlern in der Badener Defensive. Nach einem Pfostenschuss von Alisan Morina reagierte Leandro Maksutaj am schnellsten und verwertete den Abpraller zum verdienten 1:1-Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie zerfahrener, Torchancen blieben lange Mangelware. Mitten in diese Phase erzielte Baden durch Andrin Ulli das 2:1, nachdem Winterthur kurzzeitig den Zugriff verloren hatte. Doch die Gastgeber glaubten weiter an sich. In der Schlussphase erhöhte Winterthur den Druck und kam nach einem Freistoss von Giuliano Foro zum erneuten Ausgleich, bei dem Badens Torhüter machtlos war.
In den letzten Minuten lag sogar beinahe noch mehr drin: Ein weiterer Freistoss sowie ein Pfostentreffer unterstrichen Winterthurs starke Schlussphase.
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