2024-06-24T08:04:54.312Z

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Neersbroich macht Fortschritte.
Neersbroich macht Fortschritte. – Foto: Theo Titz

Die Sportfreunde Neersbroich im Aufwärtstrend

Neersbroich kann sich nach einer ordentlichen Saison als „best of the rest“ in der A-Liga noch auf Platz drei der Endtabelle behaupten. Trotzdem gab es diese Spielzeit Baustellen.

Geht es nach Neersbroichs Trainer Oliver Glogau, soll sein Team von Jahr zu Jahr immer ein bisschen besser als zuvor abschneiden. Zumindest geht der Wunsch des Übungsleiters bisher auf, denn seit dem Wiederaufstieg in die A-Liga 2020 schnitten die Sportfreunde immer besser ab. Nach Platz acht 2021 folgten zwei sechste Plätze. Nun könnte die aktuelle Saison sogar auf Platz drei enden. Somit wären sie, um es mit den Worten anderer Trainer auszudrücken, „best of the rest“.

Mit 46 Punkten holten die Sportfreunde genauso viele Zähler wie in den beiden vorangegangenen Spielzeiten. Nachdem die Tormaschine Dennis Kylau offiziell nur noch für Neersbroichs Alte Herren aufläuft und nur noch als „Stand-by-Spieler“ fungiert, hätten die wenigsten geglaubt, dass die Ersten Herren weiterhin offensiv noch Bäume ausreißen würden. Dies sollte sich als Irrtum herausstellen, denn mit 75 Toren wurden die Marken der beiden letzten Saisons jetzt schon überboten.

Defensiv dagegen gibt es noch viel zu verbessern. „Jeder kennt die Phrase: Offensive gewinnt Spiele, Defensive Meisterschaften. Aber ich habe ein 5:3 lieber als ein 1:0, trotzdem weiß ich um die Probleme im Defensivverhalten“, sagt Oliver Glogau. Mit Dennis Kylau (Spitzname „Ky“) und mit Sebastian Thomassen würden die zwei kopfballstärksten Spieler auch hinten fehlen: „Sie haben alles weggeköpft, was an Bällen in den Strafraum flog“, so Glogau. Gerade Kylau hebt Glogau hervor. „Ky als Stürmer hat bei gegnerischen Freistößen und Ecken immer in der Abwehr ausgeholfen. Während andere nur auf den Ball warten, ging Ky aktiv zum Ball. Der wollte einfach den Ball klären, solche Typen fehlen heute“, lobt er wiederholt.

Starke Entwicklung

In den vergangenen beiden Spielen „um die goldene Ananas“ wird Übungsleiter Glogau keine Rücksicht auf eine eventuelle Nachbarschaftshilfe mit Giesenkirchen nehmen. „Gegen Giesenkirchen und dem Rheydter SV haben wir in der Hinrunde nur einen Punkt geholt – da haben wir noch etwas gutzumachen“, nimmt er gleich Kritikern den Wind aus den Segeln. „Platz drei zu verteidigen wird schwer. Süchteln tritt gegen noch gegen Kleinenbroich und Hehn an und dürfte da wohl gewinnen. Der PSV muss noch gegen Schelsen und Odenkirchen II antreten, die befreit aufspielen können. Und Schelsen liegt auch nur vier Zähler hinter uns“, erörtert Glogau die Ausgangslage. Heißt im Umkehrschluss, dass erneut auch Platz sechs herausspringen könnte.

Trotzdem wäre er mit der Spielzeit zufrieden. „Abgesehen vom schwachen Start haben wir ganz anständig abgeliefert. Aber einige Niederlage tun dann im Nachhinein doch weh wie gegen Holt, Venn, Viersen II oder dem Spielverein. Das sind Punkte, die letztendlich fehlen werden. Aber an die 81 (Odenkirchen) und 79 (Lürrip) kommen wir bei weitem nicht heran. Die spielen in einer anderen Liga. Und wie es in der nächsten Saison aussieht, kann jetzt noch nicht prognostiziert werden. Spätestens Anfang Juli weißt du Bescheid, wie die anderen personell aufgestellt sind“, erklärt er abschließend.

Aufrufe: 020.5.2024, 21:00 Uhr
RP / Von Horst HöckendorfAutor