An die erfolgreiche Saison 2022/23 hat die DJK Appeldorn seitdem nicht mehr anknüpfen können. Damals hatte die Mannschaft hinter dem souveränen Meister Siegfried Materborn Platz zwei in der Gruppe 1 der Kreisliga B Kleve-Geldern belegt.
In der abgelaufenen Spielzeit sprang Rang zehn heraus, aktuell hat das Team die Hinrunde mit 23 Punkten als Tabellensiebter abgeschlossen. Das große Problem der Grün-Weißen ist die mangelnde Konstanz. Gelegentlich scheint die DJK mit drei Siegen in Folge zum Sprung in höhere Gefilde anzusetzen. Dann aber lassen Rückschläge nicht lange auf sich warten. Negativer Höhepunkt war eine 1:10-Niederlage beim TuS Kranenburg.
Für Spielertrainer Alexander Vos kommt das ständige Auf und Ab nicht sonderlich überraschend. „Wir haben in dieser Saison großes Verletzungspech. Das macht sich bei einem ohnehin dünnen Kader natürlich sofort bemerkbar. Wir können uns zwar auf die Unterstützung unserer Reserve verlassen. Doch ideale Voraussetzungen, um dauerhaft erfolgreich spielen zu können, sehen anders aus“, sagt der 31-Jährige.
Im Sommer kehrten drei Leistungsträger dem Dorfverein den Rücken. Die Brüder Jonas und Niklas Göknur schlossen sich dem A-Ligisten Siegfried Materborn an, Nils Giltjes trägt inzwischen das Trikot des TSV Weeze, der Spitzenreiter im Oberhaus des Fußball-Kreises ist.
Auf der anderen Seite verlief die Suche des B-Kreisligisten nach Verstärkungen im Sande. Wahrscheinlich auch deshalb, weil in Appeldorn immer noch auf Asche gekickt wird. Besserung ist allerdings in Sicht: Das Dorf freut sich auf einen Kunstrasenplatz, der im kommenden Jahr eröffnet werden soll.
In der Hinrunde hat Alexander Vos, der wegen einer Verletzung am Sprunggelenk schon seit einigen Wochen ausfällt, bereits 29 Spieler eingesetzt. „Jede Woche steht die Mannschaft in einer anderen Aufstellung auf dem Platz. Als wir 5:8 bei Concordia Goch verloren haben, standen mir gerade einmal elf Spieler zur Verfügung“, sagt der Appeldorner Coach.
Vos ist angesichts der schwierigen Umstände mit der Trainingsbeteiligung von zehn bis zwölf Akteuren pro Übungseinheit zufrieden. „An manchen Abenden sind es auch weniger, da einige Spieler im Schichtdienst arbeiten oder Studenten sind. Die Arbeit geht vor, und die Jungs werden auch älter.“
Die Hoffnung, sich in der Tabelle vielleicht doch noch um den einen oder anderen Platz verbessern zu können, ruht vor allem auf den beiden Torjägern. Yannick Neinhuis und Marvin Tenhaft haben jeweils schon acht Treffer erzielt.