
Im Vorjahr hatte sich die Holzheimer SG im Finale der Endrunde noch als Landesligist mit einem 4:1-Sieg über den Bezirksligisten SVG Weißenberg den Titel geholt. Als Revanche mochte Trainer Dirk Schneider den 4:2-Erfolg seiner Truppe im Rematch freilich nicht gewertet wissen, denn schon vor der die Staffel drei abschließenden Partie hatten beide Teams ihre Tickets für die Endrunde der Kreishallenmeisterschaft am Sonntag in Gustorf sicher. „Und Holzheim war nur zu siebt angetreten“, fügte der 57-Jährige erklärend an. Eine breite Brust machte der Coup gegen den Oberligisten trotzdem: „Für unser Ego bleibt das stehen.“
Weil in den drei Vorrunden-Staffeln mit Ober- und Landesligisten jeweils zwei Mannschaften ins Finale des 34. Heribert-Cahsor-Gedächtnisturniers aufrücken, war das Thema schon nach dem Halbfinale durch. Das hatten die Holzheimer mit drei Siegen und dem beeindruckenden Torverhältnis von 23:1 recht locker erreicht. Gegen den A-Kreisligisten SG Orken/Noithausen machten Zinedine Durmus, Joel Aschenbroich und der in der Winterpause vom TSV Meerbusch gekommene Dion Gutaj mit ihren Treffern zum 4:1 dann alles klar.
Auch Weißenberg zog mit vier Siegen ins Finale ein, zufrieden war Schneider bis dahin mit der Performance seiner Jungs allerdings nicht: „Zu wenig für unsere Ansprüche. Da ist noch Luft nach oben.“ Um sich einen noch besseren Überblick zu verschaffen, hatte er auf der Tribüne Platz genommen und das Coaching an der Bande wie im Vorjahr seinem Co-Trainer Heinrich Fafenrot überlassen. „Die Lorbeeren für Platz zwei im letzten Jahr und den erneuten Einzug in die Endrunde jetzt gebühren also ihm“, wollte Schneider unbedingt festgehalten wissen.
Und im Staffel-Finale machten die SVG-Kicker schließlich auch ihren Chefcoach glücklich. Daniel Becker und Baris Gürpinar trafen zur 2:0-Führung, die HSG wusste durch Gutaj und nach dem 3:1 von Tom Nilgen durch Paul Wolf noch zweimal zu verkürzen, war aber nach dem Tor von Antonio Primorac zum 4:2 endgültig geschlagen. Für Trainer Jesco Neumann indes kein Beinbruch. „Bis dahin war unser Auftritt sehr dominant. Nach hinten raus fehlte mit dem kleinen Kader dann so ein bisschen die Energie.“
Auch er hatte sich in Gustorf von seinem Co-Trainer Christian Langner vertreten lassen. Parallel dazu war er mit den restlichen zwölf Spielern (plus Unterstützung aus der Zweitvertretung) nämlich im Testspiel gegen den Landesligisten Victoria Mennrath im Einsatz. Zum einen drängt die Zeit bis zum Rückrundenauftakt in der Liga am 1. Februar beim 1. FC Kleve, zum anderen ging es ihm in dem kurzfristig eingeschobenen Match darum, „die nicht in der Halle beschäftigten Spieler zu bewegen.“
Auf heimischem Kunstrasen war Amin Azdouffal mit einem lupenreinen Hattrick ganz maßgeblich am 5:1-Erfolg beteiligt. Auch am Sonntag hat für Neumann das Testspiel an der Reuschenberger Straße gegen den Mittelrheinligisten FC Teutonia Weiden (Anstoß 13.30 Uhr) Priorität. „Aber die Kreishallenmeisterschaft ist uns ebenfalls wichtig“, versichert er. Er hoffe, fügt er schmunzelnd an, dass er mit dem nicht am Budenzauber beteiligten Personal so rechtzeitig am Torfstecherweg eintreffe, um die abermals von Christian Langner betreute Mannschaft ab dem Halbfinale unterstützen zu können.
Derweil sieht Schneider die Vorgabe mit dem Erreichen der Endrunde erreicht. „Das war die Pflicht.“ Aber mehr ist durchaus erwünscht. „Alle haben Bock auf die Halle.“ Das gilt ganz selbstverständlich auch für ihn, immerhin triumphierte er als Spieler drei Mal mit dem VfR 06 Neuss und zweimal mit dem FC Zons. Darüber hinaus holte er 2015 als Trainer den Pott, gewann mit der SG Kaarst im Finale gegen den SV Uedesheim mit 3:0.
Während er nur gute Erinnerung an den Kick unterm Hallendach hat, dürfte das bei Marlon Kurth gänzlich anders aussehen. Der war am Dienstag nach einem Zweikampf im Gruppenspiel der Staffel 2 zwischen den Sportfreunde Vorst gegen den späteren Sieger Germania Grefrath so unglücklich auf den Boden geknallt, das er mit Verdacht auf eine Ellenbogenfraktur ins Krankenhaus gebracht werden musste. Die Diagnose stand am Donnerstag noch aus. Die Aktion war vom Schiedsrichter mit einer Zeitstrafe sanktioniert worden. Kurth hatte in der Hinrunde 13 Mal für den Bezirksligisten SV Uedesheim auf dem Feld gestanden.
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