Viermal ohne Gegentor und zweimal knapp mit 1:0: So lauten die Ergebnisse der SpVgg Unterhaching nach dem jüngsten 1:0 (0:0)-Erfolg der Hachinger gegen den VfB Eichstätt. Der insbesondere in der Abwehr starke Tabellenführer der Regionalliga Bayern mausert sich immer mehr zum Titelkandidaten Nummer eins. „Es ist nicht selbstverständlich, dass man viermal in Folge zu Null spielt, Hut ab vor der Leistung “, lobte SpVgg-Cheftrainer Sven Bender sein Team.
Es ist nicht selbstverständlich, dass man viermal in Folge zu Null spielt, Hut ab vor der Leistung.
SpVgg-Cheftrainer Sven Bender
Die Partie vor 2025 Zuschauern im Unterhachinger UhlsportPark begannen die Hausherren mit einer sehr druckvollen Spielweise, die mehrere Torchancen auf die Führung brachte. Tim Hannemann traf die Latte und Cornelius Pfeiffer setzte im Nachfassen einen Kopfball auf das Tornetz (3.).
Simon Skarlatidis und Moritz Müller scheiterte bei einem Gestocher im Eichstätter Strafraum an Torwart Nikolai Sauernheimer (17.) ehe Hannemann knapp über das Tor zielte (19.). Die zunächst sehr hochstehenden Gäste verlegten ihre Verteidigung nun tiefer in die eigene Hälfte und ließen Haching fortan nicht mehr so viele Großchancen zu. Und auf der Gegenseite erarbeitete sich der einstige der Regionalliga-Vizemeister von 2019 selbst gute Gelegenheiten heraus, ein Schuss von Eichstätts Jonathan Grimm wird abgefälscht und flog ganz knapp am rechten Pfosten des Hachinger Gehäuses vorbei (26.). In Folge vergab Hannemann nach einer starken Einzelaktion die beste Chance für eine Führung der Heimelf, das Sturmtalent schoss freistehend aus wenigen Metern Entfernung über das Gästetor (30.).
In der zweiten Hälfte betrieb die Heimelf zunächst weiterhin Chancenwucher. Pfeiffer jagte den Ball mit einem Flachschuss aus aussichtsreicher Position am Eichstätter Tor vorbei (54.). Und auch Routinier Skarlatidis zielte bei seinem Versuch aus dem Rückraum knapp daneben (77.). Erst der kurz zuvor eingewechselte Jeroen Krupa erlöste seine Mannschaft mit einem mustergültigen Drehschuss in die rechte untere Ecke zum 1:0 erlöste die Hachinger wenige Minuten vor dem Spielende (84.). In der Schlussphase hatte die SpVgg dann Glück, dass Eichstätts Pascal Schittler nicht mehr den Partycrasher spielte und den Ball nach einer Flanke vom linken Flügel freistehend vor Haching-Torwart Erion Avdija nicht richtig traf (88.).
Den neuen Minimalisten-Fußball der Hachinger betrachtete Bender ambivalent. Die vielen ausgelassenen Torchancen mit zu ungenauen Abschlüssen auf der einen sowie die starke Abwehrleistung auf der anderen Seite hob der Ex-Bundesligaprofi hervor. „Beides trifft zu. Wir hatten vielleicht die eine oder andere Möglichkeit, die man auf das Tor bringen kann, um ein Tor zu erzielen. In den letzten beiden Spielen hatten wir Schwierigkeiten, viele Torchancen herauszuspielen. Damit ist es umso wichtiger, dass wir defensiv stabil stehen.“