
Der FC Elmshorn gehört zu den traditionsreichen Klubs im Hamburger Umland - und hat bereits gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. 2013 wurde der Verein Meister der Oberliga Hamburg, verzichtete damals jedoch mangels geeigneter Infrastruktur auf die Teilnahme an der Regionalliga-Relegation. Heute kämpft der FCE unter Trainer Seyhmus Atug in der Bezirksliga Hamburg West um die Rückkehr in die Landesliga. Als Tabellenzweiter liegt Elmshorn nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Kummerfelder SC - bei zwei Spielen weniger.
Doch während sportlich der nächste Schritt nach oben im Fokus steht, reichen die Visionen des Vereins deutlich weiter.
SportNord berichtet über den langfristigen Plan des FC Elmshorn, der weit über den Amateurfußball hinausgeht. Demnach soll der Verein perspektivisch bis 2033 den Aufstieg in die 3. Liga schaffen. Eine zentrale Rolle spielt dabei Jörn Maier, der als Sportdirektor und Leiter Strategie an diesem Konzept arbeitet. „Wir wollen in Schleswig-Holstein der zweite Profi-Standort hinter Holstein Kiel beziehungsweise die Nummer drei hinter Holstein und dem VfB Lübeck werden“, sagte Maier zu SportNord.
Damit reiht sich der FCE in eine Reihe von Klubs ein, die in den vergangenen Jahren ähnliche Ambitionen formuliert haben - oftmals jedoch an der Umsetzung scheiterten. Jüngst wurde der ETSV Hamburg in der Oberliga Hamburg durch das Verschollen eines Sponsoren zumindest finanziell ausgebremst, die Regionalliga-Lizenz wurde nicht beantragt.
Und finanzielle Mittel sind bei einem solchen Unterfangen entscheidend. „Die Bestandssponsoren stehen unserem Projekt sehr positiv gegenüber“, erklärte Maier zu SportNord. „Wir sind auch offen für einen Investor, dem wir aber kein Mitspracherecht in Bezug auf die Ziele und die Kaderplanung einräumen würden." Eine Abhängigkeit von einem einzelnen Sponsoren will die FCE-Regie aber vermeiden.
Bei aller Zukunftsplanung bleibt die Gegenwart entscheidend. Der FC Elmshorn steht aktuell vor der unmittelbaren Aufgabe, den Aufstieg in die Landesliga zu realisieren. Die Ausgangslage ist vielversprechend, doch der Sprung allein aus der Oberliga Hamburg in die Regionalliga Nord wäre schon ein immenser. Entsprechend muss auch infrastrukturell eine Menge passieren, um den Weg in den Profi-Fußball zu pflastern.
Wie es weiter heißt, sei sich Maier bewusst, dass dieses Vorhaben belächelt wird. Vorstellbar war sogar zunächst gewesen, in der Kreisklasse zu starten und ganz neu anzufangen, doch mit unter der Fahne des FC Elmshorn soll es fortan hoch hinausgehen. Die Vereinsführung musste jedoch erst überzeugt werden, wie der neue Sportdirektor zusätzlich hervorhob: „Für die Oberliga betreiben wir nicht diesen Aufwand. Dafür kommen wir nicht.“
Wenn als Bezirksligist die Oberliga Hamburg nur als Durchgangsstation betrachtet wird, liegt auf der Hand, dass der FC Elsmhorn in den kommenden Jahren mit dem genauestens beobachtet und bewertet wird. Denn auf diese unglaublich ambitionierten Ziele - die 3. Liga ist eine Profi-Liga mit Mannschaften wie Energie Cottbus, MSV Duisburg oder Hansa Rostock - müssen jetzt Taten folgen.
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