2026-05-12T12:35:39.633Z

Ligavorschau

Die letzte Patrone: »Wir wollen und werden gewinnen!«

34. Spieltag in der Bayernliga Nord: Großes Finale für Würzburg, Erlangen und Stadeln - einer ist gerettet, zwei müssen in die Relegation +++

von Helmut Weigerstorfer · Heute, 14:00 Uhr · 0 Leser
Ende April trennten sich Erlangen und Stadeln im direkten Aufeindertreffen ohne Sieger. Gehen beide mittelfränkischen Teams nun auch gemeinsam in die Relegation?
Ende April trennten sich Erlangen und Stadeln im direkten Aufeindertreffen ohne Sieger. Gehen beide mittelfränkischen Teams nun auch gemeinsam in die Relegation? – Foto: Wolfgang Zink

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Der Meister steht mit Eltersdorf fest, auch die Mannschaft, die in die Relegation zur Regionalliga darf - der spielfreie ASV Cham. Zudem ist fix, dass Großschwarzenlohe direkt runter und Mitaufsteiger Coburg in die Saisonverlängerung muss. Wer aber glaubt, der 34. Spieltag wird deshalb ein Langweiler, der irrt. Denn eine Entscheidung gibt es noch, die in der Bayernliga Nord am Samstag fallen wird. Würzburg, Erlangen und Stadeln haben eine letzte Patrone. Einer ist direkt gerettet, zwei müssen in die nervenaufreibende Abstiegs-Relegation...

Zur Ausgangslage: Der WFV hat alles in der eigenen Hand. Gewinnt der unterfränkische Traditionsverein gegen den SSV Jahn Regensburg II, bei dem für Trainer Christoph Jank sein letztes Spiel an der Linie ansteht, können sich Erlangen und Stadeln recken und strecken, wie sie wollen. Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden mittelfränkischen Vertreter neben der sportlichen Hypothek auch mit weiteren Problemen zu kämpfen haben. In Erlangen hängt offensichtlich der Haussegen schief, und Stadeln blickt auf eine desaströse Frühjahrsrunde zurück. Sie haben aber noch eine letzte Patrone...

Sa., 16.05.2026, 14:00 Uhr

Dominic Rühl (Trainer, Gebenbach): "Für uns geht's auch noch um etwas. Wir wollen unsere aktuelle Position in der Tabelle mindestens halten, wenn nicht sogar verbessern. Zum anderen wollen wir unseren Beitrag leisten, dass das Saisonfinale fair zu Ende geht. Entsprechend wird die aktuell beste Elf aufgeboten werden und wir werden im letzten Heimspiel vor der langen Sommerpause nochmal alles geben. Nichtsdestotrotz werden wir Stadeln das Spiel machen lassen. Da sie gewinnen müssen, wollen wir sehen, was sie offensiv anbieten können."

Personal: Hinter Konstantin Plankl steht ein Fragezeichen, Timo Kohler kehrt zurück. Bereits Saisonende haben David Vidovic, Leon Brandl und Jonas Obendorfer.

Manfred Dedaj (Trainer, Stadeln): "Wir müssen noch einiges tun, um die Liga halten zu können. Die entsprechende Erfahrung ist da, mussten wir ja auch für den Aufstieg vergangenes Jahr zwei Wochen länger arbeiten. Wichtig war für uns, dass wir am Samstag gewinnen konnten. So haben wir uns das große Finale überhaupt erst ermöglicht! Auch wenn der Ausgang nicht in unserer Hand liegt, werden wir nur auf uns schauen. Klar ist: Wir haben nur eine Chance, wenn wir gewinnen. Ich bin aber ein Mensch, der eine Sache nie ohne Glauben angeht..."

Personal: Kapitän Luca Pulkrabek und Leon Siefert verpassen das Saisonfinale.

Jochen Strobel (Trainer, Erlangen): "Wir haben nichts zu verlieren. Natürlich ist die Ausgangslage alles andere als einfach. Aber: Alle Spieler, die Lust und Bock drauf haben, sind an Bord. Der Rest ist Geschichte. Wir werden am Samstag alles reinschmeißen, was wir haben. Klar ist aber auch, dass wir an der ein und anderen Stellschraube drehen müssen, um erfolgreich zu sein. Wir wollen und werden gewinnen! Erst dann schauen wir, was auf den anderen Plätzen passiert. Wenn es Samstag nicht mit dem Klassenerhalt klappen sollte, werden wir die Sache über die Relegation regeln!"

Personal: Alle Spieler sind einsatzbereit.

Thomas Popp (Sportlicher Leiter, Hof): "Wir wollen uns sportlich fair präsentieren und werden die Partie sicherlich nicht abschenken. Ziel ist es, mit einem positiven Gefühl in die Pause zu gehen, unsere Serie von sieben Spielen ohne Niederlage auszubauen und die Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz zu beenden. Die verdiente Sommerpause beginnt für uns am Samstagnachmittag um 15.45 Uhr - nach dem Spiel in Erlangen."

Personal: Lukas Seidel, Paul Tittmann und Daniel Pavlov müssen zuschauen.

Es geht in die richtige Richtung: Der WFV hat die beste Ausgangslage im Dreikampf um den direkten Klassenerhalt.
Es geht in die richtige Richtung: Der WFV hat die beste Ausgangslage im Dreikampf um den direkten Klassenerhalt. – Foto: HMB Media/ Julien Becker

Christian Breunig (Trainer, Würzburg): "Wir haben noch ein großes Finale vor der Brust – und genau so gehen wir es an. Wir wissen, was auf dem Spiel steht, aber diese Drucksituationen sind für uns mittlerweile nichts Neues. In der gesamten Rückrunde hatten wir ein Endspiel nach dem anderen und haben bewiesen, dass wir damit umgehen können. Wir konzentrieren uns nur auf uns selbst und darauf, alles auf den Platz zu bringen. Vor heimischem Publikum mit unseren Fans im Rücken wollen wir das Ding zu Ende bringen."

Personal: Fraglich sind die Einsätze von Steffen Krautschneider, Simon Schäfer und Fabio Hock. Weiterhin fehlen die Langzeitverletzten Niklas Staudt, Luca Forster und Noa Zuljevic.

Christoph Jank (Trainer, Regensburg): "Wir wissen um die Konstellation im Kampf um den Klassenerhalt. Deshalb erwarten wir viele Zuschauer und einen hochmotivierten Gegner. Wir gehen die Partie in Würzburg nicht anders an als die anderen Begegnungen und bereiten die Spieler auch auf dieses Setting vor. Es geht uns um die Entwicklung unserer Spieler, einen einstelligen Tabellenplatz und die Torjägerkanone von Kelvin Onuigwe. Das hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen daher mit hoher Spielfreude und großer Intensität ein gutes und erfolgreiches Auswärtsspiel absolvieren."

Personal: Fabian Ziegler (muskuläre Probleme), Titus Knoche (Wadenprobleme) und Paul Schmid (Ellbogenverletzung) stehen auf der Ausfallliste.

Hier geht es "nur noch" um die Goldene Ananas:

Spielfrei: ASV Cham