Dies sahen auch die Verantwortlichen um Trainer Christian Kummer so. Eine Ausnahme in der Wintertransferpolitik machten sie dennoch und holten mit Maximilian Greif einen Spieler für das Mittelfeldzentrum – aus verschiedensten Gründen.
„Uns war die Chemie, die wir gerade haben wichtiger als neue Spieler zu holen. 'Greifer' ist eine Ausnahme, weil er uns schon immer sehr gut gefallen hat in den Aufeinandertreffen mit Gera. Er hat eine extrem gute Übersicht, ist immer vor orientiert und bringt im Zentrum auch wichtige Präsenz mit. Wir wollten unbedingt auf der Sechs noch etwas tun, da wir zwar mit Mohammadi und Bock sehr stark besetzt sind, aber auch sehr dünn. Da hätte in der Hinrunde nichts passieren dürfen. Im Sommer hatte sich der Wechsel noch zerschlagen. Jetzt freuen wir uns, dass es geklappt hat“, sagt SCHOTT-Trainer Christian Kummer zum Neuzugang vom Oberligisten BSG Wismut Gera.
Bei der BSG Wismut Gera waren die letzten eineinhalb Jahre für Maximilian Greif von Verletzungen geprägt. „Dadurch wurde ich immer ausgebremst und habe nicht die erhoffte Spielzeit bekommen“, sagt der 23-Jährige. In der Oberliga-Hinrunde kam er insgesamt nur auf 34 Minuten Spielzeit bei zwei Teilzeiteinsätzen. Und auch den Ausblick für die Rückrunde sah „Greifer“ nicht rosig: „Ich hatte das Gefühl auch in der Rückrunde nicht auf die nötige Spielzeit zu kommen. Um aber wieder vollends spielfit zu werden, habe ich mich entschieden mein Umfeld zu wechseln und zu einem Verein zu gehen, bei dem ich das Gefühl habe gebraucht zu werden. Zudem bin ich seit Anfang des Jahres auch hinsichtlich meines Studiums in Jena. Den Aufwand, der mit dem Oberligafußball einhergeht, kann ich nicht mehr sicher gewährleisten. Zudem kenne ich viele Spieler und auch Trainer von SCHOTT schon aufgrund meiner Zeit als Student. Hier konnte ich mir schon lange ein positives Bild vom Verein machen“, sagt der defensive Mittelfeldspieler zu seinen Wechselgründen.
Wie von Christian Kummer angesprochen besteht schon seit dem letzten Sommer Kontakt, wie auch Greif untermauert: „Tatsächlich stand ich dann daher schon länger in Kontakt mit SCHOTT Jena, aber zu einem Wechsel kam es dann erst diesen Winter“. Nun will der 23-Jährige angreifen. Die Tabellensituation ist durchaus lukrativ bei fünf Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter aus Heiligenstadt und wer weiß wohin der Weg in der Rückrunde beim SV SCHOTT Jena noch führt?! „Also in erster Linie möchte ich der Mannschaft mit meiner Kreativität und Ballsicherheit im Zentrum Sicherheit, Stabilität und Spielwitz geben und wieder zu alter Stärke zurückfinden. Meine Ziele sind natürlich, so viele Spiele wie nur möglich zu gewinnen und am Ende der Saison so weit oben wie möglich zu stehen. Alles weitere wird sich dann schon ergeben“, sagt Greif zu den Zielen. Wer weiß, ob es vielleicht nächstes Jahr dann auch ein Wiedersehen mit der BSG Wismut Gera gibt? Aus Thüringer Brille wäre dieses Duell dann in der Oberliga wünschenswert…