Bergstraße. In einem munteren Odenwald-Derby der Gruppenliga teilten sich die SG Wald-Michelbach und der SV Fürth vor 400 Zuschauern die Punkte. Das erste richtige Heimspiel in dieser Saison im Weiherhausstadion hat der FC 07 Bensheim in den Sand gesetzt. Die FSG Riedrode machte 90 Minuten lang Druck und gewann am Ende verdient drei Punkte gegen den Tabellendritten SV Münster.
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SG Wald-Michelbach – SV Fürth 1:1 (1:1). „Der Bann ist gebrochen: Wir haben auswärts gepunktet“, freute SVF-Sportchef Valeri Biljuk nach dem gerechten 1:1: „Es war ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten – ein typisches Unentschieden-Spiel.“ Dabei gingen die Gastgeber durch Kim Naas in Führung. Gero Lammer, den Fürth kaum in den Griff bekam, und Daniel Jahn hatten die Vorarbeit geleistet. „Dann haben wir aber zu einfach das Gegentor kassiert, zu lasch verteidigt“, sagte SGW-Abteilungsleiter Dimitri Loenko. Denn Chris Diefenbach brachte die Fürther nach einem Konter und auf Vorlage von Adis Dolicanin zurück ins Spiel – 1:1. „Beide Mannschaften haben bis zum Schluss auf Sieg gespielt, aber der Lucky Punch ist ausgeblieben“, sagte Loenko. Die besten Chancen für diesen hatten Julian Frank (SV) und Ingo Dörsam (SG). „Eine Steigerung war da“, lobte Loenko den Auftritt der SG: „Wir kriegen jetzt die Kurve, und das ist wichtig.“ Denn am Samstag steht das Derby gegen den Sportplatz-Mitbenutzer Eintracht an.
Tore: 1:0 Naas (11.), 1:1 Diefenbach (34.). – Schiedsrichter: Feuerbach (KSG Groß-Karben). – Zuschauer: 400. – Beste Spieler: Florig, Lammer, Jahn/Hummel, Incirkus.
FSG Riedrode – SV Münster 2:1 (0:1). „Ich bin zufrieden und stolz auf unsere Jungs“, sagte Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG: „Wir haben gut gespielt.“ Münster hatte folgerichtig nicht viele gute Ideen, operierte fast ausschließlich mit weiten Bällen, worauf sich die Mannschaft von FSG-Trainer Tobias Beltz schnell einstellte. Die Gäste gingen dennoch in Führung. „Eine unglückliche Situation“, sagte Göck nach Abstimmungsproblemen in der FSG-Abwehr. Doch Riedrode konterte, war fast ständig in Ballbesitz, offenbarte Wille und Kampfgeist. Das 1:1 erzielte Sinan Schuchmann aus kurzer Distanz. Das 2:1 markierte Nils Schwaier kurz vor Schluss – beide Tore bereite der eingewechselte Nassim El Yassini jeweils mit Kopfballverlängerung vor. Göck: „Wir haben Druck gemacht und kaum etwas zugelassen – unser Kurzpassspiel nach vorne war sehr gut und auch unsere Kombinationen“.
Tore: 0:1 Scholz (11.), 1:1 Schuchmann (75.), 2:1 Schwaier (88.). – Schiedsrichter: Petrovic (Langen). – Zuschauer: 100. – Beste FSG-Spieler: geschlossene Leistung.
SKG Bickenbach – Eintracht Wald-Michelbach 0:0. Die Partie war intensiv geführt mit guten Chancen auf beiden Seiten. Der eingewechselte Paul Ahrens traf in der Schlussphase den SKG-Innenpfosten, Etienne Imsirovis scheiterte zuvor am Torwart. Doch auch Bickenbach hatte gute Chancen, die Eintracht in Torwartroutinier Alexander Schneider aber einen sicheren Rückhalt. Weil Innenverteidiger Kevin Da Silva ausfiel, sprangen Trainer Boubacar Siby sowie Youngster Luca Ernst ein. Florian Butscher, der Anfang der Woche vom SV Unter-Flockenbach zurück wechselte, war sofort ein Aktivposten.
Schiedsrichter: Benali (Darmstadt). – Zuschauer: 150. – Beste ETW-Spieler: Schneider, Ernst, Imsirovic.
SV Geinsheim – TSV Auerbach 0:0. „Es wäre mehr drin gewesen“, bilanzierte TSV-Trainer Giuliano Tondo. Schon nach drei Minuten hatten die Gäste zwei Lattentreffer. Dabei waren die Bedingungen nicht optimal. Denn der Regen hatte den Platz stark unter Wasser gesetzt, was den technisch versierten Gästen nicht entgegenkam. Auerbach hatte aber auch Glück, dass Geinsheim einen Ballverlust in der TSV-Defensive – ein Auerbacher war ausgerutscht – nicht verwerten konnte (30.). „Aber bis dahin hätten wir schon längst 3:0 führen müssen“, sagte Tondo, dessen Team nur noch einmal bei einem Pfostentreffer (50.) des Gegners zittern musste. Zumindest etwas Positives konnte Tondo dieser Partie noch abgewinnen. Denn anders als in der Vorsaison, als die Rot-Weißen bisweilen Spiele verloren, in denen sie überlegen waren, ließen sie dieses Mal nur wenig zu. Daher wollte Giuliano Tondo in der Schlussphase nicht zu viel riskieren und hielt mit seinen personellen Wechseln das Gleichgewicht.
Schiedsrichter: Vogel (Groß-Linden). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: Kiesel/geschlossene Leistung.
FC 07 Bensheim – Dersim Rüsselsheim 0:2 (0:2). Von dem überzeugenden Auftritt beim 2:1 unter der Woche ihn Han war am Samstag nichts mehr zu sehen. „Der Gegner hat das Spiel heute mit Karo einfach gewonnen“, sagte FC 07-Trainer Peter Brandenburger. Weder nach dem 0:1 noch nach dem 0:2 erfolgte eine Reaktion der Gastgeber. Auch die fünf Wechsel nach der Pause brachten nicht die erhoffte Wendung. Die erste Torchance aus dem Spiel heraus hatte Denis Holdschick in der 90. Minute. „Eine Erklärung dafür habe ich noch nicht“, sagte Brandenburger: „Vielleicht war die Mannschaft heute platt.“ Schließlich lief in Bensheim am Samstag auch noch das Winzerfest.
Tore: 0:1 Burnett (27.), 0:2 Novis (40.). – Zuschauer: 100. – Schiedsrichter: Wiesner (Frankfurt). – Beste Spieler: keine/Eren.
VfR Fehlheim – FC Alsbach 4:0 (2:0). Der VfR wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Der Sieg war auch in seiner Deutlichkeit absolut gerechtfertigt. „Das war ein überzeugender Auftritt meiner Mannschaft, die den Gegner von Beginn an klar dominiert und alles richtig gemacht hat. Wir haben guten Fußball gespielt, zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt, gut gegen den Ball gearbeitet und dadurch wenig zugelassen und auch die nötige Geduld gezeigt. Kompliment an meine Jungs“, zog Fehlheims Trainer Sebastian Lindner nach der einseitigen Partie Bilanz. Basis des Erfolges war eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der ein Spieler herausragte. Egson Gashi erzielte drei der vier Tore des VfR.
Tore: 1:0 Gashi (25., Strafstoß), 2:0 Frick (37.), 3:0, 4:0 Gashi (53., 81,). – Zuschauer: 130. – Schiedsrichter: Glasenapp (Rumpenheim). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: Gashi/Crössmann.